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Gekauftes Glück?

Manchmal ist es gut, ein Star zu sein. Zum Beispiel, wenn ein Kind adoptiert werden soll. Während die Familientauglichkeit „Normalsterblicher” auf Herz und Nieren überprüft wird (natürlich auch, ob sie sich das Kind überhaupt leisten können), geht es bei Prominenten wesentlich einfacher und schneller. Madonna hat es jüngst vorgemacht. Zwar bedurfte es einiger Überredenskunst, Ehemann Guy Ritchie vom Vorhaben zu überzeugen, als er schließlich sein Okay gab, ging alles andere aber rasch über die Bühne. Die berühmte Sängerin jettete mal eben in das ferne Afrika, entschied sich für das hübscheste Kind eines malawischen Waisenhauses, ließ es fesch einkleiden und von einer Bediensteten nach London bringen. Das war‘s, nun hat die 48-Jährige ihr Wunschkind David (1) – ohne Bauch und Schwangerschaftsprobleme. Doch selbst der Promi-Status schützt nicht vor unvorhergesehenen Komplikationen.   Menschenrechtsorganisationen meldeten sich plötzlich zu Wort, meinten, Madonna fördere den Kinderhandel. Dabei hatte sie nur gute Absichten: „Es war mein Wunsch, unser Zuhause zu öffnen und ein Kind von einem Leben in extremer Not zu befreien“, so ihr Kommentar. Die Kritiken verstummen  angesichts solcher Aussagen nicht: Als Euro-Millionärin hätte die Sängerin den Vater des Kindes, einen armen Bauern, finanziell unterstützen und den Buben in seiner vertrauten Umgebung belassen sollen. Nachdem immer mehr Stars Kinder adoptieren, ist die Öffentlichkeit auf dieses Phänomen aufmerksam geworden. Und hinterfragt die wahren Gründe für diesen Schritt. Ist es wirklich nur der Wille zum Helfen, der im Vordergrund steht? Oder sollen adoptierte Babys das Image der Stars aufpolieren? Wie werden diese Kinder aufwachsen, haben berühmte Eltern genügend Zeit für Privatleben? Viele offene Fragen, kaum Antworten. Die Motive der Mütter sind höchst unterschiedlich. Sharon Stone hatte mehrere Fehlgeburten, ehe sie sich für Adoptivkinder entschied. Diane Keaton bekennt, dass der Tod ihres Vaters dazu führte, Nachwuchs zu adoptieren. Brad Pitt hat einen anderen Grund: Er nennt sich einen „Adoptions-Aktivisten“ und will in den nächsten Jahren noch drei Kindern aus aller Welt ein Heim geben. Warum die Beckhams von der Idee ganz angetan sind, lässt sich nicht klären. Jedenfalls suchen sie schon etwas Passendes, derzeit soll es ein Mädchen aus Namibia sein. Veronika Ferres (41) hätte am liebsten zwei Kinder aus Afrika. Die Liste ließe sich lange fortsetzen. Bei allem Verständnis: Was bleibt, ist die Gewissheit, dass armen Kindern durch die Unterstützung von sozialen Projekten wohl mehr geholfen wäre.

„Ich bin kein Gegner von Adoption, doch es darf nicht sein, dass es Menschen leicht gemacht wird, Kinder in Entwicklungsländern zu kaufen. Prominente sollten ihre Kinder auch niemals der Öffentlichkeit vorführen, das ist für die Entwicklung keinesfalls gut“ O. Univ.-Prof. Dr. Max Friedrich, Vorstand der Uniklinik für Neuropsychiatrie des Kindesund Jugendalters, AKH Wien

„Ein Sechstel der Weltbevölkerung lebt in Armut. Die Hälfte davon sind Kinder, die von Klein auf an den Auswirkungen der Armut leiden. Um diesen Kindern zu helfen, setzen wir auf Patenschaften, die Hilfe zur Selbsthilfe ermöglichen. Dadurch erhalten betroffene Kinder eine lebenswerte Zukunft in ihrem vertrauten Umfeld“ Lucia Wibiral, Geschäftsführerin der Kindernothilfe Österreich

ADOPTIONSPROFIS:
+ Mia Farrow
+ Steven Spielberg
+ Jamie Lee Curtis
+ Meg Ryan
+ Kristie Alley
+ Angelina Jolie
+ Madonna
+ Elisabeth Taylor
+ Josephine Baker
+ Willy Bogner

ADOPTIONSPLÄNE:
+ Penelope Cruz
+ Cameron Diaz
+ Jessica Simpson
+ Veronica Ferres
+ Arabella Kiesbauer

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