zukunft

Leben, lieben und arbeiten anno 2040

 „Weißt du schon, was du einmal werden willst?“ Über viele Dekaden gab es für die Beantwortung dieser Frage im Grunde nur zwei Varianten. Die Ein-Wort-Variante konnte zum Beispiel „Lehrerin,“ „Koch“, „Ärztin“, „Pop- Star“ oder „Raumfahrer“ lauten. Die Zwei- Wort-Variante: „Keine Ahnung.“

Mach dein Hobby zum Beruf!

Wenn die Kinder von heute von Erwachsenen über ihre beruflichen Zukunftspläne interviewt werden und dabei mit Variante 1 antworten, treffen sie die Wahrheit damit in der Regel wohl nicht ganz. Die meisten von ihnen werden nämlich prognostizierte fünf bis 15 verschiedene Arbeitgeber haben, und sie werden im Lauf ihres Berufslebens nicht nur die Firma, sondern auch die Branche und das Betätigungsfeld immer wieder wechseln. Und allen, die mit „keine Ahnung“ antworten, sei folgender Tipp besonders ans Herz gelegt: Weil die Babys und Kids von heute einmal eine Arbeitswelt vorfinden werden, in der Engagement und lebenslanges Lernen immer wichtiger werden, ist auf jeden Fall gut beraten, wer sich ein Betätigungsfeld sucht, das ihm Spaß macht und ihn interessiert. Sprich: Mach dein Hobby zum Beruf.

Welche neuen Jobs wird es geben?

Technische Innovationen, Globalisierung, demografische Veränderungen und der Wandel der Lebens- und Konsumgewohnheiten werden in vielen traditionellen Branchen wie zum Beispiel dem verarbeitenden Gewerbe oder der Landwirtschaft für einen geringeren Bedarf an Arbeitskräften sorgen. Dafür werden im Dienstleistungsbereich vermehrt Arbeitskräfte gesucht werden, es werden aber auch neue Jobs und Berufsbilder – zum Beispiel im Bereich Umweltschutz – entstehen. Wie kann man seinen Kindern aber schon heute helfen, damit sie in der Berufswelt von morgen erfolgreich sein werden?

So geben Sie Ihrem Kind die Basics für eine erfolgreiche Karriere

„Für die Zukunft wird eine Verschiebung der Berufsstruktur hin zu höher qualifizierten Tätigkeiten prognostiziert,“ weiß Mag. Ulrike Huemer vom Österreichischen Institut für Wirtschaftsforschung. „Bildungsabschlüsse bestimmen maßgeblich die Erwerbs- und Einkommenschancen, aber auch die soziale Stellung und die Lebenserwartung. Im Erstausbildungssystem müssen Basisqualifikationen erworben und der Grundstein für weiterführende Bildungsphasen gelegt werden, sprich: Lernen zu lernen.“ Sie sollten Ihren Kids also eine möglichst gute Ausbildung ermöglichen, und gleichzeitig dafür sorgen, dass die Kleinen auch nach der Schule brav weiterpauken – Stichwort „lebenslanges Lernen“. Tipp: Gehen Sie mit gutem Beispiel voran und leben
Sie die Lust auf neues Wissen selbst vor. Das heißt zum Beispiel, dass auch Mami und Papi nicht die Antworten auf alle Fragen sofort kennen müssen, dafür aber Lernlust zeigen und sagen: „Das weiß ich jetzt nicht, aber ich weiß, wie wir das herausfinden können.“

Ersatz-Omas als neue Familienmitglieder

Beim Thema Arbeitswelt stellt sich natürlich auch die Frage: Wie viele Stunden werden unsere Kinder ihrem Beruf „opfern“ müssen – und wie viel Zeit werden Sie für Ihre Familien haben? „In den Jahren um 2040 werden wir viel weniger über Arbeitszeiten sprechen als heute,“ meint Susanne Westphal, Zukunftsexpertin für Familie und Beruf am Zukunftsinstitut von Matthias Horx. „Theoretisch wird man zwar weniger arbeiten, praktisch werden Arbeits- und Freizeit aber mehr und mehr miteinander verschwimmen. Und für die Zeit, die übrig bleibt, wird die eigene Familie eine ganz wichtige Rolle spielen.“
Wobei das „klassische“ Familienmodell seine Monopol-Stellung zunehmend mit anderen Familienmodellen teilen wird. Vor dem Hintergrund einer  globalisierten Welt und einer Biografie mit etwa 10 verschiedenen Jobs – möglicherweise inklusive der damit verbundenen Ortswechsel – wird das Bedürfnis nach Sicherheit und Stabilität im privaten Bereich Experten zufolge immer öfter mit mehreren „Lebensabschnittspartnern“ befriedigt werden. „Auch verschiedene Familien werden sich immer öfter neu „zusammenwürfeln“, Patchwork-Familien werden immer alltäglicher werden,“ sagt Westphal. Auch neue „Familienersatz-Lebensgemeinschaften“ wie etwa Wohngemeinschaften von allein erziehenden Eltern sollen entstehen. Und viele ältere Menschen, die selber keine Familie haben oder sich etwas dazuverdienen müssen, werden als Haushaltshilfen oder „Ersatz“-Omas Anschluss an junge Familien finden, während die „echte“ Oma vielleicht noch voll im Berufsleben steht, oder ihre Pension zu ausgedehnten Reisen nutzt.

Digi-Wände & eigene Fabriken: So wird Ihr Baby einmal wohnen

„Im Jahr 2040 wird jeder Haushalt eine kleine ‚Fabrik‘ haben, die etwa so groß wie ein E-Herd sein wird,“ meint Harry Gatterer, Gründer und kreativer Kopf der Lifestyle Foundation in Kufstein. „In wenigen Sekunden kann ein Teller, eine Gabel oder eine Schüssel gefertigt werden. Die digitalen Vorlagen und Rechte kauft man im Internet, so wie man heute einen Song als mp3 aus dem Netz lädt. Teller und Co. werden nach Gebrauch wieder  eingeschmolzen und für die nächste Produktion verwendet.“ Digitale Displays sollen zu dieser Zeit so dünn wie Papier sein, und auch so verwendet werden. Als eine Art Tapete werden sie dem Trendforscher zufolge dafür sorgen, dass die eigenen vier Wände der Babys von heute interaktiv sind und Multimediales wie Filme oder Websites liefern. Fernsehgeräte werden dann wohl nur mehr als Relikte einer technologischen Übergangszeit betrachtet werden. Und was sollen Eltern beachten, die ein Haus planen, das sie später einmal ihren Kindern „vererben“ wollen? „Vor allem müssen Eltern damit rechnen, dass ihre Kinder dieses Haus vielleicht nie haben wollen, weil sie lieber ihre eigenen Ideen umsetzen und ausleben wollen,“ meint Gatterer. Dennoch ein Tipp: Planen Sie auf jeden Fall ein großes Bad ein. Das Badezimmer wird 2040 nämlich die Küche als den wichtigsten Raum abgelöst haben.

 

Tipp: Investieren Sie in die Bildung Ihrer Kinder Bildungsabschlüsse werden zunehmend wichtiger und bestimmen maßgeblich die Erwerbs- und Einkommenschancen, aber auch die soziale Stellung und die Lebenserwartung.

 

„Technisches Wissen, Organisationstalent, Fremdsprachenkenntnisse und laufende Weiterbildung werden im Jobleben immer wichtiger.“ Mag. Ulrike Huemer, Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung

„Das Familienmodell wie wir es seit den 50iger Jahren kennen, wird allmählich verschwinden. Neue Familienkonstrukte werden Stabilität und Halt bieten.”
Susanne Westphal, Zukunftsexpertin für Familie und Beruf, Zukunftsinstitut

„2040 werden in den Häusern digitale Displays wie Tapeten an den Wänden kleben. Dort verschmelzen Rundfunk, Web & Entertainment.” Harry Gatterer, Trendforscher, Gründer und Leiter der Lifestyle Foundation.


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