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Kinder- und Jugendbuchpreise 2014

Wiens Literaturreferentin der MA 7-Kultur, Julia Danielczyk verlieh Urkunden und Blumen im Namen von Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny. Sie erinnerte an PreisträgerInnen, die "seit Generationen Kinder prägen". Verleiht doch die Stadt Wien seit 1954 Jugendbuchpreise, seit 1960 Kinderbuch- und Illustrationspreise. Zum Beispiel an Mira Lobe und Susi Weigl, denen derzeit eine Ausstellung im Wien Museum gewidmet ist, die mit rund 34.000 BesucherInnen eine der erfolgreichsten Schauen sei. "Bilderbuch und Sachbuch scheinen im digitalen Zeitalter im Wandel zu sein. Neben dem E-Book zeichnen sich die beim heutigen Fest ausgezeichneten Werke durch die besondere Haptik und die ihnen eigene Gestaltung aus. Sie stehen an der Schnittstelle zwischen Kunst und Literatur und sind damit Trendsetter. So sind die Preise auch als Kunstförderung zu verstehen und als Orientierungshilfe", sagte Danielczyk bei der Preisverleihung, die vom Akustik-Jazzensemble "The Garlands" mit Musik aus "Der rosarote Panther" und "The Flintstones" umrahmt wurde.

Kulturgut Schrift wertschätzen
"Es begann zu regnen" - ist der erste Satz im Buch "Arche" von Linda Wolfsgruber, das im Dom Verlag/Tyrolia erschienen ist. Darin strömen durch wilden Pinselstrich erschaffene, pastellfarbene Tierpärchen zu einer Arche, "bis alle gerettet sind". "Die Zeichnungen vermitteln nicht nur das mythische Bibelthema, sondern geben vielmehr ein Bild der Geborgenheit, in der wir sogar einander eine Arche sein können", so drückt es die Laudatorin Heidi Lexe aus, die auch ein Mitglied der Jury ist, die für dieses Kinderbuch heuer den Illustrationspreis vergab.

Den Anerkennungspreis erhielt Claudia Dzengel für ihre Aufforderung "einen Text ohne Buchstaben zu schaffen, und damit eine Kreativanleitung rund um das Kulturgut Schrift bietet", sagt Lexe. Ziel des Bandes "Kalligrafie und kreatives Schreiben für Kinder" (G&G Verlagsgesellschaft) sei es, ein Bewusstsein für die eigene Handschrift zu bekommen, die auch zur Ausbildung der Persönlichkeit beitrage.

Literarisches Spiel und politisches Thema
László Varvasovszky ist schon beim Buchtitel kreativ: "Und als ich grub, fand ich die Zeit" im Verlag Bibliothek der Provinz. Dabei lässt er die verschüttete Burgruine Hochknurrstein von der ersten Bärenarchäologin Brumella Feintatz entdecken, zeichnet den Burg-Plan in Form eines seilhüpfenden Bären und beschreibt über das literarische Spiel "Buch im Buch" Bauwerk und Mittelalter - und das alles im frühen Brummdialekt. Kinder- und Spottlieder in Afrikaans enthält "Der Sandengel" im Jungbrunnen Verlag. Darin möchte Lizzy Hollatko mit der Hauptfigur, der 12-Jährigen Ruth, junge LeserInnen ins Südafrika der 1980er Jahre entführen und mit dem Thema Apartheid konfrontieren.

Die Flecken macht das Tubentier
Ein weiterer Kinder- und Jugendbuchpreis ging an die beiden Illustratorinnen Renate Habinger und Verena Ballhaus für "Kritzl & Klecks" im Residenz Verlag. "Der innerliterarische Dialog über die Vermittlung zweier unterschiedlicher Zeichenstile" gab den Ausschlag für die Jury. Anhand von Herrn Kritzl, Frau Klecks und dem Tubentier, werden Material, Inszenierung und Nachbearbeitung präsentiert - und protestierende Tiere, die unbedingt in den nächsten Band wollen.

Foto: Georg Oberweger

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