Babypo fotolia credit Podfoto Kopie

Wenn der Babypo brennt

Kinderarzt Dr. med. Jürgen Hower erklärt, was Eltern bei einem geröteten Windelpo tun können.

 

Babyhaut ist weich und verletzlich. Sie wird vor allem im Windelbereich durch Nässe und Ausscheidungen strapaziert, die die Barrierefunktion der Haut stören. Keime, Pilze und Bakterien können so schneller eindringen. Deshalb leiden fast alle Babys und Kleinkinder im Windelbereich irgendwann einmal unter einer geröteten und wunden Haut. Bei etwa sieben von zehn Babys entwickelt sich daraus in den ersten zwölf Lebensmonaten eine Windeldermatitis.

 

1. Was ist eine Windeldermatitis und woran erkennt man sie?

Windeldermatitis, auch Windelausschlag genannt, wird zunächst als eine mit einer Rötung beginnende Hautirritation im Windelbereich definiert. Im weiteren Verlauf können Schwellungen, Blasen und Hautverletzungen hinzukommen. Generell sollten Eltern jede Form der Hautrötung beachten und behandeln.

 

2. Wie kommt es zu diesem Ausschlag?

Der Babypo ist durch Urin, Stuhl und mechanische Reize einer hohen Belastung ausgesetzt. Liegt das Kind längere Zeit in einer nassen Windel, quillt die Haut auf und die natürliche, noch nicht voll entwickelte Barrierefunktion wird gestört. Das feuchtwarme Klima und der gestörte Säureschutzmantel im Windelbereich begünstigen das Wachstum von Keimen, Bakterien und Pilzen. Diese können dann auch leichter in die bereits geschädigte Haut eindringen. Vor allem der Befall mit Hefepilzen stellt eine häufige Ursache der Windeldermatitis dar.

 

3. Welche Symptome treten auf?

Aufgrund der vermehrt schmerzenden und juckenden Haut fühlt sich das Baby unwohl, wird unruhig und beginnt häufig zu quengeln oder zu schreien. Am Anfang lässt die gerötete Haut keinen sichtbaren Hinweis auf den Erreger zu. In einem späteren Stadium schuppt sie sich – vor allem bei einer Pilzinfektion. Manchmal entwickeln sich sogar blutige und offene Stellen. Das geschieht oft, wenn weitere Erreger hinzukommen. Wird die Windeldermatitis dann nicht behandelt, besteht das Risiko, dass sich die Infektion über den Windelbereich hinaus ausweitet.

 

4. Wie lässt sich die Windeldermatitis behandeln?

Eine Erregersuche ist normalerweise nicht erforderlich, da vor allem die am häufigsten vorkommenden Pilzinfektionen, aber auch bakterielle Infektionen mit einiger Sicherheit erkannt und gezielt behandelt werden können. Bereits bei den ersten Anzeichen sollte vorbeugend eine Creme mit hohem Zinkanteil auf die betroffenen Stellen aufgetragen werden. Dadurch wird die Haut geschützt. Eine Creme mit einem Zink-Nystatin-Komplex ist aufgrund der guten Verträglichkeit von Nystatin auf der Haut besonders bei häufiger Infektion mit Candida-Pilzen geeignet. Zink beziehungsweise Zinkoxid stoppt den Juckreiz, trocknet feuchte Hautstellen ab und entzieht Hefepilzen dadurch die Grundlage.

 

5. Wie pflegt man die Babyhaut richtig?

Die Haut von Neugeborenen ist extrem empfindlich, da die einzelnen Hautschichten und der Säureschutzmantel noch nicht ausgereift sind. Sie bilden in der Regel eine natürliche Barriere gegen Keime und Bakterien. Die tägliche Hygiene darf die sensible Babyhaut deshalb nicht reizen oder verletzen. Eltern sollten ihr Kind vor allem in den ersten Lebensmonaten nur maximal dreimal pro Woche baden – nicht zu lange und nicht zu heiß. Baden belastet die Haut weniger als Waschen, da kein Lappen oder Schwamm benutzt werden muss. Es konnte auch gezeigt werden, dass für Säuglinge entwickelte Waschgels und Cremes den Wasserverlust der Haut minimieren. Dieser würde beim Baden nur mit Wasser und ohne nachfolgendes Cremen entstehen.

 

6. Was können Eltern noch für die Hautgesundheit ihres Babys tun?

Das Entstehen der Windeldermatitis kann durch eine falsche Ernährung oder einen Magen-Darm-Infekt begünstigt werden. Zu viel Zucker in der Nahrung unterstützt das Wachstum von Pilzen. Achten Sie deswegen bei der Wahl der Lebensmittel auf den Zuckeranteil. Bei Durchfall schädigt die vermehrt im Stuhl anfallende Säure die Haut. Wechseln Sie deswegen rechtzeitig die Windeln, da sonst der zucker- bzw. säurehaltige Stuhl die Haut am Po noch mehr reizt.

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