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Illegale Inhalte im Internet bitte melden

Bereits das zweite Jahr in Folge verzeichnete Stopline einen deutlichen Anstieg der Meldungen von vermeintlich kinderpornografischen oder nationalsozialistischen Inhalten im Internet. Waren es 2013 bereits gut 6.000 Hinweise, die bei der Meldestelle gegen Kinderpornografie und Nationalsozialismus im Internet eingingen, so stieg diese Zahl 2014 auf beinahe 8.800. Der Anteil des tatsächlich illegalen Materials ging hingegen von durchschnittlich 20% in den letzten 15 Jahren auf unter 12% zurück. "Wir sehen in letzter Zeit auch durch die konstante Berichterstattung der Medien eine deutliche Sensibilisierung beim Thema sexueller Missbrauch von Kindern. Das führt dazu, dass die Userinnen und User immer häufiger auch Bilder melden, die zwar Minderjährige nackt abbilden, aber nicht unter Kinderpornografie fallen", erklärt Barbara Schloßbauer, Leiterin der Stopline den scheinbaren Widerspruch zwischen steigendenden Meldezahlen und dem sinkenden Anteil gesetzeswidriger Inhalte. Sie sieht eine Beurteilung, welches Material wirklich illegal ist, selbst für Fachleute manchmal herausfordernd und für einen Laien damit oft unmöglich. "Deswegen ist es immens wichtig, dass die Menschen jeden Verdacht melden und die Klassifizierung sowie das Setzen der erforderlichen Schritte wie beispielsweise das Informieren des betroffenen Hosting-Providers, die Kontaktaufnahme zu den Behörden oder die Weitergabe der Informationen an INHOPE Partner-Hotlines im Ausland unseren gut geschulten MitarbeiterInnen überlassen."

Zahlen im Detail: 98% Kinderpornografie, USA häufigster Hosting-Standort

Während die Gesamtzahl der Meldungen im Vergleich zu 2013 um beinahe 45% auf exakt 8.792 stieg, ging die absolute Zahl der tatsächlich illegalen Inhalte auf 1.019 (2013: 1.552) zurück. Dabei handelte es sich zu 98 Prozent um kinderpornografische Darstellungen, nur 2 Prozent waren dem Nationalsozialismus zuzuordnen. Auch 2014 wurden diese Inhalte vorrangig - nämlich zu 54% - in den USA gehostet, gefolgt von den Niederlanden und Kanada. Lediglich fünf Mal war Österreich das Herkunftsland. "Die Zusammenarbeit mit den österreichischen Providern funktioniert auch in dieser Hinsicht wirklich hervorragend, das Material wurde in allen Fällen umgehend aus dem Netz entfernt", zeigt sich Maximilian Schubert, Generalsekretär der ISPA, zufrieden.

Internationale Zusammenarbeit: Das INHOPE-Netzwerk

Da beinahe alle illegalen Inhalte im Ausland gehostet werden, ist die internationale Zusammenarbeit von größter Bedeutung. Diese geschieht bereits seit 15 Jahren im Rahmen von INHOPE, einem weltweiten Netzwerk von 51 Meldestellen in 45 Ländern. INHOPE organisiert unter anderem laufend Schulungen für die Hotline-Mitarbeiter, unterstützt Meldestellen im Aufbau, bietet eine breite Plattform für Austausch und arbeitet mit anderen internationalen Organisationen zusammen. "Der Vorteil ist, dass diese Meldestellen in ihrem Land bestens mit den Behörden wie auch den Providern vernetzt sind und daher vor Ort genauso schnell, unbürokratisch und effizient handeln können wie Stopline in Österreich", erklärt Barbara Schloßbauer. "Alleine 2014 haben wir in 933 Fällen eine dieser internationalen Partner-Hotlines kontaktiert."

Infos: www.stopline.at

Foto: Hörmandinger

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