baby schnuller

Nicht ohne meinen Schnuller

Wer hätte das gedacht: Der Schnuller hat eine rund 3.000-jährige Geschichte. Aus Lumpen wurden seine frühen Vorläufer gefertigt und mit Mehl oder Honig gefüllt. Bisweilen war sogar Alkohol oder Mohnsamen zugesetzt, um Kinder ruhig zu stellen. Die Geburtsstunde des modernen Schnullers schlug 1845: Der erste Gummisauger wurde patentiert. Eine emsige Weiterentwicklung des Schnullers setzte ein. Doch am
Beginn des 20. Jahrhunderts entbrannte eine heftige Diskussion um seine Vor- und Nachteile. Inzwischen ist die Debatte weniger hitzig. Der Schnuller ist heute aus hochwertigen Materialien gefertigt und fehlt in keiner Baby-Ausstattung. Er ist zur Befriedigung des kindlichen Saugbedürfnisses weitgehend akzeptiert. In den modernen Industrienationen genießen 80 Prozent aller Babys die beruhigende Wirkung eines Schnullers.

Entspannung für die Kleinsten
Babys lieben Saugen. Etwa ab der 14. Schwangerschaftswoche kann der Nachwuchs mittels Ultraschall beim Saugen an seinen Fingern beobachtet werden. So entspannt das Kind und bereitet sich auf die Nahrungsaufnahme nach der Geburt vor. Denn dann geht’s erst richtig los! Das Saugbedürfnis im ersten Lebensjahr ist enorm: Der Hunger ist gestillt und das Kind saugt munter weiter. Nichts entspannt ein Baby mehr. Stress, Unbehagen und Anspannung sind im Nu vergessen. Kein Wunder, dass es alles, was in Reichweite ist, auf seine Qualitäten als Saugobjekt testet. Finger, Kuscheltiere, Tücher oder Schnuller – es gibt nichts, das nicht probiert wird. Das Allergrößte für die Kleinsten: In den Armen der Eltern liegen und saugen.

Ruhe für die Eltern
Doch nicht alles, woran ein Kind freudig saugt ist auch ein guter Sauger. Neben der Mutterbrust unterstützt nur der Schnuller die gesunde Entwicklung. Wer sein Baby nicht jederzeit zum Saugen an die Brust legen will oder kann, ist damit bestens beraten. Denn hochwertige Schnuller sind anatomisch korrekt geformt und qualitätsgeprüft. So wird das Saugen zum reinen Vergnügen! Und entspannte Babys sorgen dafür, dass auch Eltern relaxen können.
Im zweiten Lebensjahr nimmt das große Saugbedürfnis langsam ab. Zunehmend interessiert das Baby sich für feste Nahrung. Schließlich wollen die ersten Zähne erprobt werden! Außerdem lässt seine Leidenschaft für fröhliches Geplapper dem Kind weniger Gelegenheit zum Saugen. Das ist die ideale Zeit, langsam mit dem Abgewöhnen des Schnullers zu beginnen. So ist die Gewohnheit spätestens bis zum dritten Geburtstag aufgegeben – perfekt für die weitere gesunde Zahn Entwicklung!

Babys sind Saug-Profis
Es dauert nicht lange und das Trinken ist zur Routine geworden: Das Baby beherrscht die Technik und die Eltern erkennen untrüglich, wann es Hunger signalisiert. Das gilt für Still-Spezialisten genau wie für Flaschen-Experten. Spätestens jetzt wird deutlich, wie groß das kindliche Saugbedürfnis ist: Ein Baby befriedigt es durchschnittlich alle
13 Minuten! Viel häufiger als Essen sind Entspannung und Geborgenheit das Ziel des kindlichen Saugens. Da ist ein Schnuller die ideale Unterstützung. Keine Sorge, Babys sind wahre Saug-Profis: Zwischen dem Saugen am Schnuller und dem Saugen zur Nahrungsaufnahme können sie kinderleicht unterscheiden. Und sie mögen beides – jedes zu seiner Zeit. Timing ist alles

Eine Frage der Größe
Schnuller werden in verschiedenen Größen angeboten. Das ist gut so. Denn es gibt große Unterschiede zwischen winzigen Neugeborenen und gar nicht mehr so kleinen Krabbel-Experten. Mund und Kiefer entwickeln sich rasend schnell. Schließlich ist Wachsen die Königsdisziplin der ersten Lebensjahre. Und der Schnuller wächst mit: Die passende Schnullergröße unterstützt die gesunde Entwicklung. Altersangaben
auf den Verpackungen dienen als Richtwerte. Doch jedes Kind ist einzigartig. Große und kräftige Babys wechseln die Schnullergröße früher als kleine, zarte Sprösslinge. Im Zweifel gilt: Lieber einen etwas zu kleinen als einen viel zu großen Schnuller anbieten.

Schnuller und Zahngesundheit
Feuchte Unterstützung für die Gesundheit ist der Speichel: Er spült Bakterien weg und bekämpft mit seinen Abwehrstoffen Krankheitserreger. Für mehr davon sorgt der Schnuller, denn Saugen regt die Speichelproduktion an. Schnuller regelmäßig sterilisieren/auskochen und nach etwa ein bis zwei Monaten austauschen: So haben Keime keine Chance. Ein Schnullerband sorgt dafür, dass der Sauger nicht auf den Boden fällt. Ein sauberer Schnuller ist gut. Eltern sollten ihn aber niemals durch Ablecken „reinigen“. Neben anderen Keimen ist auch Karies auf diese Weise übertragbar. Mikrobiolgische Tests zeigen: Ein auf den Boden gefallener Schnuller weist eine geringere Keimzahl auf, als ein von Eltern abgeleckter. Also lieber mit Umweltkeimen in den Kindermund stecken – das gilt auch für Löffel. Ein sterilisierter Schnuller ist in einem kleinen Behälter oder einem Täschchen wie dem sauber aufbewahrt und stets einsatzbereit.

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