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Schütz dich vor der Sonne

Endlich Sommer. Wer träumt jetzt nicht von Sonnenbädern und gebräunter Haut? Leider werden die Gefahren der UV-Strahlung noch immer unterschätzt. Wer Kinder am Strand oder im Bad spielen sieht, kann sich wohl kaum vorstellen, dass sie in späteren Jahren dafür vielleicht mit Hautkrebs bezahlen müssen. Doch Kinderhaut reagiert auf Sonne ganz besonders empfindlich. Ihr fehlt noch die nötige Hornschichtdicke – auch Lichtschwiele genannt –, die die Haut vor den Sonnenstrahlen schützt. Die Strahlen können so tiefer in die Haut eindringen als bei Erwachsenen und dort Gesundheitsschäden verursachen, deren Wirkung sich erst später zeigt. Experten raten daher, Babys bis zum Alter von sechs Monaten überhaupt nicht der prallen Sonne auszusetzen. Sie gehören immer in den Schatten. Auch Kleinkinder bis zu drei Jahren sollten möglichst wenig Sonne abbekommen. Der Grund: Die Haut reagiert auf Sonne extrem empfindlich, denn sie hat nur einen sehr schwach ausgeprägten Zellschutz und ist um vieles dünner als die Haut von Erwachsenen. Die Strahlen können deshalb viel tiefer in die Haut eindringen und dort Gesundheitsschäden verursachen, deren Wirkung sich erst Jahrzehnte später zeigt. Ärzte warnen seit Jahren: Wer sich zu intensiv der Sonne aussetzt, erhöht sein Hautkrebsrisiko um ein Vielfaches. So ist die Anzahl der Sonnenbrände, die ein Mensch bis zum 18. Lebensjahr erleidet, ein entscheidender Faktor für das Risiko, später an Hautkrebs zu erkranken.

Gut eingecremt ist die Haut vor UV-Strahlen geschützt

Kinder sollten vor ihrem Aufenthalt im Freien deshalb immer gut eingecremt werden. Experten empfehlen wasserfeste Lotion mit einem Lichtschutzfaktor von mindestens 20. „Wasserfest“ bedeutet allerdings nur, dass eine Creme nach zweimal 20 Minuten Baden noch zu 50 Prozent vorhanden sein muss. Darum sollte auch wasserfester Sonnenschutz nach dem Baden erneuert werden. Wer das Allergierisiko senken will, sollte von vornherein parfüm- und konservierungsstofffreie Mittel kaufen. Angst vor krankheitserregenden Keimen brauchen Eltern deshalb nicht zu haben, denn die im Handel erhältlichen Produkte sind mikrobiologisch einwandfrei. Kinder, die auf Emulgatoren allergisch reagieren, können mit fettfreien Gelen aus der Apotheke eingecremt
werden. Eine Allergie sollte in keinem Fall ein Grund sein, die Kleinen ungeschützt in die Sonne zu lassen. Für Kinder wie Erwachsene gilt, die Creme schon eine halbe Stunde vor dem Sonnenbad aufzutragen. Erst dann kann sich der Lichtschutz voll entfalten. Wer glaubt, Bräune sei ein Zeichen von Gesundheit und Vitalität, der irrt. Der bronzefarbene Teint ist nichts anderes als ein Schutzmantel, den sich die Haut zulegt, um sich vor der ultravioletten
Strahlung zu schützen. Obwohl das UV-Licht nur vier Prozent der auf die Erde gelangenden Sonnenstrahlung ausmacht, ist es für die meisten Hautschäden verantwortlich. 44 Prozent gehen auf das Konto der Infrarotstrahlung, 52 Prozent sind sichtbares Licht. Bis vor wenigen Jahren gab man
ausschließlich den UVB-Strahlen die Schuld an lichtbedingten Hautschäden. Untersuchungen konnten jedoch beweisen, dass auch das UVA-Licht massive Schädigungen hervorrufen kann. Sie sind zwar weniger spürbar, dafür umso nachhaltiger. UVA-Strahlung ist der langwellige, ultraviolette Anteil des Sonnenlichts, der zwar die schnelle Bräunung bewirkt, aber auch vorzeitige Hautalterung, Sonnenallergien und erhöhtes Hautkrebsrisiko verursachen kann. Fast 40 Prozent des UVA-Lichts dringen in die Haut ein und verursachen dort Veränderungen an den Zellen. Die energiereicheren UVB-Strahlen führen schon nach kurzer Zeit zu Sonnenbränden und erhöhen das Melanomrisiko, indem sie zielstrebig auf den Zellkern losgehen und den genetischen Code schädigen. Aus diesem Grund sollten ausschließlich Sonnenschutzmittel mit Breitbandfilter (UVA- und UVB-Filterung) verwendet werden. Auch die
Augen müssen vor Schädigungen geschützt werden. Getönte Brillen mit entsprechendem UV-Filter schützen nicht nur die empfindliche Netzhaut Ihrer Kinder, sondern sehen obendrein cool aus.

Sonnenbrand: Was zu tun ist

Die Haut ist gerötet und brennt – was tun, wenn es doch zu einem Sonnenbrand gekommen ist? Zuerst sollten die betroffenen Hautstellen, wie bei allen Entzündungen, mit kalten Umschlägen gekühlt werden. Danach schmerzlindernde Lotions auftragen. Bei starkem Brennen, Blasenbildung,  Schwindelgefühl, Fieber und Schüttelfrost oder Übelkeit sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden, denn dies sind Anzeichen für einen Sonnenstich, bei dem das gesamte Immunsystem angegriffen ist. Vorsicht: Ist die Haut einmal gerötet, sollte die Sonne für einige Tage gemieden werden. Denn bei einem Sonnenbrand nützen selbst Cremes oder Sunblocker nichts mehr.

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