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Stopp der Gewalt gegen Kinder

Der tragische Fall der verstorbenen Leonie macht mich wütend und betroffen! Gewalt darf niemals Teil der Erziehung sein und die sprichwörtlich "gesunde Watsche" ist niemals gesund, sondern immer falsch und kategorisch abzulehnen" betonte Familienministerin Sophie Karmasin heute anlässlich der Präsentation einer aktuellen Studie zu "Gewalt am Kind". Nach Schweden, Norwegen und Finnland war Österreich der weltweit vierte Staat, in dem die körperliche Züchtigung von Kindern ausdrücklich und endgültig gesetzlich verboten wurde.

Der tragische Fall der kleinen Leonie zeige jedoch, dass das Gewaltverbot gegen Kinder auch nach 25 Jahren noch immer nicht bei allen Eltern verankert ist.

Die Studie des Bundesministeriums für Familien und Jugend verzeichne einen abnehmenden Trend bei der Einstellung zu körperlicher Gewalt gegen Kinder in den letzten dreißig Jahren. Waren es 1977 nur 27% der Befragten die "Schlagen" ablehnten, so sind es heutzutage 78%. Bedenklich bleibe jedoch die noch immer hohe Anzahl der Gewalterfahrungen der Studienteilnehmer, 38% berichten von Schlägen mit der Hand die sie in ihrer Kindheit erlebt hätten.

"Gerade anlässlich des 25-Jahre Jubiläums der Kinderrechte-Konvention müssen wir besser hinschauen wenn wir Anzeichen von Gewalt in der Familie erkennen", so Karmasin die einen neuen Leitfaden für Pädagogen präsentierte der helfen soll, Gewalt am Kind schnellstmöglich zu erkennen und den betroffenen Kindern zu helfen. Zudem fördere das BMFJ Kinderschutzzentren, Familienberatungsstellen, Kinder- und Jugendhilfe, sowie Elternbildungsmaßnahmen um die gewaltfreie Erziehung noch stärker zu etablieren.

"Österreich hat bei der Gewaltfreiheit schon viel erreicht - wenn ich nur an die USA denke, wo in 19 Bundesstaaten Gewaltausübung durch Lehrer in den Schulen noch erlaubt ist, oder an Frankreich wo Gewalt an Kindern nicht unter Strafe steht. Dennoch sind wir noch nicht dort wo wir hinwollen, das hat uns der Fall "Leonie" wieder schmerzhaft vor Augen geführt", so Karmasin und weiter: "Kinder haben zwar nicht immer Recht, aber Kinder haben immer Rechte!".

BabyExpress fordert: Höhere Strafen bei Gewalt gegen Kinder

Bereits seit Jahren fordert BabyExpress-Verlegerin Barbara Mucha höhere Strafen bei Gewalt gegen Kinder.  Damit gequälte oder sexuell missbrauchte Kinder, die es schaffen, die Spirale aus Scham, Angst, Schuldbewusstsein und Gewalt zu durchbrechen und Anzeige erstatten, ihren Peinigern nicht wenige Jahre später wieder gegenüberstehen müssen. Therapie gibt es in den Gefängnissen viel zu selten. Also gehen die Misshandlungen in vielen Fällen weiter.

Jeden Tag werden mehrere Kinder Opfer von brutalen, perversen oder einfach nur rücksichtslosen Erwachsenen. Die Täter kommen aus allen gesellschaftlichen Schichten. Sie sind unter uns – und bleiben es meistens auch. Nur die wenigsten Fälle kommen zur Anzeige – und führen oft zu einem Urteilsspruch, der das Wort „Bestrafung“ nicht verdient. Ein Blick in die Kriminalstatistik zeigt, dass Eigentumsdelikte noch immer härter bestraft werden als Gewalt- oder Sexualvergehen gegen Kinder. "Ist ein gestohlenes Auto wirklich mehr wert als ein zerstörtes Kinder- und in weiterer Folge Erwachsenenleben? Wir möchten diese Frage mit einem klaren „NEIN“ beantwortet haben – und fordern daher höhere Strafen bei Gewalt gegen Kinder", so Barbara Mucha.

Foto: Feiner/BKA

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