baby wintere

Gut geschützte Babyhaut

Die Haut spannt schnell, wird trocken und rissig auch Erfrierungen können auftreten – speziell bei Babys.

Babyhaut sieht nicht nur zart und empfindlich aus, sie ist es auch: bis zu fünf Mal dünner als die von Erwachsenen. Kälte ist für das Gewebe genauso gefährlich wie Hitzeeinwirkung, Erfrierungen werden wie auch Verbrennungen beziehungsweise Verbrühungen in unterschiedliche Grade (I – IV) eingeteilt. Wobei in der Regel gilt: Je jünger ein Mensch ist, desto empfindlicher ist seine Haut. Für die kalten Monate heißt das: Babyhaut kühlt wegen ihres hohen Wasseranteils schneller aus, weil sie auch mehr Feuchtigkeit abgibt. Die dabei entstehende Verdunstungskälte kommt dann sozusagen zur Haut zurück. Deshalb neigt Babyhaut auch bei geringer Kälteeinwirkung zu Symptomen und kann sogar bei Plusgraden Erfrierungen erleiden, zum Beispiel an windigen Tagen, oder bei hoher Luftfeuchtigkeit. Da in unseren Breitengraden im Winter oft eine Kombination beider Faktoren im Freien wartet, ist Vorsicht und Schutz angebracht.

Kinder können sich nicht gegen die Kälte wehren
Eine prolongierte Kälteeinwirkung auf die Haut führt zu Erfrierungen, die sich als Grad I-Erfrierung als Rötung, Schwellung und als Schmerz bemerkbar machen kann. Chronische Kälteeinwirkung auf die Haut kann an den „Akren“, also an Wangen und Nase zur Kapillarektasie, der Erweiterungen der kleinsten Gefäße führen. Die „gesunden“ roten Backen sind also Erfrierungen! Umso wichtiger ist der richtige Hautschutz auch an Tagen, an denen die Flüssigkeit im Thermometer noch nicht unter den Nullpunkt gesunken ist. Präventivmaßnahmen sind wichtig: Kälteeinwirkung ist schmerzhaft, Erwachsene werden diese Symptome richtig deuten und versuchen, weitere Kälteeinwirkung zu vermeiden. Kleine Kinder dagegen sind dabei auf „fremde“ Hilfe angewiesen, die Maßnahmen können zu spät kommen, wenn das Kind nicht weint, oder wenn seine Schmerzäußerungen falsch verstanden werden.

Der richtige Schutz gegen die Kälte

+ Bei windigen Tagen und längeren Aufenthalten im Freien sollte Sie Ihr Baby auch bei Plusgraden mit einer Kälteschutzcreme und warmer Kleidung (Anorak mit Kapuze, etc.) schützen.
+ Verwenden Sie für Ihre Kleinen eine Kälteschutzcreme mit möglichst hohem Fettanteil und ohne Wasser.
+ Je kälter es ist, desto kürzer sollten Sie mit Ihrem Baby nach draußen gehen.
+ Bei längeren Aufenthalten im Freien lässt die protektive Wirkung der Cremes allmählich nach. Hilfreich ist dabei z.B. ein Anorak mit großer Kapuze, die einen Fellrand hat. Dadurch entsteht nämlich ein „Individualklima“ um das Gesicht, die Windwirkung wird geringer, die Unterkühlung wird reduziert. Dieser so genannte „Eskimoeffekt“ kann auch mittels Fellsack im Kinderwagen und aufgestelltem Verdeck erreicht werden.

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