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Babyohren auf dem Prüfstand

Lena ist das bravste Baby der Welt. Sie schläft tief und fest, selbst wenn ihr Bruder im Kinderzimmer lärmt oder der Fernseher wieder einmal viel zu laut ist. Die Eltern sind glücklich, ob sie es in einigen Jahren auch noch sein werden, ist fraglich, denn Lena kann nichts hören. Niemand hat es bemerkt. Wie auch. Etwa eines von 500 Kindern kommt schwerhörig oder taub zur Welt. Wird kein Hörtest vorgenommen, dann wird die Behinderung oft erst im Alter zwischen zwei und vier Jahren erkannt. Äußerst selten wundern sich Eltern darüber, wenn das Kleinkind laute Geräusche ignoriert oder nicht reagiert, wenn es beim Namen gerufen wird. Der Schock ist umso größer, wenn die Sprachentwicklung zurückbleibt und sich im Zuge von Untersuchungen herausstellt, dass das Kind nichts hört. Dann ist es in den meisten Fällen jedoch schon zu spät, um Defizite auszugleichen.

Früherkennung hilft dem Kind

Hörtests nach der Geburt stellen sicher, dass Störungen sofort erkannt und „behandelt“ werden können. Mittels spezieller Implantate, die Schall in elektrische Impulse umwandeln, kann den Betroffenen geholfen werden. Dabei gilt: Je früher die Hörprothese zum Einsatz kommt, desto besser sind die Chancen, dass das Kind die Sprache richtig lernt. Auch bei leichter Schwerhörigkeit kann durch den Einsatz des Implantats die Sprachentwicklung deutlich verbessert werden. Kinder mit unbehandeltem Hörschaden lernen hingegen wenig oder gar nicht sprechen, sie sind deshalb in ihrer sozialen und geistigen Entwicklung oft stark benachteiligt. Auch die Entwicklung des Denkvermögens wird beeinträchtigt. Wer nicht in Symbolen denken kann, wird die Welt der Abstraktion niemals kennen lernen. Im schlimmsten Fall landen intelligente Kinder, aufgrund ihres Hörschadens, in der Sonderschule.

Schmerzlose Schnelltests

Der Hörtest ist vollkommen ungefährlich und für das Kind schmerzlos. Die Kontrolle des Baby-Ohrs erfolgt, während das Neugeborene schläft. Der Kinderarzt greift zu diesem Zweck auf eine kleine Sonde zurück, die er ins Ohr steckt. Das Gerät sendet leise Geräusche aus. Ist das Innenohr gesund, reagiert es auf diese Reizung mit leichten Vibrationen – genannt „Otoakustische Emmissionen“ (OAE). Kommt es während des OAE-Tests zu keinen Reaktionen, dann besteht der Verdacht auf Schwerhörigkeit. In diesem Fall wird ein zweiter, ebenfalls schmerzfreier, Test durchgeführt. Bei der „Hirnstammaudiometrie“ messen Elektroden die elektronischen Impulse des Hörnervs im Gehirn. Ein Bildschirm zeigt an, ob der Hörnerv auf akustische Reize anspricht.

Kein Grund zur Panik

Sollte es beim ersten Test zu Unklarheiten kommen, besteht kein Grund zur Panik. Leider kommt es relativ häufig zu falschem Alarm. Klarheit verschaffen erst die Geräte für den zweiten Test. In 90 Prozent aller unklaren Fälle kann Entwarnung gegeben werden – die Ohren des Babys sind gesund.

Foto: Fotolia

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