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Hilfe bei Dreimonats-Koliken

Die praktischen Ärztinnen und Homöopathinnen Dr. Katrin Strauch und Dr. Gloria Kozel lindern Bauchschmerzen und Blähungskoliken bei Säuglingen mit homöopathischen Arzneien.

In den ersten Lebensmonaten eines Kindes sind die Eltern oft mit quälenden Bauchschmerzen des Babys beschäftigt. Der Verdauungstrakt muss sich erst an die Nahrung anpassen und das führt bei manchen zu Problemen. „Homöopathische Arzneien können hierfür hilfreich eingesetzt werden, so Dr. Katrin Strauch, Allgemeinmedizinerin und Expertin für homöopathische Medizin in Wien. „Wichtig bei der Wahl des Arzneimittels ist es, auf die individuellen Eigenheiten der Kleinen zu achten.“
Auch ein Baby kann sich schon ganz spezifisch ausdrücken. Folgende Beschwerden sind zu beobachten und helfen uns, die richtige Arznei zu finden. Die richtigen Fragen lauten:
Wann treten die Schmerzen auf – zu welcher Zeit, in welcher Situation?
Wie werden die Beschwerden geäußert  - schreien, wimmern, strampeln, Unruhe?
Wie reagiert das Kind auf die Schmerzen – zusammenkrümmen, nach hinten strecken, strampeln? Was hilft in der Situation – Bewegung, Wärme, Druck, Stuhl- oder Windabgang?
„Sehr wichtig für uns ist es, die Gemütsverfassung in der Situation zu beobachten und zu berücksichtigen“, so Gloria Kozel, Allgemeinmedizinerin und Homöopathin in Graz. Ist das Kind eher weinerlich und jammert, oder wird es zornig? Ist es lebhaft, unruhig oder eher passiv? Wie reagiert es auf angebotene Maßnahmen? „Da es sich um kleine Wesen handelt, die die ersten Monate nach der Geburt eine Einheit mit ihrer Mutter bilden, fragen wir auch immer nach Schwangerschaft und Auffälligkeiten während der Entbindung – auch diese werden in die Arzneiwahl einbezogen.“

Chamomilla (Echte Kamille):
Ein Säugling, der Chamomilla als Arznei für seine Beschwerden benötigt, ist sehr gereizt, grantig, zornig. Die Kinder schreien viel und laut, wollen herumgetragen werden, aber bald passt diese Position wieder nicht – man könnte diese Stimmung als launenhaft charakterisieren. Die Mutter kann es dem kleinen Patienten nicht wirklich recht machen. Kaum, dass sie das Kind niederlegt, will es wieder aufgenommen werden.
Die Blähungskolik kommt wellenartig: in den Schmerzen krümmt sich das Kind zusammen oder dehnt sich nach hinten durch. Die Wangen sind oft gerötet, das Kind schwitzt besonders am Kopf. Der Stuhl ist schleimig, grünlich wie gehackter Spinat, Winde und Stuhl stinken. Schlechte Zeit: abends bis Mitternacht.
Die Mutter berichtet, dass die Wehen unter der Geburt unerträglich schmerzhaft waren, sie hatten nach oben statt nach unten gedrückt. Sie erinnert sich an einen unerklärlichen Ärger in der Geburtssituation.

Belladonna(Tollkirsche):
Die Mutter eines Kindes, das Belladonna für seine Bauchschmerzen braucht, berichtet von blitzartig einsetzenden Wehen, der Muttermund sei erst spät oder gar nicht aufgegangen.
Dass Belladonna bei Dreimonatskoliken helfen könnte, signalisiert gereiztes, lautes Weinen. Die Händchen des Babys sind kalt, dagegen ist der Kopf heiß! Die Schmerzen kommen wie bei Chamomilla ebenfalls plötzlich, das Kind biegt sich zurück. Besser werden die Schmerzen, wenn man das Kind auf den Bauch legt.

Fallbeispiel Viktor, 5 Wochen:
Die Geburt war dramatisch. Nach langer, eher erfolgloser Wehentätigkeit ist Viktor im Geburtskanal gesteckt, es musste ein Kaiserschnitt gemacht werden.

Die Beschwerden: die Eltern berichten von heftigen Blähungen, schlechter in der Nacht, die lang nicht abgehen. Der Bauch wird hart, Viktor zieht die Beine an, streckt sie wieder aus und biegt sich nach hinten durch. Er schwitzt im Nacken bei den Schmerzen, die Hände sind kalt. Der kleine Bub erbricht öfter nach dem Stillen, der Stuhl ist flüssig.
Viktor hat gerne Gesellschaft, will getragen werden. Die Mutter hat den Eindruck, dass ihr Sohn ein eigensinniges Kind ist!
Belladonna D 30, jeden 2.Tag gegeben, hat in nur acht Tagen geholfen, die Schmerzen zu besiegen.
Säuglinge, die Chelidonium majus (Schöllkraut) als Arznei brauchen, haben einen müden und  „sorgenvollen“ Gesichtsausdruck, sie sind blass, dunkle  Augenringe zeichnen das Gesicht. Kalte Hände. Die heftigen, anfallsartigen Bauchschmerzen sind schlechter vor dem – wässrigen - Stuhl und gegen 16 Uhr. Heftige Blähungen können den Nabel nach innen ziehen. Auch hier bringt Bauchliegen wie bei Belladonna Verbesserung.

Fallbeispiel Klaus, zwei Monate:
Julian kam sechs Tage zu früh wegen Wehenschwäche mit Kaiserschnitt zur Welt. Die Schwangerschaft verlief unproblematisch.
Julian hat starke Bauchschmerzen vor dem Stuhl. Er streckt sich durch, biegt sich nach hinten, strampelt mit den Beinchen. Die Mutter berichtet, dass Julian immer Appetit hat, er möchte oft trinken – dann reißt er an der Brust, ist ärgerlich bis zornig – alles geht zu langsam – ungeduldig! Julian hat oft Schluckauf.
Auffällig ist sein blasses, fahles Gesicht, deutlich dunkle Ringe unter den Augen. Der kleine Bub zappelt die ganze Zeit, seine Händchen sind kalt. Er wirkt sehr bestimmend.
Chelidonium D 30 jeden 2.Tag – nach einer Woche sind die Koliken deutlich seltener geworden, die Hände warm, der Stuhl wird fester. Wegen Verstärkung der psychischen Symptome: Julian ist noch unzufriedener, noch ungeduldiger und schreckt plötzlich hoch aus dem Schlaf – erhält er eine Gabe Chelidonium D 200  – damit ist das Problem gelöst.

Eine wichtige Arznei für Dreimonatskoliken ist Lycopodium, Bärlapp:
Die Bauchschmerzen beginnen schon während des Stillens oder sofort danach, die allerschlechteste Zeit: 16 – 20 Uhr. Das Kind will trotz der Schmerzen weitertrinken, es schreit immer wieder laut auf. Auffällig ist, dass Säuglinge in den Schmerzen keinen Druck auf dem Bauch ertragen – Stillsituation! - sie wollen auch nicht massiert werden. In der Kolik ziehen sie die Beine an. Die heftigen Blähungen gehen laut ab, es wechselt oftmals Durchfall mit Verstopfung. Der erste Stuhl kann hart sein, danach flüssig.
Gelegentlich kann auch eine Verstopfung die Ursache von Bauchschmerzen sein. Auch hierfür bietet der homöopathische Arzneischatz Hilfe:
Calcium carbonicum: ist geeignet für Kinder, die bei der Verstopfung  zufrieden sind,  es stört sie nicht. Seltener Stuhlgang mit Unverdautem. Es sind eher ängstliche Kinder, die sich langsam entwickeln, spät zu laufen und zu sprechen beginnen, späte Zahnung. Sie schwitzen am Kopf.
Nux vomica (Brechnuss): Verstopfung mit erfolglosem Stuhldrang, je mehr sich das Kind anstrengt, umso weniger geht’s. Der Stuhlgang ist unvollständig, es werden nur kleine Mengen abgesetzt, diese sind hart wie kleine Bällchen. Der Bauch ist aufgebläht. Die Kinder sind kälteempfindlich. Das Gemüt ist eher reizbar, ärgerlich.
Alumina (Tonerde): sehr hartnäckige Verstopfung. Der Stuhlgang ist sehr anstrengend, auch wenn der Stuhl weich ist. Die Kinder empfinden keinen Stuhldrang, haben oft Bauchschmerzen, lange bevor der Stuhl abgesetzt wird. Stärkehaltige Nahrung (wie Kartoffel) kann schlecht verdaut werden, macht Völlegefühl und Aufstoßen. Homöopathische Arzneien gibt man Kindern am besten in Form von Zuckerkügelchen (Globuli) in der Potenz D 6 – D 30 gleich in den Mund, solange Beschwerden bestehen.






Kommentare   

0 #1 Miquel 2017-06-13 11:23
Toller Artikel, gefällt mir gut. Ich habe diesen auf Social Media geteilt
und ein paar Likes dazu bekommen. Weiter so!



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