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Berufsbild SOS-Kinderdorf-Mama

"Die Lebenswelten haben sich generell verändert", sagt Elisabeth Hauser, Pädagogische Leiterin von SOS-Kinderdorf in Österreich. "Das Bild von Frauen und Müttern, die ihr ganzes Leben auf ihre Kinder ausrichten, ohne auf eigene Bedürfnisse zu achten, entspricht nicht mehr den gesellschaftlichen Gegebenheiten. Die individuelle Lebensgestaltung von Familien, von Frauen, Kindern und Männern, ist vielfältiger und komplexer geworden, auch im SOS-Kinderdorf", sagt Hauser.

Vor diesem Hintergrund bietet SOS-Kinderdorf heute eine Reihe von Modellen an, wie SOS-Kinderdorf-Mütter und -Väter ihren Alltag mit den Kindern leben können. So ist es möglich, dass auch Ehepaare gemeinsam im SOS-Kinderdorf leben und der Partner seinem Beruf weiter nachgeht. Wichtig ist die Bereitschaft, bei den Betreuungsaufgaben mitzumachen. Der Partner erhält dazu Schulungen im SOS-Kinderdorf, kann Supervision in Anspruch nehmen und sich geringfügig anstellen lassen.

Auch Frauen und Männer mit eigenen Kindern können im SOS-Kinderdorf arbeiten. Dass die eigenen Kinder gemeinsam mit "Hausgeschwistern" aufwachsen, sieht man bei SOS-Kinderdorf als bereichernde Erfahrung. Beim "Generationenmodell" können sich SOS-Kinderdorfmütter/-väter entscheiden, ob sie den Beruf für eine oder mehrere Generationen von Kindern ausüben. Es kann auch zwischen einer Fünf- oder Sechstagewoche gewählt werden, an den freien Tagen betreut eine Familienhelferin die Kinder. "Wir denken auch über ein Modell nach, bei dem SOS-Kinderdorf-Mütter außerhalb des Kinderdorfes einer Tätigkeit nachgehen können, wenn die Kinder in der Schule sind", erzählt Elisabeth Hauser.

"Leicht war es noch nie, Kinderdorfmütter zu finden - weder damals noch heute. Trotzdem ist das Interesse nach wie vor gegeben, die Sehnsucht nach einer sinnstiftenden und erfüllenden beruflichen Tätigkeit vielleicht sogar im Steigen", sieht Hauser eine gesellschaftliche Tendenz. "Gerade deshalb bedarf es für die Prüfung der Eignung und endgültige Entscheidung eines sorgsamen Prozesses von beiden Seiten", sagt Hauser über die Auswahl- und Ausbildungskriterien, "um spätere Enttäuschungen oder unrealistische, idealisierte Vorstellungen von vornherein zu vermeiden", so Hauser.

Vom ersten Fragebogen und intensiven Gesprächen über praktisches Kennenlernen des beruflichen Alltags bis hin zur ausführlichen persönlichen Reflexion und fachlich fundierten Ausbildung ist es ein langer Weg. Schritt für Schritt nähern sich Interessenten/innen einem realistischen Berufsbild und lernen sich und die Anforderungen sehr gut kennen. Frauen und Männer, die sich für den Beruf SOS-Kinderdorf-Mutter/-Vater interessieren, müssen mindestens 25 Jahre alt sein und eine abgeschlossene Berufsausbildung mitbringen. Derzeit arbeiten in den elf österreichischen SOS-Kinderdörfern 72 SOS-Kinderdorfmütter und vier -väter, acht Frauen sind in Ausbildung.

Infos/Kontakt: für Frauen/Männer, die sich für den Beruf interessieren: SOS-Kinderdorf Mag. Bettina Miller, Leiterin HR Management Stafflerstraße 10a, 6020 Innsbruck E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Tel.: 0512/59 18-0

 

Fotocredit: SOS-Kinderdorf/Mägi

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