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Weihnachtszeit ohne Streit

Alle Jahre wieder liegen in vielen Familien zu Weihnachten die Nerven blank. Gerade das „Fest der Liebe“ wird leider oft von Streit überschattet. BabyExpressverrät, wie Sie Ihren Lieben ein harmonisches Weihnachten schenken können.

Schneeflocken segeln langsam vom Himmel und gleiten an den Sternen vorbei durch die dunkle Nacht. Die Familie hat es sich im kuscheligen Wohnzimmer richtig gemütlich gemacht, erfüllt von Eintracht und Liebe. Es riecht nach Tannenzweigen, Kerzen, Krapferln und knusprigem Braten. Mama, Papa, die Kinder und vielleicht auch Oma und Opa sind mit den Geschenken, die sie bekommen haben, restlos zufrieden - und wissen gleichzeitig, dass alle materiellen Dinge nichts wert sind im Vergleich zum größten Glück auf Erden: einer Familie, die gemeinsam einen so gelungenen Abend verbringen kann.

Nicht nur die Eltern sind gereizt ...

So oder so ähnlich stellen wir uns Weihnachten vor. Derartig hoch gesteckte Erwartungen zählen zu den Hauptgründen dafür, dass die Realität am Heiligen Abend oft ganz anders ausschaut: So ziemlich jede Familie hat schon einmal erlebt, wie Stress, Nervosität und Unzufriedenheit mit Geschenken dafür sorgen, dass der Abend, von dem sich alle so viel erwartet haben, von Streit überschattet wird. Das Unheil nimmt meist schon einige Tage zuvor seinen Lauf: Kekse backen, Geschenke kaufen, Christbaum aufstellen und schmücken, Feiertagsputz in der Wohnung erledigen, Weihnachtskarten schreiben etc. – die Tage vor dem Heiligen Abend sind oft extrem stressig und eine ziemliche Belastung für das Nervenkostüm. Die Folge: Viele Eltern sind am Morgen des 24.12. eher am Limit ihrer Kräfte als in besinnlicher Festtagsstimmung und so gereizt, dass oft schon Kleinigkeiten genügen, um den Stimmungspegel weiter zu senken. Das besonders Fatale an dieser Situation: Auch viele Kinder befinden sich zu Weihnachten in einem Ausnahmezustand.

Wenn die Vorfreude kaum mehr erträglich ist

Die Jüngeren sind von nervöser Vorfreude erfüllt, sie können den Start des Festes, dem sie ja schon den ganzen Advent lang entgegenfiebern, kaum erwarten. Die älteren Kids haben oft wenige Tage vor dem Heiligen Abend noch Schularbeiten, finden Weihnachten vielleicht sogar spießig und müssen noch dazu Geschenke besorgen. So sind viele Eltern mit gereiztem und launischem Nachwuchs konfrontiert, obwohl sie sich gerade in den letztenTagen des Advents besonders brave und hilfsbereite Kinder erwarten. Tipp: Lassen Sie Ihren Kindern Freiräume und zeigen Sie Verständnis für auffälliges Verhalten. Oft kann Ihnen auch Ihr Unterbewusstsein einen Streich spielen, und zwar indem es bereits vor der Bescherung dankbare, brave und glückliche Kinder fordert. Vergessen Sie in so einem Fall nie: Sie haben die Geschenke zwar schon besorgt, die Kinder haben diese aber noch nicht bekommen und werden daher auch noch keine Dankbarkeit zeigen. Generell gilt: Schrauben Sie Ihre Erwartungen etwas zurück und vergessen Sie die Bilder vom perfekten Weihnachtsfest, wie es Ihnen von der Werbung vorgegaukelt wird. Und besprechen Sie mit Ihrer Familie im Rahmen einer extra einberufenen „Sitzung“ (das betont die Bedeutung der Besprechung), was sich jeder Einzelne vom Weihnachtsfest erwartet. Muss es wirklich ein mehrgängiges Luxusmenü sein? Oder ist es den anderen lieber, die Mama ist relaxed und hat Zeit, mit Ihnen unter dem Christbaum die Geschenke auszuprobieren, anstatt in der Küche unter Zeitdruck ein Galadinner zu zaubern?

Freizeitstress führt zu Streit

Im Rahmen der vorweihnachtlichen Familiensitzung sollte auch besprochen werden, welche Verwandten und Freunde in den Weihnachtsfeiertagen eingeladen oder besucht werden sollen. Werden manche Besuche von der gesamten Familie nur als lästig empfunden, kann man überlegen, diese für
heuer ausfallen zu lassen – vor allem dann, wenn sich für die Weihnachtsfeiertage ein derart dicht gedrängter Terminkalender abzeichnet, dass Stress, Hektik und Konfliktpotenzial schon beinahe vorprogrammiert sind. Achten Sie auf jeden Fall darauf, dass einige Tage nur für die Familie reserviert sind. Dabei sollten Sie aber nicht darauf bestehen, dass hier ausnahmslos verpflichtende Familienaktivitäten auf dem Programm stehen. Pubertierende Kinder treffen oft lieber Freunde, als mit den Oldies einen spießigen Spaziergang zu machen oder jede Feiertagsmesse zu besuchen. Diesen Freiraum sollte man ihnen zugestehen. Wichtig ist auch, bereits im Advent für eine klare Aufgabenverteilung zu sorgen. Wer will beim Christbaumkauf dabei sein bzw. helfen? Wer schreibt die Weihnachtskarten, wer hilft beim Backen? Wer besorgt welches Geschenk? Wenn Sie diese Punkte einige Wochen vor dem Heiligen Abend klären, können Sie vermeiden, dass für (fast) alles Sie zuständig sind.

Auch Unzufriedenheit darf sein

Am 24. Dezember selbst sollte man dann versuchen, eine möglichst positive Stimmung zu verbreiten und dabei auch hin und wieder ein Auge zuzudrücken. Erziehungsmaßnahmen müssen nicht unbedingt zu Weihnachten stattfinden. Auch Alltagsprobleme wie schlechte Schulnoten oder Probleme in der Beziehung der Eltern sollten zu Weihnachten eher nicht thematisiert werden. Ein heikles Thema kann auch die mögliche Unzufriedenheit mit Geschenken sein. Hier sollten Sie Ihrem Partner, vor allem aber Ihren Kindern eine ehrliche Reaktion zugestehen und möglichst verständnisvoll reagieren. Zeigt Ihr Kind „Lassen Sie zu Weihnachten alles weg, was Sie belastet. Erfinden Sie mit Ihrer Familie Ihr eigenes Weihnachtsritual.“ Dr. Rüdiger Opelt Leiter des Instituts für Persönlichkeitsentwicklung und Familienpsychologie Enttäuschung, sollten Sie nicht mit einem Verweis auf den teuren Preis des Geschenkes kontern. Widmen Sie sich lieber gemeinsam dem Geschenk. Kinder sind oft frustriert und zornig, wenn sich ein neues Spielzeug als unerwartet schwierig in der Handhabung oder als zu komplex erweist. Eine derart harte Nuss gemeinsam mit Mama und Papa zu knacken, bereitet Freude und stärkt den Teamgeist – und danach macht das Spielzeug oft besonders viel Spaß, weil die Überwindung der anfänglichen Probleme ein Erfolgserlebnis
verschafft. Ein Problem, das sich meist nicht so einfach lösen lässt, ist jenes der „Familienmuster“.

Tradition muss nicht verpflichten

„Jede Familie hat positive und negative Familienmuster, nach denen sie ihre Beziehungen organisiert“, erklärt Dr. Rüdiger Opelt, Psychologe, Psychotherapeut, Autor und Leiter des Instituts für Persönlichkeitsentwicklung und Familienpsychologie. Diese Muster werden in den Ritualen des Familienalltags sichtbar. „Weihnachten ist das stärkste Familienritual und wird daher mit all der emotionalen Energie aufgeladen, die von den Familienmustern hervorgerufen werden, sowohl mit den Wünschen aber leider auch mit den Enttäuschungen zwischen den Familienmitgliedern, die sich dann in Streitigkeiten entladen“, so der Experte, der sich auch in seinem aktuellen Buch „Familienmuster“ dieser Problematik widmet. Sein Tipp für ein harmonisches Weihnachtsfest: „Folgen Sie Ihrer inneren Stimme und machen Sie nur solche Rituale mit, die Ihnen auch gefallen. Lassen Sie alles weg, was Sie belastet, und richten Sie sich nicht nach der Tradition, denn damit kaufen Sie nicht selten die alten Belastungen mit ein. Erfinden Sie mit Ihrer Familie Ihr eigenes Weihnachtsritual.“

 

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