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Gar nicht übel

Was tun? Hier erfahren Sie es:
Fast alle werdenden Mütter leiden in den ersten Schwangerschaftsmonaten an Unwohlsein. Ursache dafür ist die verstärkte Hormonproduktion im weiblichen Körper. Warum dieser Vorgang ausgerechnet Übelkeit hervorruft, ist noch nicht klar. Sollten sich die Beschwerden im Rahmen halten, ist alles in Ordnung. Wenn das Erbrechen hingegen krankhafte Formen annimmt, das heißt, wenn es öfter als fünfmal am Tag passiert, die Nahrungsaufnahme überhaupt nicht mehr möglich ist und die Haut sich gelblich verfärbt, dann sollte rasch ein Arzt oder das Krankenhaus aufgesucht werden. Dort werden dem Körper die wichtigen Nährstoffe per Tropf wieder zugeführt.

Kein Grund zur Sorge: In den meisten Fällen beschränkt sich das üble Gefühl auf ein paar Mal Erbrechen. Und dagegen kann etwas unternommen werden. Vor allem sollten Schwangere darauf achten, bereits vor dem Aufstehen etwas zu essen. Zum Beispiel ein leichtes Frühstück oder einen Apfel. Damit das Bett nicht verlassen werden muss, sollte bereits am Vorabend etwas bereitgestellt werden. Finger weg von Kaffee, Alkohol und stark gewürzten Speisen. Essen Sie möglichst viele kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt. Und zwar solche, die möglichst viele Kohlenhydrate enthalten (Kartoffeln, Reis, Brot, Gemüse). Auch frische Luft schadet nicht.

Sollte der Brechreiz sehr ausgeprägt sein, dann helfen Vollkornbrot, Toast, grüne Äpfel, Mineralwasser mit Kohlensäure, Naturjoghurt, Kamille, Fenchel, Salbei und Anis. Ein Tipp aus Omas Hausapotheke: Holunderbeeren oder frischen Ingwer kauen. Keinesfalls sollten Sie ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt Medikamente gegen Übelkeit einnehmen. Sie gefährden sonst das ungeborene Kind. Die gute Nachricht zum Schluss: Spätestens nach dem dritten Schwangerschaftsmonat ist die Übelkeit vorbei. Und bis zum sechsten Monat fühlen sich Frauen doppelt so gut.


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Gar nicht übel

Die Ingwerwurzel hilft
Präparate aus der Ingwer-Wurzel vermindern Beschwerden während der Schwangerschaft. Ingwer kann die typische Übelkeit während der Schwangerschaft lindern helfen. Präparate aus der Wurzel der Pflanze sind dabei unbedenklich für das Ungeborene. Zu diesem Schluss kommt ein Team britischer und italienischer Wissenschaftler, das sechs Studien zu dem Thema ausgewertet hat.

Die Mediziner und Pharmakologen analysierten Studien, in denen Ingwerpräparate gegen Übelkeit in der Schwangerschaft untersucht worden waren. Die Wirksamkeit der pflanzlichen Mittel wurde bei insgesamt 675 Frauen mit der eines Placebos und der von Vitamin B6 verglichen, das die Beschwerden erwiesenermaßen lindert. In den meisten Studien hatten die Schwangeren entweder eine Kapsel mit Ingwer, eine Kapsel mit Vitamin B6 oder ein Scheinpräparat eingenommen. Insgesamt erwies sich Ingwer als ebenso effektiv gegen Übelkeit, Erbrechen und Würgereiz wie Vitamin B6, ohne gravierende Nebenwirkungen zu verursachen.

In manchen Studien berichteten die Schwangeren zwar von Beschwerden wie Kopfschmerzen, Durchfall oder Müdigkeit, aber das Ungeborene blieb völlig unbeeinflusst. Die Forscher fanden keine Unterschiede im Verlauf der Schwangerschaft zwischen Frauen, die ein Placebo, Vitamin B6 oder Ingwer eingenommen hatten. Allerdings geben sie zu bedenken, dass ihre Ergebnisse immer noch vorläufig sind. Weitere Studien seien notwendig, um abzusichern, dass Ingwer tatsächlich ein sicheres Mittel für Schwangere ist.