Maedchen auf Wiese mit Pusteblumen und Allergie  Kzenon - Fotolia  Kopie

Die Pollen-Saison beginnt – was können wir tun?

Sie sind für das freie Auge unsichtbar. Doch immer mehr Menschen reagieren heftig auf Allergene, die sich im Blütenstaub ebenso finden wie in Tierhaaren oder Nahrungsmitteln. Schon bald startet wieder die Heuschnupfen-Saison. Wer rechtzeitig vorsorgt, hat jedoch gute Chancen, ohne Taschentuch und Leidensdruck die warme Jahreszeit zu genießen.

Schon schmilzt der Schnee, die Temperaturen steigen, es dauert nicht mehr lang, bis die Natur wieder erwacht und der Frühling uns mit einem Blütenmeer erfreut. Doch sobald es grünt und blüht, fliegen auch die Pollen. Und damit beginnt für viele Menschen eine monatelange Leidenszeit. Ihr Immunsystem gerät durch den Blütenstaub von Gräsern, Sträuchern, Bäumen, Getreide, Kräutern oder Blumen aus den Fugen. Die Allergieauslöser (Allergene) werden eingeatmet und gelangen über die Atemluft auch auf Haut und Augen. Bei der Abwehrreaktion wird unter anderem die körpereigene Substanz Histamin freigesetzt, welche die Blutgefäße in Nase und Augen erweitert und dadurch die typischen Symptome wie Fließschnupfen, gerötete, juckende Augen und Nießattacken hervorruft. Heuschnupfen, der durch Gräserpollen ausgelöst wird, ist das häufigste Erscheinungsbild dieser überschießenden Reaktion des Immunsystems und betrifft auch viele Kinder. In Österreich immerhin fünf Prozent aller 6- bis 7-Jährigen und bereits 17 Prozent der 13- bis 14-Jährigen. Zusätzlich ist, laut Erhebungen, davon auszugehen, dass bis zu 50 Prozent der kleinen Allergiker auch ein Asthma bronchiale aufweisen oder dieses im weiteren Krankheitsverlauf entwickeln.

Heuschnupfen heilt nicht einfach ab
Im Gegensatz zum Erkältungsschnupfen heilt der allergische Heuschnupfen nicht einfach ab. Bleiben die Beschwerden unerkannt und somit unbehandelt, besteht die Gefahr, dass sich weitere Allergien entwickeln. Zudem kann sich die allergische Entzündung im Lauf der Zeit von den oberen Atemwegen auf Bronchien und Lunge ausdehnen und, wie bereits erwähnt, chronisches Asthma verursachen. Was also tun, bevor der Leidensweg im Frühjahr beginnt?

Ursache und Symptome gemeinsam bekämpfen
In vielen Fällen werden leider nur die Symptome der Betroffenen durch die Gabe von Antihistaminika, Kortison und Leukotrienantagonisten bekämpft. Dadurch bleibt die Grunderkrankung des Immunsystems selbst jedoch unbeeinflusst. Lediglich die spezifische Immuntherapie (Allergie-Impfung) kann Beschwerden langfristig bessern, denn sie bekämpft neben den allergischen Beschwerden auch gezielt die Ursache einer allergischen Erkrankung. Dabei wird drei Jahre lang in regelmäßigen Abständen der Allergieauslöser als standardisierter Allergenextrakt verabreicht, bis sich der Körper schließlich an das Allergen gewöhnt hat und bei Kontakt nicht mehr überreagiert. Diese Behandlungsmethode wird seit vielen Jahren bei Kindern und Erwachsenen erfolgreich angewandt. Sie hat jedoch ein Nachteil: All jene, die sich vor Spritzen fürchten, also speziell Kinder, sind davon weniger begeistert.
Glücklicherweise gibt es bereits seit 2009 eine Allergie-Impfung in Tablettenform. Die geschmacksneutral Gräsertablette kann bereits von Kindern ab 5 Jahren eingenomen werden, sie ist schnell lösliche und wird einmal täglich unter die Zunge gelegt, wo sie sich innerhalb von Sekunden auflöst. Der Wirkstoff, ein hochkonzentrierter Gräserpollenextrakt, wird von der Mundschleimhaut aufgenommen. Damit auch Pollenallergiker möglichst beschwerdefrei die schöne Jahreszeit genießen können, empfehlen Experten, möglichst frühzeitig mit einer Therapie zu beginnen. Die Behandlung sollte mindestens acht Wochen vor der Gräserpollensaison im Mai gestartet werden. Das bedeutet idealerweise bereits nach dem Abklingen der allgemeinen grippalen Infekte, spätestens aber Anfang März, sollte mit der täglichen Einnahme begonnen werden, damit bereits in der Pollensaison 2015 Linderung bemerkt werden kann. Die Therapiedauer mit dieser Behandlungsart beträgt insgesamt drei Jahre.

Nichts ersetzt den Arztbesuch
Die Diagnose einer Allergie und die Erstverschreibung der Gräsertablette wird vom Facharzt (Dermatologe, Pulmologe, HNO oder Pädiater) durchgeführt, die Folgeverschreibung der spezifischen Immuntherapie in Tablettenform kann auch der Hausarzt übernehmen. Die Therapiekosten werden von der Krankenkasse übernommen.

Sind auch Sie von Allergien betroffen? Machen Sie hier den Test.

Foto: Kzenon - Fotolia

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