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Wenn ich nur aufhören könnte

Pf, pf, pf,“ im Silent Mode, oder „Wääää!“ bei maximaler möglicher Lautstärke. Relaxtes Nuckeln oder wutentbranntes Protestgeschrei – mit welcher dieser beiden Klangvarianten Babys und Kleinkinder die Begleitmusik zum Familienleben spielen, hängt in vielen Situationen davon ab, ob sie einen „Schnulli“ im Mund haben („Pf, pf, pf“), oder eben nicht („Wääää!“).

Warum die Kleinen so gerne nuckeln

Die große Vorliebe der meisten Babys für das Nuckeln an Schnullern – bzw. an anderen Gegenständen oder an ihren Fingern – lässt sich mit dem angeborenen, überlebenswichtigen Saugreflex erklären. Dieser Saugreflex macht es möglich, dass die Kleinen sofort nach der Geburt in der Lage sind, von Mamis Busen zu trinken. Das Training dafür erfolgt oft schon im Mutterleib, wenn die Ungeborenen – wie es hin und wieder sogar auf  Ultraschallbildern zu sehen ist – an ihren Fingern lutschen. Das Saugen ermöglicht aber nicht nur die Nahrungsaufnahme, es hilft den Babys auch beim Entspannen und beim Einschlafen. Deshalb können bzw. wollen sich nicht nur die meisten Babys, sondern auch viele Eltern ein Ende der Schnuller-Ära gar nicht vorstellen.

Wenn aus dem ersten Hobby das erste Laster wird

Wenn ein Kind – außer beim Essen – den Schnuller kaum mehr aus dem Mund geben will, wenn das exzessive Dauer-Nuckeln hin und wieder sogar zu offenen Stellen im Kinnbereich führt, und wenn das alles nach dem zweiten Geburtstag passiert, dann ist es höchste Zeit, das Ende der Schnuller-Ära vorzubereiten. Generell gilt: Zwischen dem zweiten und dritten Geburtstag sollte definitiv Schluss mit dem „Schnullern“ sein, da ansonsten Langzeitfolgen
wie Zahnfehlstellungen oder ein Hang zur undeutlichen Aussprache immer wahrscheinlicher werden. Wenn Eltern ihr Kind aber mehr lieben als alles andere auf der Welt, und wenn ihr Kind seinen Schnuller mehr liebt als (fast) alles andere auf der Welt – dann ist das gar nicht so einfach. Wir  präsentieren Ihnen einige der besten Tricks, mit denen der Abschied vom Schnuller möglichst effektiv und schmerzlos über die Bühne gebracht werden kann.

Methode 1: Die sanfte Entwöhnung

„Im Park brauchst du keinen Schnuller.“ „In der Badewanne brauchst du keinen Schnuller.“ „Beim Spielen brauchst du keinen Schnuller.“ Wenn in Verbindung mit positiven Erlebnissen – wie eben Spielen, Baden oder ein Parkbesuch – freundlich und ohne Druck eine Schnuller- Auszeit „angeregt“ wird, haben die meisten Kinder in der Regel nichts dagegen. Vorfreude kann bei den Kleinen nämlich noch weit größer sein als bei Erwachsenen, da bleibt für andere Gedanken und Gefühle oft kaum Platz. Und beim Spielen oder im Park geht der Schnuller, sofern er nicht mit von der Partie ist, meistens ohnehin niemandem ab. Wenn Kinder dann soweit sind, dass sie von sich aus den Schnuller nur mehr beim Einschlafen oder beim Autofahren verlangen, hören sie oft „ganz von alleine“ komplett mit dem Schnullern auf. Eingedenk der möglichen Langzeitfolgen des jahrelangen Schnullerns ist es aber meistens von Vorteil, wenn die Eltern dieser Entwicklung auf die Sprünge helfen.

Methode 2: Eine Frage der Ehre

„Glaubst du nicht, dass du schön langsam zu groß für einen Schnuller bist?“ Dieser Spruch kann vor allem bei Kindern, die ältere Geschwister oder Freunde haben, Wunder wirken. Für Kleinkinder ist der vierjährige Cousin oder die sechsjährige Tochter der befreundeten Familie oft das erste große Idol im Leben. Und wenn diese „Heldenfigur“ alle Abenteuer ohne Schnuller im Mund erlebt, kann das die ideale Motivation für die Kleinen sein, den „Schnulli“ an den Nagel zu hängen. Schließlich ist es ja „Ehrensache“, dem großen Idol möglichst ähnlich und nahe zu sein – und ein von den Älteren eventuell als „kindisch“ bzw. uncool empfundenes Accessoire kann dabei kontraproduktiv wirken. Aber auch über Spielsachen, die zu den Herzensangelegenheiten der Schnuller- Fans zählen, kann man an ihr Ehrgefühl appellieren. Motto: „Ein ferngesteuertes Auto ist nichts für Kinder, die immer noch einen Schnuller haben.“ Auch an Geburtstagen kann man Kinder relativ gut an der „Ehre packen.“ Wichtig dabei ist aber, dass Sie bereits lange vor dem „Tag X“ Ihr Kind auf das endgültige Good- Bye vom Schnuller einstimmen. Das kann zum Beispiel so klingen: „In vier Wochen hast du Geburtstag. Dann bist du drei Jahre, und brauchst keinen Schnuller mehr.“

Methode 3: Die Abschieds-Party

Vielfach bewährt hat es sich auch, für den Schnuller eine eigene Abschieds-Party zu veranstalten. Wie jede gelungene Feier braucht auch dieser Event genügend Vorbereitungszeit. Ob die Party im Rahmen eines Ausflugs, zu Hause oder in freier Natur stattfindet, bleibt Ihnen und den Vorlieben Ihres Kindes überlassen. Wichtig ist, dass die ganze Familie dabei ist. Um die Besonderheit des Moments zu unterstreichen, hilft es auch, wenn sich alle verkleiden oder betont festlich anziehen. Wenn dann der große Moment des Abschied-Nehmens gekommen ist, sollte Ihr Kind eine möglichst aktive Rolle spielen. Graben Sie zum Beispiel gemeinsam ein Loch, oder basteln Sie zusammen eine letzte Bleibe für den Schnuller, ehe er – von Ihrem Kind (!) – in dem Loch oder im Mistkübel entsorgt wird. Dabei sollten Sie einen Text vortragen, den Sie in den Tagen zuvor mit Ihrem Kind erstellt haben. Dieser Text kann in etwa so lauten: „Mein lieber Schnuller. Die Zeit mit dir war wunderschön. Jetzt bin ich aber groß, und werde in Zukunft ohne dich durchs Leben gehen.“ Wichtig dabei ist, dass Ihr Kind diesen Text Satz für Satz nachspricht! Dabei können mitunter Tränen fließen. Tipp: Geben Sie Ihrem Kind ein kleines Geschenk, das den Abschiedsschmerz etwas lindert.

Methode 4: Eine gute Tat

Kinder haben meist ein von den Tücken des Lebens noch relativ unbelastetes soziales Gewissen. Sie helfen und teilen gerne. Wenn Sie hier einhaken, können Sie Ihr Kind für eine gute Tat belohnen, sein soziales Gewissen dabei weiter stärken – und nebenbei den Schnuller ein für alle Mal entsorgen. Dabei können Sie den Schnuller beispielsweise in einem Wald deponieren – „weil die kleinen Hasenbabys auch so gerne einen Schnuller hätten.“ Moralisch, inhaltlich und umweltschutztechnisch mag diese Methode vielleicht nicht hundertprozentig einwandfrei sein – aber sie funktioniert. Genauso können Sie zusammen mit Ihrem Kind den Schnuller auch in der Stadt deponieren – „damit ihn sich ein armes Kind, dass keinen Schnuller hat, nehmen kann.“ Den Schnuller tatsächlich einem „armen“ Kind zu schenken, ist dagegen eher keine gute Idee. Zum einen sprechen hygienische Argumente dagegen, zum anderen würden Sie damit das fremde Kind und seine Eltern wahrscheinlich demütigen. Und das Wichtigste beim Abschied vom Schnulli sollte immer sein, dass dabei möglichst wenig negative Emotionen entstehen.

 

Kontraproduktiv: Wenn die Schnuller-Frage zum Dauerstreit-Thema wird

Für alle Methoden gilt: Üben Sie nicht zu viel Druck auf Ihr Kind aus. Zeigen Sie Ihrem kleinen Liebling den Weg zu dem Punkt, an dem er von sich aus und aus Überzeugung gerne bereit ist, auf den geliebten Schnuller zu verzichten. Bedenken Sie immer, dass ein Schnuller Kindern auch ein Gefühl von Vertrautheit und Sicherheit vermittelt. Wenn die Eltern den Schnuller ohne Vorwarnung von einem Tag auf den anderen wegnehmen, oder wenn es wegen der Schnuller-Frage regelmäßig Streit gibt, können seelische Narben entstehen, die unter Umständen schwerwiegendere Folgen haben als eine mögliche Zahnfehlstellung.

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