Einvernehmliche-Scheidung-guenstig

Ehe am Ende

Wenn die Beziehung am Ende ist, nichts mehr geht, dann sind da plötzlich viele Fragen: Bleiben oder gehen? Darf den Kindern die intakte Familie genommen werden? Kann man den Kindern als AlleinerzieherIn gerecht werden? Wie kommt man finanziell über die Runden? Zumeist beginnt ein Kampf um die Ehe, um die Selbstachtung und um Unabhängigkeit. Bis der entgültige Bruch nicht mehr zu verhindern ist. Wenn es zur Trennung kommt, sollte das Wohl der Kinder in den Mittelpunkt rücken, damit sich der Scheidungsschock nicht zum Scheidungstrauma entwickelt. Natürlich sind Kinder durch langfristige eheliche Spannungen sehr stark belastet, aber es wird nicht besser, wenn sich die Eltern trennen und die Streitereien weitergehen. Experten empfehlen, die Eltern- und Paarebene strikt auseinanderzuhalten, damit die Trennung für Kinder leichter zu verkraften ist. Klappt das nicht, geraten die Kleinen schnell zwischen die Fronten der Großen – eine ganz schlechte Alternative. Versucht gar ein Elternteil mit dem Kind eine Koalition zu bilden und den anderen ins Out zu drängen – indem etwa die Mutter die Besuche beim Vater boykottiert, ihn schlechtmacht, seine Telefonanrufe oder Briefe nicht weiterleitet –, droht das sogenannte PAS-Syndrom (Eltern entfremdungssyndrom). Die Folgen sind schwerwiegend: Weit häufiger als andere Scheidungskinder geraten PAS-Kinder mit dem Gesetz in Konflikt, leiden unter Drogenproblemen, Essstörungen oder psychosomatischen Erkrankungen.

Ist es also besser, im Interesse der Kinder eine Beziehung aufrechtzuerhalten und sich für den Nachwuchs in einer unglücklichen Ehe aufzuopfern? Keinesfalls. Kommen entscheidende Bedürfnisse zu kurz, kommt es zu Depressionen und eine depressive Mutter kann keine gute Mutter sein. Die Folgen sind weitreichend: Bekommen die Kinder mit, dass die Mutter nur ihnen zuliebe beim Vater ausharrt, löst das Schuldgefühle aus. Schuldgefühle, die das Kind daran hindern, unbeschwert aufzuwachsen und ein stabiles Selbstwertgefühl zu entwickeln. Familienberater raten zu einer umfassenden persönlichen Bilanz, bevor eine Entscheidung für oder gegen die Ehe getroffen wird. Klar ist: Ob man geht oder bleibt, der Preis ist auf jeden Fall sehr hoch. Deshalb sollte geprüft werden, ob die Scheidung tatsächlich Verbesserungen bringt oder ob man dadurch Lebensqualität verlieren würde. Heidi B. hat genau das gemacht. Die 35-Jährige, die für ihre beiden Töchter ihren Beruf aufgegeben hat, fühlt sich von ihrem Mann emotional vernachlässigt. Im Bett läuft schon lange nichts mehr, er lässt sie ganz deutlich spüren, dass er in jeder Hinsicht das Interesse verloren hat. Doch zur Trennung hat sich die Frau nicht  entschließen können. Sie weiß, dass sie sich einen neuen Job suchen und die kleinen Kinder den ganzen Tag fremdbetreuen müsste. Sie wäre alleine für alles zuständig und müsste ihren Lebensstandard deutlich herunterschrauben. Der Ausweg aus dem Dilemma: Sie muss sich mit der Situation arrangieren und die positiven Aspekte der Beziehung in den Vordergrund rücken. Wie lange diese Strategie gut geht, bleibt abzuwarten. Eheberater wissen: Eine Trennung ist immer der Weisheit letzter Schluss. Davor gibt es eine Grauzone, die man durchaus als Alternative in Betracht ziehen kann. Zumindest für eine bestimmte Phase. Wenn die Kinder älter werden, sieht die Bilanz vielleicht anders aus – dann kann man sich immer noch trennen und seinen eigenen Weg gehen.

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