uebergewicht

Rund – aber nicht gesund

Besonders die USA scheinen „Spitzenreiter“ auf diesem Gebiet zu sein: Mehr als jeder dritte US-Amerikaner ist fettleibig – Tendenz steigend. Aber auch bei uns leiden immer mehr Menschen an Übergewicht. Felix Klemme, bekannt aus dem TV-Format „Extrem schwer – Mein Weg in ein neues Leben“ erklärt, was man tun kann, um sich vor Übergewicht zu schützen.
 
Übergewicht ist ein hoher Risikofaktor für zahlreiche Zivilisationskrankheiten. Übergewichtige und extrem übergewichtige Menschen haben ein doppelt bis dreifach erhöhtes Risiko, einen vorzeitigen Tod zu erleiden. Liegt der Body Mass Index (BMI) über 30, spricht man bereits von Übergewicht. Hier beginnt das Risiko für Gesundheitsprobleme. Der BMI beschreibt das Verhältnis von Körpergewicht zur Körpergröße und hängt mit der Menge des Körperfettanteils zusammen. Er wird aus dem Gewicht durch die Größe im Quadrat ermittelt. Normalerweise liegt der Wert zwischen 19 und 25, Menschen mit einem BMI von 35 gelten als schwer adipös. Folgeerkrankungen, wie Bluthochdruck, Diabetes und Schlaf-Apnoe sind keine Seltenheit. Starkes Übergewicht ist auch ein hoher Risikofaktor für Krebs: Jährlich sterben in den USA bis zu 115.000 Menschen an einem durch Fettleibigkeit ausgelösten Tumor.
 
Welcher Sport ist für Übergewichtige geeignet?
Eine Reihe von Untersuchungen konnte zeigen, dass man diese Risiken deutlich reduzieren kann, wenn man Körpergewicht reduziert. So lässt sich beispielsweise mit einer ausgewogenen Ernährung und einem mäßigen Sportprogramm Übergewicht vermeiden bzw. abbauen. Doch insbesondere letzteres erweist sich bei schwergewichtigen Menschen oftmals als problematisch, da viele Sportarten eine Mehrfachbelastung für die Gelenke darstellen. Experten raten zu einer schonenden Aktivität wie z. B. Schwimmen oder Aquajoggen, denn der Wasserauftrieb entlastet die Gelenke. „Viele übergewichtige Menschen verbinden mit dem Begriff Sport Negatives. Möglicherweise aus ihrer Vergangenheit in der Schulzeit. Deshalb spreche ich viel lieber von Bewegung. Denn genau darum geht es! Die tägliche Bewegung auf ein Maß voranzutreiben, dass ich wenigstens 60 bis 90 Minuten täglich in Bewegung bin. Und da reicht es, spazieren zu gehen“, rät Diplom Sportwissenschaftler und Life Coach Felix Klemme.
 
Wie man sich bei Übergewicht ernähren sollte
Es ist erwiesen, dass eine eiweißkonzentrierte Ernährungsweise während einer Diät den Gewichtsverlust fördern kann. Kohlenhydratreiche Nahrungsmittel gänzlich vom Speiseplan streichen, halten viele Ärzte jedoch für bedenklich, liefern beispielsweise Vollkornprodukte doch hochwertige Ballaststoffe, die die Darmtätigkeit regulieren. Wer Gewicht verlieren möchte, sollte pflanzliche Lebensmittel in hohen Mengen zu sich nehmen. Neben vegetarischen Mahlzeiten sind aber auch zwei bis drei magere Fleischportionen pro Woche erlaubt, ebenso wie ein bis zwei Fischmahlzeiten. Auf Süßigkeiten und Alkohol sollte man hingegen gänzlich verzichten. Auch mit Fetten sollte man sparsam umgehen. Statt drei großer empfehlen Experten über den Tag verteilt fünf bis sechs kleinere Mahlzeiten. Als Zwischenmahlzeiten eignen sich Obst und Gemüse sowie magere Milchprodukte.
Eine solche Ernährung belastet den Körper weniger und sorgt für gleichmäßige Leistungsfähigkeit. Mindestens 2 Liter Flüssigkeiten in Form von Wasser oder ungesüßtem Kräutertee sind ideal. Es empfiehlt sich insbesondere für stark übergewichtige Menschen ein Ernährungstagebuch. Dadurch behalten sie den Überblick über die genaue Menge und können gleichzeitig ihre Gefühle und Empfindungen beim Essen notieren. Eine professionelle Ernährungsberatung entwirft ein maßgeschneidertes Ernährungsprogramm für den individuellen Patienten. 
 
Mangelerscheinungen bei Übergewicht
Überraschenderweise wurde in einer Studie festgestellt, dass bei vielen übergewichtigen Menschen ein Nährstoffmangel vorliegt. Dieser betraf mehrere Vitamine und Spurenelemente und bewegte sich in einem gesundheitlich bedenklichen Rahmen. So zeigten Untersuchungen z. B., dass  der Vitamin D-Spiegel im Zusammenhang mit Übergewicht steht. Vitamin D spielt bei der Insulinproduktion der Bauchspeicheldrüse eine wichtige Rolle. Durch dieses Nährstoffdefizit wird das sowieso bereits erhöhte Diabetesrisiko adipöser Menschen noch weiter gesteigert. Übergewichtige Jugendliche leiden besonders häufig unter einem Eisenmangel. 

Mögliche weitere Folgeerkrankungen durch Übergewicht

 + Krebserkrankungen (besonders Speiseröhren-, Darm-, Gallenblasen-, Nieren-, Brust-, Magen- und Bauchspeicheldrüsenkrebs, Ovarialkarzinom)
+  erhöhte Harnstoffwerte (Hyperurikämie bzw. Gicht)
 +  Herzversagen, Koronare Herzkrankheit und Herzinfarkt
   + Schlaganfall
    + nicht-alkoholisch bedingte Lebererkrankungen, Fettleber, Gallensteine
    + Sodbrennen (Reflux)
    + Erkrankungen am Bewegungsapparat, besonders Arthrose in den Knien und Hüftgelenken
    + erhöhtes Risiko bei Narkosen und Operationen
    + Gerinnungsstörungen und Gefahr von Thrombosen


Kommentare   

0 #1 Mickie 2017-03-27 02:28
Alphabet and Inc are among a rising number of corporations that are attempting to make bundle supply
by drones a actuality. But drone deliveries aren't anticipated to take flight till after the Federal Aviation Administration publishes ultimate guidelines for commercial drone operations, anticipated this year.


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