Großfamilien

Sind wir kinderfeindlich?

Dieser Frage ist die BAT-Stiftung für Zukunftsfragen in ihrer neuesten Europauntersuchung nachgegangen und hat repräsentativ über 11.000 Europäer ab 14 Jahren in zehn Ländern befragt. Das Ergebnis: Mit großem Abstand rangiert Dänemark beim Thema Kinderfreundlichkeit an erster Stelle. Neun von zehn Dänen stufen ihre Heimat als kinderfreundlich ein. Und während immerhin noch knapp die Hälfte der Spanier, Niederländer und Griechen dies über ihr Land behauptet, ist es in Deutschland nur etwa jeder dritte Bürger, der Kinderfreundlichkeit in der Gesellschaft wahrnimmt. Die große Zufriedenheit der Dänen erklärt Professor Dr. Ulrich Reinhardt, der Wissenschaftliche Leiter der BAT-Stiftung, unter anderem mit dem hohen Emanzipationsgrad im Königreich Dänemark: „Egal, ob man sich den Anteil von berufstätigen Frauen, die Quote von weiblichen Führungskräften, die Anzahl von Krippenplätzen oder die Möglichkeit, Beruf und Familie miteinander zu verbinden, anschaut – überall liegt Dänemark deutlich über dem europäischen Durchschnitt. Zudem ist aber auch der hohe Stellenwert von Familien sowie deren gesellschaftliche Anerkennung ausschlaggebend für den hohen Wert.“

Was läuft falsch in unserem Land
„Da stimmt doch etwas nicht in unserem Land, wenn laut einer aktuellen Studie 69 Prozent der Österreicher ihr Land als kinderfeindlich wahrnehmen“, sagt Mag. Martina Kronthaler, Generalsekretärin der aktion leben österreich. Sie appelliert: „Politikerinnen und Politiker muss der Befund dieser Studie alarmieren! Im Wahljahr 2013 erwarten wir uns neuen Schwung in der Politik für Familien, dem auch Taten folgen müssen.“
Österreich belegt in der Studie den viertletzten Platz im europäischen Vergleich von zehn Ländern. Aber nicht nur das. Die aktuelle Umfrage der Stiftung für Zukunftsfragen in Hamburg zeigt im Hinblick auf die Zahlen von 2010, dass die Meinung sogar von noch 39 mittlerweile auf 31 Prozent gesunken ist. „Es ist die Aufgabe der Politik, Maßnahmen zu schaffen, die Menschen wieder Mut und Zuversicht für ein Leben mit Kindern verschafft“, so Kronthaler weiter.
 
Politiker als Vorbilder
Die aktion leben-Generalsekretärin fordert eine positivere Haltung gegenüber dem Leben mit Kindern – allen voran bei den PolitikerInnnen: „Wir wünschen uns Menschen an der Spitze unseres Landes, die überzeugt sind, dass das Leben mit Kindern für uns alle eine Bereicherung ist! Und wer sich um Kinder gut kümmert eine für alle wertvolle Arbeit leistet.“ Sie fordert weiter: „Schluss mit der Jammerei über die Belastung durch Kinder – her mit den Taten!“ So wünscht sich aktion leben eine verlässliche Familienpolitik. Eltern müssen sich auf die Kontinuität von Familienleistungen verlassen können. Nur so ist eine langfristige Lebensplanung möglich. Es führt zu immenser Verunsicherung, wenn überlegt wird, die Langform des Kinderbetreuungsgeldes zu streichen.
Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf muss für Mutter wie auch den Vater bei den Unternehmen politisch eingefordert werden. „Es ist wichtig für Eltern, dass sie die für ihr Kind beste Betreuung frei wählen können: sei es, dass sie ihre Kinder selbst, in welchem Ausmaß auch immer, betreuen, sei es dass es ausreichend qualitätsvolle Einrichtungen gibt – auch für Schulkinder“, sagt Kronthaler und verweist zum Beispiel auf die langen Ferienzeiten, in denen speziell Berufstätige häufig Betreuungsschwierigkeiten haben.

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