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Sehnsucht Familie

Erklären Sie unseren Lesern bitte die Aufgaben des Katholischen Familienverbandes.

Prof. Dr. Clemens Steindl: „Der Katholische Familienverband vertritt die Anliegen aller Familien“, lautet der erste Satz unseres Leitbildes. Unser Hauptaufgabengebiet ist das politische Lobbying. Wir bringen die Anliegen und Interessen der Familien auf politischer Ebene zur Sprache. Wir stärken die Familien und tragen zur gesellschaftlichen Anerkennung ihrer Leistungen bei. Österreichweit profitieren 50.000 Mitgliedsfamilien von unserer Arbeit.

Das Jahresschwerpunktthema 2009 ist die ideelle Unterstützung von Familien. Wie soll diese aussehen? Welche Aktionen sind geplant?
Der Wert der Familie muss stärker im gesellschaftlichen Bewusstsein verankert werden. Familien vermitteln nachfolgenden Generationen ein tragfähiges Werteverständnis. Der Wert von Familien lässt sich nicht in Zahlen darstellen, sondern existiert in einer nicht messbaren und nicht verzweckbaren Dimension. Politik, Medien und Gesellschaft – wir alle – müssen dazu beitragen, ein familien-und kinderfreundlicheres Klima in diesem Land zu erzeugen.

Zukunftsforscher orten einen hohen Sehnsuchtswert nach Familie, gleichzeitig sinken die Geburtenzahlen – wie kann gegengesteuert werden?
Zum einen will der Katholische Familienverband mit seinem Jahresschwerpunktthema, der ideellen Unterstützung der Familien, einen Beitrag leisten, um dieser Entwicklung gegenzusteuern. Unsere Gesellschaft orientiert sich ausschließlich an wirtschaftlichen Erfolgen. Dieser Orientierung wird vieles untergeordnet und sie lässt wenig Platz für die Freude am Leben. Die aktuelle Wirtschaftskrise führt jedoch zu einem Umdenken. Wirtschaftliche Erfolge treten in den Hintergrund und es kommt zu einer Rückbesinnung auf traditionelle Werte wie Ehrlichkeit, Vertrauen oder Miteinander. Zum anderen müssen von der Politik auch die Rahmenbedienungen entsprechend gesetzt werden. Werdende Eltern und junge Familien müssen in Österreich ideale Bedingungen vorfinden, um eine Familie zu gründen bzw. Kinder großzuziehen. Wir brauchen Wohnungen, die für junge Familien erschwinglich sind und eine  familiengerechte Wohnumwelt bieten. Zum Beispiel Spielplätze für Kinder, Kinderwagenabstellplätze, etc. Weiters ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für viele Familien noch immer ein großes Problem. Hier besteht großer Handlungsbedarf.

Zeigen die hohen Scheidungsraten, dass das gängige Familienmodell neu überdacht werden muss?
Im 21. Jahrhundert gibt es kein gängiges Familienmodell. Die Institution Familie befindet sich im Wandel und es existiert eine bunte Vielfalt des Zusammenlebens. Die entscheidende Kategorie ist für mich das Miteinander, das müssen wir Eltern nachfolgenden Generationen vermitteln. Das vertrauensvolle Miteinander ist ausschlaggebend, ob dies in einer formalisierten Institution gelebt wird oder in einer anderen Familienform, ist zweitrangig.

Wie kann jungen Paaren die Freude an Kindern vermittelt werden?
Wir müssen die positiven Beispiele der Familie und der Freude an Kindern aufzeigen und in die Öffentlichkeit transportieren. Hier ist jeder gefordert, ein familienfreundliches Klima zu erzeugen. Die Vorzüge der Lebensform Familie müssen besser nach außen transportiert werden. Warum wird so oft vom Mut zum Kind gesprochen? Mut braucht man, wenn man sich fürchtet. Daher spreche ich von „Freude“ an der Familie und an Kindern.

Hektische Zeiten bedingen weniger Freizeit und somit auch weniger Zeit für bewusstes Familienleben. Wie können Familien diesem „Negativtrend“ entkommen?
Eltern und Kindern sind einem zunehmenden Leistungs- und Zeitdruck ausgesetzt. Zeit für gemeinsame Unternehmungen und gemeinsame Feiern bleiben oft auf der Strecke. Ohne gemeinsame Zeit ist ein Familienleben nicht möglich. Daher ist der arbeitsfreie Sonntag als Tag der Familie etwas sehr Schützenswertes und Wichtiges. Der Sonntag ist oft der einzige Tag der Woche, den Eltern gemeinsam mit ihren Kindern verbringen, an dem Familienrituale gepflegt werden und das unverzweckte Miteinander erlebbar wird. – Diesen Tag gilt es zu schützen!

Wie können Paare, die in schwierigen Situationen leben, bzw. Alleinerziehende für positive Familienwerte sensibilisiert werden?
Sicherlich sind der Druck und die Verantwortung, die auf Alleinerziehenden lasten, viel größer als bei zwei Elternteilen, die sich die Familienarbeit gemeinschaftlich aufteilen. Ich bin jedoch überzeugt, dass Alleinerziehende genauso sensibilisiert für positive Familienwerte sind wie verheiratete
Eltern.

Was stellen Sie sich unter materieller Verbesserung der Familie vor?
Der Katholische Familienverband hat ausdrücklich die steuerliche Entlastung der Bundesregierung durch die Einführung des Kinderfreibetrages, die Erhöhung des Kinderabsetzbetrages und die steuerliche Absetzbarkeit von Kinderbetreuungskosten begrüßt. Doch es müssen weitere Entlastungsschritte
folgen. Eine jahrelange Forderung unseres Verbandes ist noch immer nicht erfüllt: die jährliche Valorisierung der Familienleistungen. Im Gegensatz zu den Pensionen oder zu der geplanten bedarfsorientierten Mindestsicherung werden Familienbeihilfe, Kinderbetreuungsgeld, Kinderabsetzbetrag und Pflegegeld nicht regelmäßig erhöht und verlieren durch die Teuerung ständig an Wert. Ab 2009 werden alle Pensionen jährlich mit dem Verbraucherpreisindex valorisiert. Eine vergleichbare Regelung muss in Zukunft auch für die Familienleistungen gelten. Darüber hinaus fordern wir die Streichung der  Zuverdienstgrenze beim Kinderbetreuungsgeld. Denn das Kinderbetreuungsgeld ist im Vergleich zum vorangegangenen Karenzgeld kein Ersatz für einen
Verdienstentgang. Es ist eine Abgeltung für die Betreuungsleistung. Ob dieses Geld als Abgeltung für die eigene Betreuung gesehen wird oder damit Fremdbetreuung zugekauft wird, muss in der Wahlfreiheit der Eltern liegen.

Sie haben in einer Aussendung Wege aus der bildungspolitischen Sackgasse angeregt. Wie wichtig ist ein gut funktionierendes Schulsystem für Familien?
Eltern haben das Recht, dass Ihre Kinder die beste Ausbildung bekommen. Ich setze mich als Präsident des Katholischen Familienverbandes dafür ein, dass die Politik für die Kinder optimale Voraussetzungen für eine Schule Neu schafft, die junge Menschen entsprechend ihren Begabungen und Neigungen bestmöglich fördert.

Aggression und Kooperation

Das Familienforum Strobl 2009, eine Fachtagung zum Thema: „GEMEIN oder GEMEINSAM. Aggression & Kooperation in Familie und Beruf“, greift einen Aspekt der ideellen Unterstützung der Familien auf. Von 15. bis 16. Mai 2009 stehen die Eltern, Kinder, Schüler und Lehrer im Mittelpunkt der Diskussion und suchen Antworten auf die Fragen: Aggression wird vorwiegend in den beruflichen Bereich angesiedelt; Kooperation im privaten, familiären Bereich – Warum? Wie viel Aggression bzw. Kooperation braucht es im privaten, familiären und im beruflichen Leben, um „erfolgreich“ zu sein? Nähere Informationen bietet die Homepage www.familienforumstrobl. at. Darüber hinaus ist am 18. September 2009 eine weitere Veranstaltung unter dem Titel „Bis der Tod uns scheidet – wie Beziehungen dauerhaft gelingen können“ geplant.

Kommentare   

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