stillen

Leckerbissen für Babys

Schnitzel, Fastfood und wenn der kleine Hunger zwischendurch zu quälen beginnt, darf es auch mal Schokolade sein – den Essgewohnheiten von uns Erwachsenen sind keine Grenzen gesetzt. Ganz anders bei Babys. 

Muttermilch ist für Neugeborene ein wahrer Zaubertrank. Sie liefert alle lebenswichtigen Nährund Vitalstoffe in optimaler Zusammensetzung, perfekt dem Alter und der körperlichen Entwicklung des Kindes angepasst. Sie ist jederzeit verfügbar und zwar in der optimalen Trinktemperatur, frei von Keimen und Allergieauslösern. Ideal für den empfindlichen Magen- Darm-Trakt des Neugeborenen. Die Energie, die das Baby zum Wachstum benötigt, bekommt es zu 40 Prozent aus den Kohlehydraten, wie dem Milchzucker Laktose. Die Muttermilchfette decken fast den gesamten restlichen Energiebedarf und spenden  wertvolle ungesättigte Fettsäuren. Der Eiweißgehalt ist niedriger als jener der Kuhmilch, da ein Zuviel an Eiweiß speziell die noch unausgereiften Nieren überlasten würde. Für den Knochenaufbau nötiges Kalzium und das besonders für den Sauerstofftransport und die Gehirnentwicklung wesentliche Eisen werden vom Säugling aus der Muttermilch aufgenommen. Auch die Vitaminversorgung, vor allem an Vitamin A, C und E, ist bei gestillten Babys optimal gewährleistet. Mediziner empfehlen, in den ersten vier bis sechs Monaten ausschließlich zu stillen.

Stillen fördert die Mutter- Kind-Beziehung

Stillen ist aber mehr als nur optimale Nährstoffzufuhr: Durch die hautnahe Beziehung von Mutter und Kind entstehen Geborgenheit und Nähe. Beides wesentlich für die seelische Gesundheit. Kurz nach der Geburt ist der Saugreflex besonders stark: Ideal also, das Baby sofort anzulegen, denn das Saugen regt die Milchbildung an. Je öfter angelegt wird, desto größer wird die Milchmenge. Geben Sie dem Neugeborenen so oft die Brust, wie es Hunger meldet. Das kann in den ersten Wochen durchaus alle eineinhalb Stunden sein. Am Anfang jeder Mahlzeit kommt dünne Milch zum Durststillen, nach wenigen Minuten folgt die kalorienreichere Muttermilch gegen den Hunger. Es vergeht rund eine Woche, bis sich die Produktion eingependelt hat. Die Sorgen mancher Mütter, ihr Baby könnte nicht satt werden, ist dann unbegründet, wenn es pro Woche 100 bis 200 Gramm zunimmt und rosig und munter wirkt. Krisen, in denen das Kleine nicht trinken will, sind normal und sollten kein Grund für zu frühes Abstillen sein. Versuchen Sie es mit einem Wechsel der Position oder Fragen Sie eine Stillberaterin.

Auf den Inhalt kommt es an

Damit Ihrem Kind die tägliche Mahlzeit besonders gut schmeckt, sollten Sie Ihre Brust nur mit warmem Wasser waschen. Der Geruch von Seife oder  sonstigen künstlichen Düften irritiert feine Babynasen und könnte zum Trinkboykott führen. Ist Ihr Baby allergiegefährdet, sollten auch Sie den Konsum jener Lebensmittel einstellen, die zu den häufigsten Allergieauslösern zählen (Eier, Milchprodukte, Nüsse, glutenreiche Produkte). Da die  Zusammensetzung der Muttermilch direkt mit der Ernährung der Stillenden zusammenhängt, sollte auf eine vitalstoffreiche Kost, mit einem hohen Anteil an Bioprodukten Wert gelegt werden. Reichliches Trinken von stillem Mineralwasser, Früchtetees sowie verdünnten Obst- und Gemüsesäften regt den Milchfluss an. Kräuter wie Petersilie, Salbei oder Pfefferminze hemmen die Milchbildung. Knoblauch, Zwiebel und Kohl können über die Muttermilch zu unliebsamen Blähungen beim Neugeborenen führen.

Alternativen im Fall des Falles

Sollte Stillen nicht möglich sein, gibt es gute Ersatzfertigmilch. Zunächst stehen so genannte „Pre“-Milch-Produkte zur Verfügung. Sie sind in ihrer Vitalstoffzusammensetzung weitgehend der Muttermilch angepasst und können sowohl ausschließlich als auch zur Muttermilch zugefüttert werden. Einen Ersatz für das „Immunstoffpaket“ Muttermilch können Fertigprodukte allerdings nicht bieten. Wird ein Säugling mit einem „Pre“-Produkt nicht mehr völlig satt, oder kann die Mutter nicht mehr stillen, ist es in den ersten vier Monaten möglich, auf eine gehaltvollere Babymilch Nummer eins umzusteigen. Für allergiegefährdete Babys stehen so genannte „H.A.“ (für hypoallergen) Nahrungen zur Verfügung. Sie enthalten wertvolles Eiweiß, das durch ein spezielles
Herstellungsverfahren verändert und in sehr kleine Teile zerlegt wird. Dadurch sinkt das Risiko, dass der Organismus das Eiweiß als fremd entlarvt und eine Abwehrreaktion, sprich Allergie, auslöst. Aber selbst solche Milchprodukte können das Allergierisiko nur senken, sie bieten keinen hundertprozentigen Schutz. Vorsicht ist geboten, wenn das Baby bereits an Kuhmilch-Allergie leidet. Dann dürfen selbst diese Produkte nicht gefüttert werden, weil sie ja noch eine Restmenge des Kuhmilch-Eiweißes enthalten. Alternativen sind mit dem Arzt abzuklären, da auch Sojamilch zu allergischen Reaktionen führen kann. Tierische Milch wird von Ärzten zur Zubereitung von Flaschennahrung im gesamten ersten Lebensjahr nicht empfohlen.

Leckeres mit dem Löffel

Spätestens ab dem sechsten Monat gibt es für Babys nicht mehr ausschließlich Milch. Wenn Ihr Kind nach dem Austrinken der Brüste unruhig wird und seine Händchen in den Mund steckt, hat es ganz offensichtlich Hunger. Was tun? Bevor Sie im Drogeriemarkt Beinahrung kaufen, sollten Sie Ihr Kind mit Obst an feste Nahrungsmittel gewöhnen. Ideal dafür geeignet sind Äpfel, Bananen und Karotten. Zunächst sollten nur zwei bis drei kleine Löffel   Gemüsemus zusätzlich zur Muttermilch gefüttert werden. Erst wenn es sich daran gewöhnt hat, macht Gläschennahrung Sinn. Mit der Löffelkost beginnt für das Baby ein neuer Ernährungsabschnitt. Bisher hat es Mutter- oder Flaschenmilch hinuntergeschluckt, dadurch kam das im Speichel vorhandene Verdauungsenzym Amylase noch nicht zum Einsatz. Das ist nun anders. Die Verdauung des Breis beginnt bereits mit dem Einspeicheln im Mund – das Enzym bereitet die Kohlenhydrate auf. Für das Kind ist die neue Art der Nahrungsaufnahme eine große Umstellung, die langsam erfolgen sollte. Bisher war Mamas Brust sein Lebensmittelpunkt, jetzt soll es plötzlich ein Löffel sein. Beginnen Sie deshalb langsam, ersetzen Sie Woche für Woche eine Mahlzeit, damit sich das Baby in Ruhe umstellen kann. Achten Sie darauf, dass die Portionen anfangs klein sind, damit der Verdauungstrakt nicht  überfordert wird. Der Brei sollte außerdem vom Löffel fließen und gehört keinesfalls in die Flasche. Wenn der Babybrei zu wenig süß oder fad schmeck, so sollten Sie trotzdem nicht nachsüßen oder würzen. Ihr Kind hat ein ganz anderes (noch unverdorbenes) Geschmacksempfinden als Sie. Da das Baby in der ersten Zeit nur minimale Mengen zu sich nimmt, ist die Gläschenkost sehr praktisch. Ein wesentlicher Vorteil sind genaue Kontrollen, die  garantieren, dass keine Nitrat- und Schadstoffe in der Nahrung vorhanden sind. Babykost, besonders wenn sie als erste Beikost geeignet ist, unterliegt strengsten Bestimmungen. Einige Anbieter beziehen ihre Rohstoffe daher aus kontrolliert ökologischem Anbau. Wesentlich kostengünstiger ist bei regelmäßiger Breimahlzeit natürlich Selbstkochen. Achten Sie aber unbedingt auch hier auf frische Zutaten. Verzichten Sie darauf, Breireste im Kühlschrank aufzuheben und bei Bedarf wieder aufzuwärmen. Es besteht die Gefahr, dass sich Krankheitskeime darin vermehrt haben. Ob Sie selbst kochen oder Ihr Baby mit Fertignahrung füttern, wichtig ist, dass Sie ihm genügend zu trinken geben. Denn feste Nahrung erhöht den Flüssigkeitsbedarf.

Gut ist, was drinnen ist - was darf Babybrei beinhalten?

Ja: Viel frisches Obst und Gemüse, am besten jedoch nicht zu stark vermischt. Honig, Malz, Trauben- oder Fruchtzucker. Adaptiertes, leicht verdauliches
Milcheiweiß.
Nein: Eiweiß, das nicht dem der Muttermilch angepasst ist, es ist schwer verdaulich. Kuhmilch erst ab dem ersten Lebensjahr. Kristallzucker, Salz und Gewürze. Zu wenig Flüssigkeit (Angaben beachten).

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