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Gut geschützt den Sommer genießen

Endlich sind die trüben, kalten Tage vorbei. Die Sonne lacht vom Himmel, uns zieht es ins Freie. Damit der Spaß in der Natur ohne Folgen bleibt, sollte die Kinderhaut unbedingt geschützt werden. Hier erfahren Sie, was Sie tun können. 

Gebräunte Haut? Das war in unseren Breiten für die High Society jahrhundertelang ein absoluter Faux Pas. Vor allem für die gehobene Damenwelt war die noble Blässe auch im Hochsummer ein Muss. Direkte Sonnenexposition war etwas für den Pöbel, der im Freien im Schweiße seines Angesichts seine niedere Arbeit verrichten musste und seinen Frauen trotzdem nicht einmal einen kleinen, tragbaren Sonnenschirm kaufen konnte. Einfach undenkbar.

In der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts hat sich der Trend umgekehrt: Plötzlich war es schick, seine Hautfarbe von der Sonne periodisch um einige Nuancen dünkler färben zu lassen. Ein sonnengebräunter Body wirkte jetzt besonders attraktiv, weil er von Spaß und Erholung, von Meer und Urlaub erzählte. Und er verriet, dass seine Besitzer über das nötige Kleingeld verfügen, ihre Körper an der Mittelmeerküste goldbraun braten zu lassen. Auch, wenn es in Wahrheit nur für den Baggersee oder „Balkonien“ gereicht hat. Welchen Preis viele der Sonnenanbeter von damals zahlen müssen, zeigt sich aber vielfach erst heute. Und zwar in den dermatologischen Stationen der Krankenhäuser. Deshalb gilt: Sonnenexposition sollte nur dann stattfinden, wenn es unvermeidlich ist. Sprich: Beim Sport, Wandern, Segeln, etc. Und dabei sei es sehr wichtig, wirksame Sonnenschutzmittel zu verwenden.

Was ist der Lichtschutzfaktor?

Auf Sonnenschutzprodukten ist immer der Lichtschutzfaktor (LSF, manchmal auch SSF oder SPF genannt) angegeben. Dabei handelt es sich um nichts anderes als einen Rechenfaktor, nach dem man in Bezug auf den persönlichen Hauttyp die maximale Sonnenzeit berechnen kann. Ein Beispiel: Sie würden nach 20 Minuten einen Sonnenbrand bekommen. Wenn Sie ein Produkt mit LSF 10 benützen, können Sie sich zehn Mal länger, also 200 Minuten an der Sonne aufhalten. Dies sind allerdings Richtwerte, die eher unterschritten, keinesfalls aber überschritten werden sollten. Beachten Sie auch, dass diese Zeit auf den gesamten Tag bezogen ist. Manche glauben immer noch, dass ihnen, nachdem sie sich ein zweites Mal  eingecremt haben, noch einmal so viel Brutzelguthaben zur Verfügung steht. Wichtig: Cremen Sie sich und vor allem auch Ihre Kinder richtig ein. Das heißt nicht zu sparsam (zu dünn aufgetragen, vermindert sich der Schutzfaktor um ein Vielfaches) und auch auf jenen Hautpartien, die von Kleidung bedeckt sind. So vermeiden sie brennende Überraschungen!

Wie wirken Sonnenschutzpräparate?

Sonnencremes sind mit mineralischem oder synthetischem Sonnenschutzfilter ausgestattet. Mineralischer Sonnenschutz ist ein physikalischer Filter, der die UV-Strahlen reflektiert. Synthetischer Sonnenschutz besteht aus chemischen Substanzen, die in die Haut eindringen. UV-Strahlen werden absorbiert und in Wärme umgewandelt. Bei synthetischen Lichtschutzfaktoren sollte man etwa 30 Minuten warten und nach etwa 2 Stunden nachcremen. Für Kinder zu empfehlen sind mineralische Sonnenschutzcremes, da diese nicht tief in die Haut eindringen und schneller wirken. Werfen Sie beim Kauf auch einen Blick auf die Inhaltsstoffe: Experten empfehlen, auf jeden Fall zu Breitband-Präparaten zu greifen, da hier ein zuverlässiger Schutz sowohl vor UV-A wie auch vor UV-B-Strahlen geboten ist.

Kinder an die Sonne?

Im Sommer spielen unsere Kids gerne und viel im Freien. Dadurch sind sie der Sonne viel mehr ausgesetzt als wir Erwachsene. Wussten Sie dass wir 50 bis 80 Prozent der Sonnenstrahlen-Gesamtdosis an der in unserer Kindheit abbekommen? Schon allein aus diesem Blickwinkel ist ein zuverlässiger Sonnenschutz für Kinder unerlässlich. Besonders Kleinkinder aber sollten vor intensiver Sonnenstrahlung bewahrt werden, da ihre Haut noch nicht so viel natürlichen Schutz bietet wie die von größeren Kids und Erwachsenen. Kinderhaut ist aus mehreren Gründen äußerst sonnenempfindlich: Die Haut ist wesentlich dünner als die der Erwachsenen, die Fähigkeit, eine schützende Lichtschwiele vor Sonnenstrahlen zu bilden, muss sich erst noch im Laufe der Jahre entwickeln, und es fehlt die Eigenschaft, schnell und ausreichend Pigmente (Melanin) zu produzieren, die als natürlicher Eigenschutz gelten. Erst ab dem 5. bis 6. Lebensjahr ist diese Schutzfunktion voll ausgebildet.

Was können Sonnencremes für Kinder mehr?

Vielleicht werden Sie sich fragen, wo die Unterschiede zwischen Sonnenschutzkosmetik für Kinder und Produkten für Erwachsene sind. Nun, da gibt es mehrere Faktoren: Neben dem hohen Lichtschutzfaktor ziehen Kinderprodukte besonders schnell ein und sind oft fetthaltiger. Außerdem enthalten gute Kindersonnenpflegemittel keine Farb- und Konservierungsstoffe und Emulgatoren, zudem sollten sie parfumfrei sein. Da die meisten Sonnenschutzmittel wasserfest sind, ist auch im Planschbecken ein guter Schutz gewährleistet. Trotzdem sollte man nach dem Bad die zarte Kinderhaut erneut eincremen. Nach schönen Stunden im Freien sollten Sie nicht nur sich, sondern auch Ihren Sprösslingen mit einem guten After-Sun-Produkt (gibt es auch speziell für Kids) verwöhnen. Das beruhigt die Haut und die erworbene gesunde Bräune hält länger. Hat Ihr Kind Hautprobleme, sollten Sie besser den Kinderarzt zu Rate ziehen, er kann am besten beurteilen, welches Produkt für Ihr Kind geeignet ist. 

Nur kein Sonnenbrand

Das Wichtigste ist, dass Ihre Kinder nie zu viel Sonne abbekommen, denn die Haut ist nachtragend und vergisst keinen einzigen Sonnenbrand. Die Schäden summieren sich und 20 bis 30 Jahre später zeigen sich häufig die Konsequenzen in Form von vorzeitiger Hautalterung und im schlimmsten Fall durch auftretenden Hautkrebs. Untersuchungen zeigen einen klaren Zusammenhang zwischen der Zahl der Sonnenbrände in der Kindheit und im Jugendalter und dem späteren Entstehen von Hautkrebs auf.

Die Kleinen bleiben im Schatten

Babys und Kleinkinder haben in der prallen Sonne ohnehin nichts zu suchen. Lassen Sie die Kleinen ausschließlich im Schatten spielen und achten Sie darauf, dass sie mit einer Sonnenschutzcreme mit hohem Lichtschutzfaktor gut eingecremt sind. Nackt sollte sie auch nicht sein, denn dünne, luftdurchlässige Kleidung bietet zusätzlichen Schutz. Schwierig wird es, wenn die Kinder im Wasser plantschen, da hier meist keine Möglichkeit von Beschattung gegeben ist. Setzen Sie dem Kind unbedingt eine Kappe auf, der Körper sollte durch leichte Kleidung geschützt sein. Besonders effektiv ist Sonnenschutzkleidung, die einen Lichtschutzfaktor (so wie Sonnencremes) aufweisen. Es gibt bereits eine große Auswahl sehr hübscher, modischer Modelle. Achten Sie auch auf die Füßchen. In Sandalen bekommt das Kind schnell am Fußrist einen Sonnenbrand. Also besser geschlossene, leichte Schuhe (z.B. Esorandrilles) wählen. Auch die Augen brauchen Sonnenschutz, es gibt gute Sonnenbrillen auch schon für Kleinkinder. All dies gilt übrigens auch, wenn der Himmel bedeckt ist, denn eine dünne Wolkendecke lässt  noch immer einen Teil der UV-Strahlen durch.

Wenn die Haut doch in Flammen steht

Was tun, wenn es doch passiert ist und die Haut Feuer schreit? Ein Sonnenbrand kann die unterschiedlichsten Ausprägungen haben, von leichter Rötung bis zu regelrechten Brandblasen, Schwächegefühl und Ohnmacht. Schlimmstenfalls können die  UV-Strahlen sogar die DNA schädigen.  Jetzt hilft nur noch Schadensbegrenzung: An besten beruhigt man die malträtierte Haut mit kalten Kompressen, Topfen- oder Naturjoghurtwickeln (siehe Kasten) oder auch speziellen kühlenden Gels aus der Apotheke. Keinesfalls sollten Sie bei Sonnenbrand zu festen Salben greifen. Das Einreiben schmerzt sehr und die Haut wird zusätzlich erwärmt. Besonders wichtig ist es auch, viel zu trinken. In schweren Fällen und Blasenbildung sollten Sie unbedingt den (Kinder-)arzt aufsuchen. Er kann etwas gegen die Schmerzen und die richtige Creme verschreiben.  Wichtig: Vermeiden Sie unbedingt, dass die verletzte Haut weiter der Sonne ausgesetzt wird, bevor sie sich völlig regeneriert hat! Das kann unter Umständen Wochen dauern, ist aber absolut notwendig. Also lieber in der restlichen Urlaubszeit ein Schattendasein führen – der Gesundheit zuliebe!

Allergie oder Hitzeausschlag?

Viele Kinder bekommen nach einiger Zeit in der Sonne einen Ausschlag. Viele Eltern denken da gleich an eine Sonnenallergie. Dazu besteht aber kein Grund. Meist handelt es sich schlicht um einen Hitzeausschlag, der durch übermäßiges Schwitzen entstehen kann. Vermeiden lassen sich die lästigen Hitzewimmerln am besten durch luftige Kleidung in der man nicht ins Schwitzen kommt. Eine allergische Reaktion äußert sich durch stark juckende Pusteln, die nur an Körperstellen auftreten, die nicht von Kleidung bedeckt sind. Meist sind Menschen des Typs I betroffen. Abhilfe schaffen kühlende Gels mit einem Antihistaminikum (wirkt Juckreiz stillend). Der Arzt kann auch Medikamente verschreiben, die einer Sonnenallergie vorbeugen. Machen Sie es also in der Mittagszeit wie die Südländer – bleiben Sie mittags im Haus. Denn jetzt ist die Sonneneinstrahlung am intensivsten und damit auch am schädlichsten. Halten Sie mit Ihren Kindern Siesta – das beste und angenehmste Mittel gegen Sonnenbrand und Hitzschlag! Denken Sie auch bei langen Autofahrten daran, dass die Autoscheiben keine 100-prozentige Barriere gegen Sonnenstrahlen sind. Besonders Babys und Kleinkinder müssen daher bei Urlaubsfahrten mit Sonnenschutzcreme und Schattenspendern geschützt werden.  Mit diesen Tipps ausgestattet wünschen wir Ihnen und Ihren Kindern einen schönen, erholsamen und gesunden Urlaub!

Tipps: Sonnen ohne Reue

1. Vermeiden Sie das Sonnenbaden zwischen 11 Uhr und 16 Uhr). 



2. Kinder unter drei Jahren gehören in den Schatten.

3. Kleinkinder nur kurz und mit lockerer Kleidung, Kappe und Sonnenschutzcreme in die Sonne lassen. 

4. Nie ungeschützt in die Sonne gehen! Verwenden Sie Sonnenschutzprodukte mit SPF 50. Beim Schwimmen wasserfeste Sonnenprodukte verwenden und nach dem Baden erneut auftragen.

5. Sonnenschutz ca. 30 Minuten vor dem Sonnenbaden auftragen. 

6. Gehen Sie das Sonnenbaden langsam an. In den ersten Tagen muss sich Ihr Körper erst akklimatisieren.

7. Tragen Sie beim Sonnenbad keine oder nur sonnentaugliche Parfums oder Deodorants, sonst gibt es Pigmentflecken. 

8. Manche Medikamente erhöhen die Empfindlichkeit gegen UV-Licht. Deshalb vor dem Urlaub die Packungsbeilage lesen oder den Arzt bzw. Apotheker fragen.



10. Eine gute Sonnenbrille bewahrt Sie vor möglichen Augenschäden 

Foto: Shutterstock

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