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Ich bin ein großes Kind!

Kabarettist Fredi Jirkal konnte sich in seinem Programm „Man bleibt Kind“ ziemlich authentisch verhalten. „Ich bin selbst wie ein Kind“, erklärt er im BabyExpress-Interview. Gattin Isabella bestätigt: „Vor Anjas Geburt hatte ich ein Kind, den Fredi. Und jetzt habe ich zwei.“ Auf den Traum vom Elternglück mussten die beiden aber ziemlich lange warten ...

Sie schreiben auf Ihrer Website, seit 1998 einen „permanenten Kinderwunsch“ zu haben. Ihre Tochter Anja ist dann erst Ende 2006 geboren ...
Fredi Jirkal: Ich wollte immer schon Kinder haben. Als Isabella und ich ungefähr 30 waren, haben wir gesagt: OK, fangen wir an. Leider hat es dann irrsinnig lange gedauert und wir waren fast 40, als es geklappt hat. Wir haben alles versucht. Aber der Druck ist immer größer geworden. Irgendwann sind wir dann an den Punkt gekommen, wo wir gesagt haben: Schluss mit dem Druck, ab jetzt genießen wir wieder das Leben. Und das Witzige ist: Dann hat es plötzlich geklappt. Anja ist in Paris gezeugt worden. Ohne Druck, und ohne fremde Hilfe.

Wie war der Moment, in dem Sie erfahren haben, dass es geklappt hat?
Das war in der Kinderwunschklinik, bei Dr. Feichtinger, dem berühmten Spezialisten für künstliche Befruchtung! Wir waren nach dem Paris-Urlaub bei ihm und haben gesagt: „OK, wir wollen invitro probieren“. Und er hat gesagt: „Na ja, das schaut aber eh schon ganz gut aus. Gratuliere, Sie sind schwanger!“ Das war einfach unglaublich, ein Wahnsinn!

Sie haben ja auch Ihre Spermien untersuchen lassen ...
Ja, ... Da gibt es ein gewisses Labor in Wien. Wie ich dann aus der Kabine rausgekommen bin, total schüchtern und eh das kleine Doserl unter meinem Pulli versteckt habe und zur Abgabe gegangen bin, hat die Dame dort gemeint: Den Namen müssen sie schon draufschreiben. Und ich hab gesagt: Tschuldigung, das sind 500 Millionen, die merk‘ ich mir nicht alle ...

Seit etwa einem Jahr sind Sie jetzt stolzer Vater. Ist das Leben mit einem Kind so, wie Sie es sich vorgestellt haben?
Es ist schöner. Es sind so viele Sachen, die plötzlich nicht mehr wichtig sind. Es ist so vieles egal, weil: Wenn etwas stört, schau‘ ich mir die Anja an – und es ist alles wieder schön ...

Sie selbst haben ja drei ältere Schwestern. Welche „Folgeschäden“ haben Sie davongetragen?
(Lacht) Folgeschäden? Keine! Ich glaube sogar, dass ich dadurch mit Frauen ganz gut kann ..., reden ... (lacht). Meistens sind wir ja auch eine Frauenrunde: Isabella und ihre Freundinnen, also so um die acht Frauen, und ich. Ich bin auch als einziger Mann bei der Stillgruppe mit dabei. Ich diskutiere da mit den Frauen – und fühle mich ziemlich wohl.

Was für eine Art Vater ist Fredi, Frau Jirkal?
Isabella Jirkal: Er macht wirklich sehr viel mit Anja, nicht nur spielen, sondern auch praktische Dinge wie wickeln, baden. Er hat ja schon während der Schwangerschaft gesagt, dass er alles tun wird, außer stillen – und so ähnlich ist es jetzt auch.

Ihr neues Programm heißt „Man bleibt Kind“: Wie sehr sind Sie wirklich Kind?
Sehr. Die Rolle brauch ich nicht spielen, das bin ich wirklich. Ich spiele auch wirklich gerne stundenlang mit Anja. Fad wird mir dabei nie. Manchmal glaube ich sogar, dass ich mehr Spaß beim Nachlaufen oder Versteckenspielen habe als Anja.

Haben Sie manchmal das Gefühl, zwei Kinder versorgen zu müssen, Frau Jirkal?
Isabella Jirkal: Ich hatte schon vor Anja ein Kind, nämlich den Fredi. Und jetzt hab’ ich zwei (lacht). Er macht zwar schon Sachen, wenn ich es ihm sage. Aber von alleine macht er gar nichts. Und oft verhält er sich wirklich wie ein kleines Kind ...
Fredi Jirkal: Jetzt übertreibst aber ...
Isabella Jirkal:Kaugummi aufs Nachtkasterl picken und andere Sachen drauflegen, das ist schon eindeutig kindisches Verhalten. Manchmal nervt so was. Aber im Grunde ist es schön. Ich hab den ganzen Tag zu lachen, mit den beiden. Er ist ja nicht nur auf der Bühne, sondern auch zu Hause sehr lustig.

Können Sie auch streng sein, zur Anja, Herr Jirkal?
Fredi Jirkal: Nein. Das will ich auch nicht.
Isabella Jirkal: Er hat ja mich zum Streng-Sein.
Fredi Jirkal: Wahrscheinlich werde ich Anja irgendwann Grenzen zeigen müssen. Aber ich weiß es nicht, ich war ja noch nie Vater. Sie ist ja erst ein Jahr alt, und bis jetzt war es herrlich, und wie es wird, werden wir sehen. In meiner Kindheit hat man zu schlimmen Kindern immer gesagt: „Warte, bis der Papa kommt, dann kannst du was erleben“. Ich bin mir sicher: Wenn meine Frau einmal zur Anja sagt: „Warte, bis der Papa kommt“, die Kleine lacht sich schief.

Wir danken Ihnen für das Gespräch.

 

Biographie

Fredi Jirkal, geboren am 29.5.1967, ist seit 1999 mit Isabella, geboren am 20.5.1968, verheiratet. Ab 1998 sollte der Kinderwunsch verwirklicht werden.
Am 28.12.2006 war es dann endlich soweit: Töchterchen Anja Romana kam zur Welt. Fredi Jirkal gilt als besonders authentischer Kabarettist: Den lange
unerfüllten Kinderwunsch hat er in seinem Programm „Kinderwunsch“ thematisiert. Sein neues Programm „Man bleibt Kind“ dreht sich um das Kind im Manne und um das Leben als Vater.

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