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Papa bleibt jetzt beim Baby daheim

Der Gesetzesentwurf zum Kinderbetreuungsgeldkonto geht in Begutachtung und bringt Österreich ein Stück weiter in Richtung eines zeitgemäßen, bunteren Familienbildes. Ab 1.1.2017 soll für jedes Kind die gleiche Summe zur Verfügung stehen, außerdem kann die Bezugsdauer zwischen 15 und 35 Monaten flexibel gewählt werden. Auch eine Stärkung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie der partnerschaftlichen Aufteilung von Kinderbetreuung bringt das Konto. Die wesentlichen Eckpunkte formuliert die Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek: „Es gibt erstmals einen Papa- bzw. Babymonat auch für die Privatwirtschaft! Hier konnte ich mich durchsetzen. Es wird die Möglichkeit für Familien geben, die ersten prägenden Wochen gemeinsam zu verbringen, dafür gibt es € 700.-- auch für gleichgeschlechtliche PartnerInnen.“

Gleich durch mehrere Verbesserungen werden die Anreize für partnerschaftliche Teilung der Kinderbetreuung verbessert: „Viele Familien teilen sich schon heute die Betreuungspflichten. Wir unterstützen das. In Zukunft wird für Väter ein noch höherer Anteil als bisher an Kinderbetreuungszeit reserviert – 20% statt 16%. Und: wir belohnen Familien, die sich die Betreuung partnerschaftlich, also zumindest 40:60 teilen, mit einem Partnerschafts-Bonus von €1.000!“ so die Frauenministerin.

Wichtig ist auch, dass für Familien mit niedrigen Einkommen die Beihilfe wie bisher bestehen bleibt und Alleinerziehende in Zukunft drei Zusatzmonate beziehen können statt bisher zwei. Auch für Krisenpflegeeltern wird es weiterhin Kinderbetreuungsgeld geben.

„Es freut mich, dass das Kinderbetreuungsgeldkonto eine deutliche sozialdemokratische Handschrift trägt, klare Verbesserungen für mehr Partnerschaftlichkeit mit sich bringt und dadurch ein zeitgemäß wichtiger Schritt getan wurde. Gewünscht hätte ich mir aber noch einen arbeitsrechtlichen Schutz während des Papa- bzw. Babymonats. Das werde ich auch während der Begutachtung noch einbringen und nachverhandeln. Väter brauchen diese Sicherheit, damit sie sich beruhigt ihrem Neugeborenen widmen können“, so die Frauenministerin zusammenfassend.

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