familiengeld

Nicht alleine gelassen

Als Manuelas Leben aus der Bahn geworfen wurde, war sie 25 Jahre alt. Damals verließ sie ihr Mann wegen einer Anderen. Er kümmerte sich nicht mehr um seine Exfrau und das gemeinsame dreijährige Kind. Trotz juristischer Unterstützung gelang es der jungen Mutter nicht, Unterhalt zu bekommen. Als  Alleinerziehende ohne hilfreiches soziales Umfeld musste sie sich einen Job suchen, um die regel mäßig fälligen Rechnungen begleichen zu können.  Tragisch, aber Realität: Manuela ist kein Einzelfall. Fast 300.000 alleinerziehende Familien gibt esin Österreich, das entspricht 20,8 Prozent aller Familien. Vielen fällt es schwer, Beruf und Kinderbetreuung zu koordinieren, denn leicht gemacht wird es ihnen in Österreich nicht. Vor allem eine bessere   Zeiteinteilung am Arbeitsplatz wird von den Betroffenen gewünscht. „Die zentralen Gebote für Alleinerziehende sind Absicherung und Flexibilität sowohl am Arbeitsplatz als auch bei der Kinderbetreuung“, weiß Staatssekretärin Christine Marek. Es gäbe zahlreiche interessante Modelle, so die Politikerin weiter, diese seien aber nicht für jede Art und Branche der Erwerbstätigkeit umsetzbar. „Trotzdem ist manchmal viel mehr möglich, als es vielleicht auf den ersten Blick aussieht.“ Teleworking wäre eine Möglichkeit, Beruf und Familie besser vereinbaren zu können. Bezüglich flexiblerer Kinderbetreuung und besserer Öffnungszeiten begrüßt die Staatssekretärin das neue oberösterreichische Kinderbetreuungsgesetz, das verbesserte Kernöffnungszeiten vorsieht. In dieser Hinsicht wäre eine einheitliche Vorgehensweise aller Bundesländer wünschenswert. Auch der Ausbau von Ganztagsschulplätzen soll schrittweise umgesetzt werden. Denn: „Schon das Ausfallen von ein oder zwei Schulstunden stellt Alleinerziehende oft vor große Herausforderungen.“ Beste Flexibilität ist auch bei betrieblicher Kinderbetreuung sinnvoll. Damit seien bei Weitem nicht nur Betriebskindergärten, sondern auch Kooperationen von Betrieben mit örtlichen Kinderbetreuungseinrichtungen sowie Kooperationen mit Tagesmüttern gemeint, die je nach Anforderungen im Betrieb und der Eltern flexibel gestaltet werden können. Wesentliche Bedingungen für betriebliche Kinderbetreuung sind bessere steuerliche Rahmenbedingungen. Marek rechnet damit, dass diese im Rahmen der nächsten Steuerreform umgesetzt werden, ebenso wie die steuerliche Geltendmachung von Kinderbetreuungskosten im Zuge der Arbeitnehmerveranlagung.

Zuverdienstgrenze & flexibles Kindergeld

Von Seiten der Bundesregierung gibt es bereits eine Reihe von Maßnahmen, die Alleinerziehenden zugutekommen. Unter anderem die Anhebung der Zuverdienstgrenze für Bezieherinnen des Zuschusses von Kinderbetreuungsgeld um das Dreifache von 5.200 Euro auf 16.200 Euro. Auch die  Flexibilisierung des Kinderbetreuungsgeldes war ein wichtiger Schritt, denn speziell für Alleinerziehende ist der Wiedereinstieg in den Beruf von großer Bedeutung. Unterstützung spricht die Staatssekretärin auch für den Vorstoß von Justizministerin Berger aus, Verfahren für den Unterhaltsvorschuss zu beschleunigen. „Damit würde vielen Alleinerziehenden in schwierigen Situationen geholfen werden.“ Ihr vordringlichstes Anliegen: Die Politik muss klar die Wichtigkeit signalisieren, dass es sich bei Alleinerzieherfamilien um „vollwertige“ Familien handelt.

„Die zentralen Gebote für Alleinerziehende sind Absicherung und Flexibilität sowohl am Arbeitsplatz als auch bei der Kinderbetreuung.“

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