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Taufe

Taufe soll zur Party werden

Die anglikanische Kirche in England prüft ein Konzept für partyähnlichere Tauffeiern. Viele unverheiratete und jüngere Paare sähen in einer Kindstaufe auch eine Gelegenheit, Familie und Freunde einzuladen und danach zusammen zu feiern, zitiert die Sonntagszeitung "Sunday Telegraph" die Projektleiterin, Pfarrerin Sandra Millar. Er sei erstaunlich, wie viele junge Paare ihre Kinder taufen lassen wollten, obwohl sie wenig oder keine Verbindung zur Kirche hätten. Tatsächlich zeigten offizielle Statistiken eine steigende Zahl von Taufen bei insgesamt weniger Gottesdienstbesuchen, berichtet die deutsche katholische Nachrichtenagentur KNA.
 
Das anglikanische "Marktforschungsprojekt", das laut Bericht von den Erzbischöfen von Canterbury und York unterstützt wird, soll prüfen, inwiefern der kirchliche Rahmen oder auch die liturgischen Zeremonien bei der Taufe den Bedürfnissen einer bestimmten Klientel angepasst werden könnten oder sollten.
 
Sie kenne bereits Kirchen, die die Kirchenräume mit Luftballons schmückten und nach der Liturgie im Gemeindezentrum Champagnerempfänge mit "Tauftorte" anböten, in Anlehnung an Hochzeitsfeiern. "Partys sind keine unbiblische Erfindung", so die Pfarrerin. Auch Jesus sei zu Partys gegangen. Die anglikanische Kirche "sucht nun nach neuen und innovativen Wegen. Davon werden einige recht radikal sein - und andere einfach die herkömmlichen Dinge besser machen".