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Gelegentlich ein bisschen Gift

Ab und zu eine Zigarette, da ist doch gar nichts dabei. Irrtum! Wer glaubt, durch einen nur gelegentlichen Griff zum Glimmstängel dessen negativen gesundheitlichen Folgen aus dem Weg zu gehen, täuscht sich. Selbst eine Woche nach dem Konsum einer Zigarette lassen sich noch Verschlechterungen der Arterienfunktion erkennen. Dass Vielraucher in ihrer Arterienfunktion beeinträchtigt sind, ist schon länger bekannt. Nicht erforscht war hingegen, wie es um Gelegenheitsraucher steht, die weniger als eine Packung Zigaretten pro Woche rauchen. Um das herauszufinden, wurden 18 Studenten zu einem Experiment geladen. Jeweils die Hälfte waren Nichtraucher und Gelegenheitsraucher, die jedoch mindestens zwei Tage vor der Untersuchung nicht geraucht hatten. An ihrem Oberarm wurde eine aufgeblasene Blutdruckmanschette befestigt, die den Blutfluss zum Unterarm für gewisse Zeit verringerte. Nach einer schnellen Entfernung der Manschette wurde gemessen, wie die Hauptarterie am Unterarm auf den plötzlich verstärkten Blutfluss reagierte.

Auch einzelne Zigaretten sind schädlich

Das Ergebnis zeigte, dass sich der Genuss auch einzelner Zigaretten auf die Gesundheit auswirkt: Um ganze 36 Prozent schlechter war die Reaktion der Arterien der Gelegenheitsraucher im Vergleich zu denen ihrer abstinenten Kollegen. Man maß daraufhin bei den Gelegenheitsrauchern ein zweites Mal, dieses Mal unmittelbar nach einer Zigarette. Eine weitere Verschlechterung der Arterienfunktion um 24 Prozent stellte sich ein. „Wir fanden heraus, dass wiederholtes Zigarettenrauchen, auch wenn es nur gelegentlich geschieht, das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei sonst gesunden jungen Erwachsenen erhöht“, so der Studienleiter. Je gesünder eine Arterie ist, desto eher kann sie sich auf Änderungen im Blutstrom einstellen. Eine verschlechterte Empfindlichkeit der Arterien, die mit dem medizinischen Terminus der „fluss-mediierten Dilatation“ bezeichnet wird, ist ein frühes Anzeichen eines arteriellen Schadens, der oft einer Herz-Kreislauf-Erkrankung vorausgeht.

Rauchverhalten in Österreich

Laut einer im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit und Frauen durchgeführten österreichweiten Repräsentativerhebung zu Substanzgebrauch in Zusammenschau mit anderen aktuellen Quellen rauchen in Österreich zwischen 40 und 50 Prozent der Bevölkerung. Rund 19 Prozent der Raucher sind stark nikotinabhängig, weitere 13 Prozent rauchen bis zu einer Schachtel Zigaretten pro Tag. Starke Raucher sind schwer krankheitsgefährdet, denn Rauchen verursacht Krebs, Herz- Kreislauf-Krankheiten, Lungen- und Kehlkopfkrebs sowie andere schwerwiegende Erkrankungen und führt zu tabakassoziierter vorzeitiger Mortalität. Nikotin wirkt im Gehirn stimulierend oder auch entspannend. Die pharmakologischen und verhaltensorientierten
Prozesse, die eine Tabakabhängigkeit bestimmen, sind vergleichbar mit jenen bei Suchtgift. Seit 1.1.2001 ist Nikotinabhängigkeit eine in Österreich anerkannte Suchtkrankheit.Der Anteil rauchender Frauen ist in den letzten Jahrzehnten gestiegen, es rauchen gegenwärtig annähernd gleich viele Frauen wie Männer, wobei sich im Anstieg des Anteils rauchender Frauen vor allem das langsame Aussterben jener Frauengenerationen widerspiegelt, bei denen Rauchen gesellschaftlich nicht akzeptiert war und die daher nicht geraucht haben. Die erste Zigarette wird immer früher geraucht, wobei junge Mädchen
heute bereits etwas früher mit dem regelmäßigen Tabakkonsum beginnen als die Burschen. Von den 14- bis 19-Jährigen haben im letzten Jahr 60 Prozent geraucht, 13 Prozent dieser Jugendlichen sind sogar starke Raucher.

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