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Hausstaubmilben: Nicht alleine im Bett

Während Pollenallergiker langsam wieder aufatmen, erfahren ihre Leidensgenossen genau jetzt den Höhepunkt ihrer Beschwerden: Etwa zehn Prozent der Bevölkerung reagieren allergisch auf Hausstaubmilben. Mit über 30 Prozent Anteil sind sie die zweithäufigste Ursache für allergisch verursachte Atemwegserkrankungen. Doch im Herbst, wenn es draußen nass und kalt wird und wir mit dem Heizen anfangen, können auch die Allergiereaktionen zunehmen. Was Betroffene jetzt tun können, lesen Sie hier.

Staub ist neben seinen anderen Bestandteilen auch der Habitus der Hausstaubmilben. Sie gehören zu den Spinnentieren. Obwohl sie ursprünglich in Vogelnestern lebten, sind sie im Laufe der Zeit auf menschliche Behausungen übergangen. Die Milbenpopulation in nur einem Gramm Staub umfasst bis zu 10.000 Tiere, die dort etwa das 200fache ihres Gewichts an Kot ausscheiden. Bei einer Temperatur von etwa 24 Grad und gleichzeitig hoher Luftfeuchtigkeit fühlen sich die kleinen Tierchen besonders wohl und sind deshalb überwiegend in Matratzen, Vorhängen und Polstern zu finden. Ihr Kot enthält allergieauslösende Eiweißstoffe, die sich im Staub verteilen und von den im Haushalt lebenden Personen eingeatmet werden. Zwar sterben durch die Heizungsluft viele Milben ab, doch ihre zerfallenden Körper setzen weitere Allergene frei, die mit dem Hausstaub aufgewirbelt werden.

Bettwäsche regelmäßig waschen

Hausstaubmilben ernähren sich vorwiegend von menschlichen oder tierischen Hautschuppen, Haaren oder Federn. Täglich verliert der Mensch zirka ein Gramm Hautschuppen. Von dieser relativ kleinen Menge können in jedem Bett Tausende von Milben leben und allergieauslösende Ausscheidungen hinterlassen. Außerdem schwitzen Menschen im Schlaf pro Nacht zirka 200 bis 300 Milliliter Feuchtigkeit aus und sorgen so für ein milbenfreundliches Klima im Bett. Die Kopfkissen, Bettdecken und Bettlaken von Hausstaubmilben-Allergikern sollten täglich wenn möglich im Freien ausgeschüttelt und gelüftet werden, ihre Bettwäsche sollte wöchentlich bei 60 °C mit einem pulverförmigen Vollwaschmittel gewaschen werden. Materialien wie z. B. Kuscheltiere, die nicht bei 60 °C gewaschen werden können, sollten mindestens über Nacht im Gefrierschrank bei –18 °C aufbewahrt und anschließend gewaschen werden.

Allergie unbedingt ernst nehmen

Viele Patienten ignorieren die Symptome, zu denen neben morgendlichen Niesanfällen und Schnupfen auch Husten sowie erschwertes Atmen zählen. Nicht selten werden die Beschwerden mit Beginn der Erkältungssaison auch mit den Symptomen eines grippalen Infekts verwechselt. Dabei handelt es sich bei der Hausstaubmilbenallergie um einen chronischen Entzündungsprozess, der sich auf die unteren Atemwege ausbreiten kann. Wird er nicht behandelt, so entwickelt sich Experten zufolge bei 20 bis 50 Prozent der Betroffenen ein allergisches Asthma.

Was Allergiker tun können

Als wichtigste Maßnahme gilt, Räume nicht nur im Herbst, sondern zu jeder Jahreszeit stets gut zu lüften und trocken zu halten (drei bis fünf Minuten bei weit geöffnetem Fenster lüften). Da sich Hausstaubmilben gerne in Matratzen aufhalten, ist es sinnvoll, Matratzen mit Schutzbezügen zu umhüllen, um die Allergenbelastung so gering wie möglich zu halten. Nach sieben Jahren erreicht die Matratze jedoch ihr Höchstmaß an Milben und sollte durch ein neues Modell ersetzt werden. Für Allergiker eignen sich Bettgestelle ohne Kasten, denn dadurch kann die Matratzenfeuchtigkeit abdampfen. Glatte Böden sollten mindestens jeden zweiten Tag feucht gewischt werden. Untersuchungen zeigen, dass Teppichböden besser geeignet sind, denn sie können Staub einfacher binden, so dass dieser weniger durch die Luft gewirbelt wird.

Foto: Fotolia

 

 

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