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UNICEF: Kinder dürfen keine Soldaten werden

In Syrien und Irak werben beispielsweise mehrere Gruppen, unter ihnen der sogenannte "Islamische Staat", gezielt Minderjährige an und bilden sie zu Kämpfern aus - manche von ihnen sind erst acht Jahre alt. In den Bürgerkriegen in Südsudan und der Zentralafrikanischen Republik waren im vergangenen Jahr schätzungsweise 22.000 Kinder und Jugendliche im Einsatz.

UNICEF ruft anlässlich des "Red Hand Days" dazu auf, den Missbrauch von Kindern als Soldaten zu stoppen und als Kriegsverbrechen konsequent zu verfolgen. Milizen und Armeen müssen alle Minderjährigen demobilisieren. Dies ist auch in komplexen Konfliktsituationen möglich: In Südsudan werden derzeit mit Hilfe von UNICEF 3.000 Kindersoldaten aus den Fängen einer Miliz befreit.

Laut aktuellem Bericht des UN-Sicherheitsrats wurden 2013 Kinder und Jugendliche in 15 Ländern als Soldaten missbraucht oder waren anderen schweren Formen der Gewalt ausgesetzt: in Afghanistan, Irak, Jemen, der Demokratischen Republik Kongo, Kolumbien, Mali, Myanmar, Nigeria, Philippinen, Somalia, Sudan, Südsudan, Syrien, der Zentralafrikanischen Republik sowie grenzübergreifend in der Zentralafrikanischen Region. Auch aus Indien, Pakistan und Thailand wird über den Einsatz von Kindersoldaten berichtet. Die Vereinten Nationen werfen sieben staatlichen Armeen oder Regierungstruppen und 51 bewaffneten Gruppen vor, weiterhin Minderjährige zu rekrutieren.

"Bei meiner Arbeit für UNICEF in der Zentralafrikanischen Republik sehe ich jeden Tag wie Kinder aufgrund des Konflikts leiden. Sie sind hungrig und in Gefahr, oftmals vertrieben und werden Opfer von Gewalt und Ausbeutung. Bis zu 10 000 Kinder werden von bewaffneten Gruppen ausgenutzt, als Soldaten, Sexsklaven, Hilfskräfte in den Camps. Oft haben sie nur wenig oder nichts zu essen, kein sauberes Wasser zu trinken und leben in schrecklichen hygienischen Umständen die sie krank machen", erzählt die österreichische UNICEF-Mitarbeiterin Charlotte Helletzgruber.

Kinder und Jugendliche sind leichter zu manipulieren und für bewaffnete Gruppen oft preiswerter als Erwachsene. Auch die weltweite Flut von buchstäblich "kinderleicht" zu bedienenden Kleinwaffen trägt dazu bei, dass bewaffnete Gruppen Minderjährige einsetzen. Häufig entführen Milizen gewaltsam Mädchen und Jungen und zwingen sie, als Kämpfer oder Selbstmordattentäter, aber auch als Boten, Köche, Sanitäter oder Sexsklaven für sie zu arbeiten. Auch Rachegefühle sowie Armut und Arbeitslosigkeit können Kinder dazu bringen, sich solchen Gruppen anzuschließen. Nach ihrem Einsatz in Konfliktsituationen sind die Mädchen und Jungen häufig traumatisiert, sie leiden an Alpträumen und psychischen Störungen. Ehemalige Kindersoldaten in die Gesellschaft zu reintegrieren und ihnen Perspektiven für die Zukunft zu geben ist ein langwieriger Prozess.

Mit Unterstützung von UNICEF konnten seit 1998 mehr als 100.000 Kinder und Jugendliche demobilisiert werden - 2014 gab es Erfolge zum Beispiel in Südsudan, Myanmar und der Zentralafrikanischen Republik. Neben medizinischer und psychologischer Hilfe sind Schul- und Ausbildungsprogramme für ehemalige Kindersoldaten besonders wichtig. Ihre Familien und Dörfer müssen darauf vorbereitet werden, sie wieder aufzunehmen. UNICEF unterstützt zum Beispiel Programme für ehemalige Kindersoldaten in Südsudan, der Demokratischen Republik Kongo und der Zentralafrikanischen Republik.

Weitere Informationen und Spendenmöglichkeit: www.unicef.at

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