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Stiefkind Superstar

Nik P. ist nach dem frühen Tod seiner Mutter ist er bei Zieheltern aufgewachsen. Die haben ihm eine liebevolle Kindheit ermöglicht, sind heute für seine Kinder wie Oma und Opa. Und Nik P. ist ein liebevoller Vater – auch, wenn nicht alle seine Kinder seine leiblichen sind...

Mein Vater war ein kluger Mann, auf alle meine Fragen hat er die Antwort gewusst. Und in Mutters Armen habe ich oft geweint. Wie ein kleiner Junge möcht ich manchmal noch sein.“ So lautet das Ende der ersten Strophe in Nik P.s Hit „Ich kann die Sterne noch sehen“. Nik P. (45) – das Kürzel steht für Nikolaus Presnik – ist einer der Top-Stars der heimischen Deutschpop- und Schlagerszene. Er gilt als Airplay-Kaiser, an die 20 Nummer 1-Hits gehen auf sein Konto. Presnik weiß, wie sich Erfolg anfühlt. Er musste aber auch erfahren, wie brutal das Leben manchmal sein kann. Nik P. hat seine Mutter verloren, als er 9 war. Sie starb kurz vor Weihnachten an Leberzirrhose.

„Wir lebten im Chaos, aber ich wollte nicht weg!“

„Der Tod meiner Mutter war ein Schock für mich,“ erzählt der Schlagerstar. „Ich hab’ es lange nicht realisiert und glaubte immer, sie sei nur kurz weg und
kommt irgendwann wieder.“ Der Tod der Mutter bedeutet für die Familie Presnik aber nicht nur den Verlust eines sehr wichtigen Familienmitglieds. Weil der berufstätige Vater mit den fünf kleinen Kindern schlicht und einfach überfordert ist, wird die Familie „zerrissen“. Der älteste Sohn bleibt mit dem Vater im kärntnerischen Friesach, die anderen Kinder werden bei verschiedenen Pflegefamilien untergebracht. So landen Nikolaus und sein jüngerer Bruder Helmuth bei den Wilplingers in Straßburg, einer kleinen Gemeinde im Norden Kärntens. „Als wir von zu Haus weggebracht und getrennt wurden, brach eine Welt für mich zusammen,“ meint Nik P. „Obwohl nichts mehr zu Hause funktionierte und wir in einem Chaos lebten, wollte ich nicht weg. Heute weiß ich, dass es für mich und meine Geschwister das Beste war.“

Die besten zweiten Eltern der Welt

„Meine Zieheltern sind für mich die besten Eltern, die ich haben konnte,“ sagt Nik P. Dann stockt er, und ergänzt. „Oder sagen wir so: Die besten zweiten Eltern, die ich haben konnte.“ Nicht nur „Mama und Papa Wilplinger“, auch die beiden Stiefgeschwister Helga und Lorenz nehmen die zwei Presnik-Kinder mit offenen Armen auf und ermöglichen ihnen eine „sehr schöne und sehr liebevolle“ Kindheit. Entscheidend für die Zukunft des kleinen Nikolaus ist aber auch die Nähe von Straßburg zum steirischen Teufenbach. In Teufenbach arbeitet er als Kellner und Zimmermann, in einem Studio in Teufenbach nimmt er seine erste Platte auf. In Teufenbach lernt er aber auch die Mütter seiner Kinder kennen. Und er bekommt die Chance, seine positiven Erfahrungen
mit den Stiefeltern weiterzugeben – als Vater an ein Kind, das nicht sein leibliches ist.

Immer wieder Teufenbach

Nik P. hat vier Kinder. Stephanie, 18, und Sabrina, 12, stammen aus seiner ersten Ehe. Mit seiner zweiten Ehefrau hat er Niklas, 4, bekommen – sie hat aber auch ihre Tochter Lisa, heute 9, in die Ehe mitgebracht. „Klar fühlt man sich zu seinen leiblichen Nachfahren mehr hingezogen. Es ist eine andere,
innigere Zuneigung spürbar. Ich habe aber immer versucht, fair zu sein und keinen Unterschied zwischen Lisa und den anderen Kindern zu machen,“ erklärt Presnik das Verhältnis zu seiner „Stieftochter.“ Auch die vier Kinder, die alle in Teufenbach leben, machen laut Presnik kaum einen Unterschied zwischen den „echten“ und den „anderen“ Geschwistern. „Das habe ich bei meinen Kindern noch nie erlebt,“ meint der Sänger. „Da gibt es keinen Unterschied. Der Niklas zum Beispiel ist für Stephanie und Sabrina einfach ihr Bruder, und die Lisa ist einfach ihre Schwester. Fertig.“ „Der Gedanke, ob
„echt“ oder „anderer“, kommt gar nicht auf,“ erzählt Stephanie. „Ich hab’ an so was noch nie gedacht. Wir gehören einfach zusammen und sind ein Team. So ist das.“

„Ganz besonders begrüße ich meine Eltern!“

Am 7. Juli 2007 findet in Teufenbach „das große Nik P. Open Air“ statt. Die Veranstaltung ist seit Jahren ein Highlight für Deutschpop- und Schlagerfans. Auch heuer werden tausende Fans nach Teufenbach pilgern. Einigen Zuschauern wird der Star der Veranstaltung einen ganz besonderen Empfang bereiten: „Ich begrüße natürlich meine Kinder, meine Geschwister und meine Eltern von der Bühne aus. Das mache ich immer, das ist mir sehr wichtig,“ erzählt Nik P. Die Eltern, das sind Lorenz und Gertrude Wilplinger. „Ich bin ihnen sehr dankbar. Sie haben viel für mich getan, und für meine Kinder sind sie wie Oma und Opa. Und außerdem sind sie sehr stolz, dass ich etwas aus mir gemacht habe.“ Nik P.s leibliche Eltern – sein Vater ist 1989 verstorben
– werden bei dem Heimspiel in Teufenbach in Liedern wie „Der Himmel wartet auf dich,“ „Die Zeit“, oder „Manchmal bin ich traurig“ präsent sein. Und natürlich beim Song „Ich kann die Sterne noch sehen“, wenn Nik P. singt: „In Mutters Armen habe ich oft geweint. Wie ein kleiner Junge möcht ich manchmal noch sein.“ Eine ganz klar artikulierte Sehnsucht nach dem Unmöglichen, die mit einer Melodie, die sofort ins Ohr geht, der Endstation Sehnsucht entgegen reitet – das ist der Stoff, aus dem viele der ganz großen Schlager-Hits gemacht sind. Ihre Basis ist oft ein simples Motto: Wenigstens träumen wird man ja noch dürfen. Und nach dem Schmerz kommt die Erlösung. Oder zumindest bessere Zeiten. „Ich konnte vieles erleben, das ich in meinen Träumen sah,“ lautet der Refrain von „...Sterne noch sehen.“ Tausende Fans werden beim Konzert in Teufenbach aus Leibeskräften mitsingen. Nik P. wird dabei vielleicht einmal kurz schweigen und das Mikro in die Menge strecken. Und für einen kurzen Moment nur genießen.

Anmerkung der Redaktion: Von Leserin Gabriele M. wurden wir darauf hingewiesen, dass Nik P. seit mittlerweile sechs Jahren von seiner zweiten Frau geschieden und bereits zum dritten Mal verheiratet ist. 

Kommentare   

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