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Der Tag der Väter

Am 8. Juni geht es Österreichs Papas gut – sie stehen einen Tag lang im Mittelpunkt der ganzen Familie.

Die Bedeutung des Vatertags und das genaue Datum sind im deutschsprachigen Raum regional verschieden. Als offizieller Feiertag hat er seine Wurzeln in den USA. Dort wird der Vatertag als ein Ehrentag für Väter ähnlich wie der Muttertag gefeiert. Zurückzuführen ist der Feiertag auf Sonora Louise Smart Dodd, deren Vater im Sezessionskrieg 1861–1865 gekämpft und sechs Kinder alleine großgezogen hatte. 1910 rief sie eine Bewegung zur Ehrung von Vätern ins Leben. Als Datum schlug sie den 5. Juni, den Geburtstag ihres Vaters vor. Und so feierte ihre Heimatstadt Spokane am 19. Juni 1910 – der 5. Juni war zu kurzfristig gewesen – das erste Mal einen Vatertag. Die Idee verbreitete sich immer mehr und bereits 1916 befürwortete US-Präsident Woodrow Wilson die Einführung eines landesweiten Vatertages. Präsident Calvin Coolidge gab 1924 eine Empfehlung für die Einführung eines besonderen Feiertages an die Einzelstaaten der USA heraus. Präsident Richard Nixon erhob den Tag 1974 in den Rang eines offiziellen Feiertages für den jeweils dritten Sonntag im Juni. Sonora Dodds Anregung, lebenden Vätern eine rote Rose zu schenken und verstorbenen eine weiße an das Grab zu bringen, hat sich nicht durchgesetzt. In Österreich versteht man unter dem Vatertag den 2. Sonntag im Juni, der dort nicht in Form von „Herrenpartien“ begangen wird, sondern analog zum Muttertag einen Anlass zum Kauf von Blumen und kleinen Geschenken bieten soll. Der Vatertag wurde in Österreich erstmals 1955 gefeiert.

Liebe Väter, liebe Familien!

Seit einiger Zeit gibt es ein steigendes Bewusstsein in Familien, unserer Gesellschaft und bei Vätern über die Bedeutung des Vaters im Erziehungsprozess. Väter sind bei der Geburt anwesend, sie können Karenzzeit in Anspruch nehmen und haben Freude, mit ihren Kindern etwas zu unternehmen. Es ist etwas Schönes, Kinder und Jugendliche auf ihrem Weg ins Leben zu begleiten, so dass sie dann auch ihren individuellen Beitrag für die Weiterentwicklung unserer Zivilisation leisten können. Ich kann Sie, liebe Väter, darin nur ermutigen – und sehe den Vatertag als eine Chance, die Schönheit dieser Verantwortung neu sich selbst, Müttern, Kindern und der Gesellschaft in Erinnerung zu rufen. Die Verantwortung ist tatsächlich hoch: Kinder erleben in der Bipolarität partnerschaftlicher Erziehung, wie das Zueinander von Mann und Frau funktionieren kann. Sie werden, wenn Eltern gleichermaßen und dennoch unterschiedlich ihre Erziehungsaufgabe wahrnehmen, fähig, sich selbst verantwortlich auf das Leben einzulassen. Sie werden auch leichter die über das rein materiell-irdische Leben hinausgehende Bedeutung unseres Lebens erfassen. Sie begreifen, dass Liebe mehr ist als Genießen. Sie werden als liebendem Vater auch einen leichteren Zugang zu Gott finden. Lassen Sie sich, liebe Väter, Ihre Bedeutung nicht nehmen – sondern nehmen Sie sie mit Freude weiterhin wahr oder stellen Sie sich neu dieser Herausforderung. Es lohnt sich und wird Ihr Leben im wahrsten Sinne des Wortes bereichern.
Einen schönen Vatertag wünscht Ihr Pfarrer Bernhard Mucha, Diözesanfamilienseelsorger der ED Wien

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