Scheidungskind Syda Productions - Fotolia Kopie

Patchwork Weihnachten

Es ist das Fest im Jahresablauf, das mit Bedeutungsgebungen am stärksten überfrachtet ist. Eigene positive oder defizitäre Kindheitserinnerungen, religiöse und kulturelle Sinngebungen sowie besondere Ansprüche nach Harmonie und Eintracht, können die Gestaltung von Weihnachten belasten. Für Kinder ist es zweitrangig, bei wem sie am Heiligen Abend feiern, ob der Ort der Feierlichkeit jährlich wechselt oder das Christkind am Heiligen Abend zweimal kommt. Die doppelte Bescherung bringt für die Kinder auch Vorteile, die sie durchaus zu schätzen wissen. Was sie nicht vertragen, ist die Sorge, einem Elternteil gehe es schlecht, weil sie beim anderen sind. Ob Kinder trotzdem schöne und harmonische Weihnachten feiern können, hängt in erster Linie davon ab, wie das Verhältnis der Eltern nach der Trennung ist und ob sie in der Lage sind, zum Wohl des Kindes zu handeln und Ihre Kränkungen und Verletzungen diesem Ziel unterordnen, auch wenn es hart ist.


Ist die Trennung der Eltern noch nicht so lange her, so kann es durchaus sein, dass bei einem oder beiden Elternteilen in der Weihnachtszeit Erinnerungen, Wut, Enttäuschung oder Trauer zum Vorschein kommen, die ihre Gefühle beeinflussen, was sich manchmal auch auf das Kind auswirkt. Bemerkt ein Kind die verletzten Gefühle, so entwickelt es eine gewisse Loyalität und Abneigung gegenüber dem bevorstehenden Weihnachtsbesuch-/Aufenthalt beim anderen Elternteil. Das kann dazu führen, dass es letztendlich den Besuch beim anderen Elternteil ablehnt. Diese ablehnende Haltung wird jedoch oft falsch gedeutet. Damit sich ein Kind loyal verhalten kann, muss es sich sicher sein, dass Mutter oder Vater dem Besuch beim anderen Elternteil zustimmen.

Keine Angst vor Streitereien
Viele Kinder stört es nicht, dass Mutter und Vater nicht gemeinsam feiern. Für manche Kinder ist es eine Entlastung. Denn nicht selten gab es vor der Trennung gerade an den Feiertagen, an denen die Familienmitglieder ungewohnt viel Zeit zusammen verbrachten und die Erwartungen hochgesteckt waren, Konflikte zwischen den Eltern. Die Kinder empfinden es als positiv, keine Angst vor Streitereien haben zu müssen. Dass Eltern nach der Trennung das Weihnachtsfest der Kinder wegen gemeinsam feiern, ist nur in Ausnahmefällen sinnvoll. Man tut den Kindern keinen Gefallen, wenn man ihnen zuliebe heile Familie spielt. Kinder sind nämlich sehr sensibel. Auch wenn die Eltern sich bemühen, freundschaftlich miteinander umzugehen, spüren sie, dass Konflikte und versteckte Spannungen da sind. Außerdem weckt die gemeinsame Feier bei den Kindern möglicherweise die Hoffnung, dass die Eltern sich wieder vertragen, dass alles wieder gut wird. Diese Hoffnungen und Wünsche werden dann zwangsläufig enttäuscht. Gefühle zeigen: Eltern sollten ehrlich zu ihren Kindern sein und ruhig zugeben, wenn es ihnen an diesem besonderen Tag schlecht geht, Eltern sind auch nur Menschen. Auch die Kinder dürfen traurig darüber sein, dass Papa oder Mama nicht mitfeiert. Es entlastet alle Beteiligten, wenn sie ihre Gefühle zeigen und ihre Ängste aussprechen dürfen. Wenn Kinder merken, dass ihre Eltern eine Regelung gefunden haben und damit zufrieden sind, akzeptieren auch die Kinder diese Regelung
schnell.

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