Kinderwagen

Babys erster Wagen

Zweifellos ist die Anschaffung eines Kinderwagens eine der größten finanziellen Investitionen, die auf junge bzw. werdende Eltern zukommt. Viele entscheiden sich daher für ein gebrauchtes Modell aus dem Freundes- und Bekanntenkreis. Aber egal ob neu oder gebraucht, für beide Varianten sollte eine Reihe von Kriterien beachtet werden, damit das Baby im Kinderwagen sicher sitzen/liegen kann und sich vor allem wohlfühlt. Gerade vor dem Hintergrund des riesigen Angebots der zahlreichen Marken und Modelle sollten Sie die nachfolgenden Tipps beachten.

1. Probieren geht über studieren: Der vielleicht wichtigste Tipp zuerst. Nehmen Sie sich genügend Zeit zum Ausprobieren des Kinderwagens. Kommen Sie selbst mit dem Kinderwagen zurecht und passt das gewünschte Modell in den Kofferraum des Autos? Gerade beim letzten Punkt lohnt es sich in einem Geschäft zu fragen, denn die meisten erlauben ihren Kunden ein Probeladen.

2. Die Größe des Kinderwagens. Machen Sie sich schon vor dem Kauf klar, dass ein guter Kinderwagen mindestens 3 Jahre in Gebrauch sein wird und ein Gewicht bis 15 Kilogramm tragen können muss. Einige Hersteller haben auch Modelle im Angebot, die bis zu 20 Kilogramm belastbar sind. Während der ersten Monate liegt das Baby noch in der Tragetasche (alternativ auch als Tragewanne), danach kann es dann auch tatsächlich sitzen. Achten Sie auf jeden Fall darauf, dass sich der Sitz zum Schlafen des Babys waagerecht stellen lassen kann und der Wagen über eine Lehne von mehr als 50 Zentimeter Höhe verfügt, damit auch größere Kinder ihren Hinterkopf abstützen können.

3. Gewicht: Falls Sie Ihren Kinderwagen häufig tragen bzw. transportieren müssen, sollten Sie auf jeden Fall ein besonders leichtes Modell wählen.

4. Vor diesem Hintergrund sollte man auch das Thema Kindersitz im Auto beachten: Ein Großteil der auf dem Markt angebotenen Modelle ermöglicht zwar den Transport von Auto-Babyschalen, allerdings nur von bestimmten Modellen. Fragen Sie hier am besten bei einem entsprechenden Händler nach und lassen sich ausführlich über die vorhandenen Möglichkeiten und Adapter beraten. Auch sollten Sie berücksichtigen, dass ein solcher Autositz zwar praktisch ist, sich aber eigentlich nur für kurze Strecken eignet. Denn die starre Haltung ist auf Dauer nicht besonders bequem für das Baby.

5. Räder und Fahrgestell: Abhängig von ihrem Wohnort sollten Sie auch die passenden Räder des Kinderwagens auswählen. Während sich kleine, schwenkbare Vorderräder vor allem für die Stadt eignen, ist man auf Waldwegen oder holprigen Kopfsteinpflaster wesentlich besser mit vier Rädern unterwegs. Wer sich für einen Kinderwagen mit drei Rädern entscheidet sollte beachten, dass diese für schnelleres Tempo beim z.B. Joggen oder Inlineskaten gänzlich ungeeignet ist. Denn hier bietet das einzelne Vorderrad nur relativ wenig Halt und man läuft - im wahrsten Sinne des Wortes - schnell Gefahr, dass der Kinderwagen umkippt.

6. Lagerung: Achten Sie unbedingt auf eine sichere und trockene Lagerung des Wagens. So sollten Sie Regenwasser und Nässe sofort abwischen und auch eine regelmäßige Ölung der Gelenke ist zugunsten der Langlebigkeit des Kinderwagens sehr zu empfehlen. Weiterhin ist es empfehlenswert, abnehmbare Bezüge vor dem ersten Gebrauch zu waschen, um so die Schadstoffbelastung zu verringern.

7. Stauraum: Achten Sie auch darauf, dass der Kinderwagen genügend Stauraum für die benötigten Dinge im Alltag hat: Windeln, Decke, Spielzeug usw.

8. Der Alltag mit dem Kinderwagen. Kinder, die sitzen, sollten zu ihrer eigenen Sicherheit immer angeschnallt sein und auch wenn der Wagen eine ganze Menge Platz und Raum bietet, hat das Kind hier immer oberste Priorität. D.h. so verlockend auch die Möglichkeit erscheint, Einkäufe, Spielsachen usw. mit in den Wagen zu packen oder schwere Sachen an den Griff zu hängen, sollten Sie bedenken, dass der Kinderwagen auf diese Weise einer Kippgefahr ausgesetzt ist.

9. Gebraucht oder neu kaufen? Wenn Sie sich für einen gebrauchten Kinderwagen entscheiden, lohnt sich sicherlich das Fragen im Bekanntenkreis, ein Blick auf die gängigen Internetportale (Ebay & Co) aber auch der Besuch eines Flohmarktes. Fragen Sie auf jeden Fall nach der Vorgeschichte des Modells und möglichen Mängeln bzw. Schwächen. Funktionieren alle Sicherungsmechanismen (Bremsen, Gurt, Verriegelungen usw.)? Gibt für dieses Modell noch Ersatzteile und liegt die Gebrauchsanweisung vor?

Geschichte des Kinderwagens
Schon gegen Ende des 12. Jahrhunderts wurden Kinder in den zu dieser Zeit aufkommenden Schubkarren transportiert. Wobei heute übliche Kinderwagen eher vom so genannten Stubenwagen herrühren, also einem Körbchen, welches mit Rädern versehen und zu Beginn ausschließlich innerhalb der Behausung genutzt wurde. Da für Babys, bzw. Kleinkinder frische Luft schon immer gesund war, wurden zu Beginn des 19. Jahrhunderts ausführliche Spaziergänge, vor allem in Großbritannien immer populärer, was zur Erfindung des Kinderwagens und der ersten Fabrik zur Produktion dieser auf der Insel führte. Die ersten Modelle wurden dreirädrig konstruiert, erlaubten dem Baby allerdings nur eine relativ aufrechte Sitzposition, was erst einen Nutzen in fortgeschrittenem Alter der Kinder erlaubte, da Kinder in den ersten Lebensmonaten doch eher liegen sollten. Mit der Zeit wurde bekannter Maßen auch dieses Defizit ausgeglichen und die Möglichkeit den Säugling in einen solchen Kinderwagen zu legen geschaffen. Auch die vermeintlich höhere Stabilität mit vier verbauten Rädern setzte sich immer mehr durch, wobei man heute davon ausgeht, dass dies auch am wachsenden, parallel stark voranschreitenden Automobilbau lag. Bis zum heutigen Tag sind verschiedene Kinderwagentypen entstanden, welche jeweils an die wachsenden Beschäftigungen heutiger Mütter angepasst sind. So gibt es neben dem klassischen Kinderwagen auch Kombikinderwagen (liegender Transport), sowie Sportwagen (sitzender Transport) welche man zum Beispiel beim Joggen vor sich herschieben kann ohne ernsthafte Konsequenzen für das Material erwarten zu müssen. Ein heute weit verbreitetes Modell ist der sogenannte Buggy, welcher wegen seiner Wendigkeit, sowie seiner durch Faltbarkeit generierten Flexibilität besonders oft und gern genutzt wird.


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