Fieber

Kongo-Fieber nach Zeckenbiss

Reisen in den süd- und osteuropäischen Raum kann die Gesundheit gefährden, warnen Mediziner. Denn hier könnten die Klimaerwärmung und die stetig wachsende internationale Reise- und Transporttätigkeit in einigen Jahren für das vermehrte Auftreten tropischer Infektionskrankheiten sorgen. Krankheitserreger könnten heute in kurzer Zeit von einem Teil der Welt in einen anderen gebracht werden, die Erwärmung des Klimas begünstige gleichzeitig die Etablierung bestimmter Stechmückenarten auch in gemäßigteren Breiten. In den kommenden Jahren und Jahrzehnten sei das häufigere Auftreten von tropischen Infektionserkrankungen in diesen Gebieten möglicherweise zu erwarten.

Chikungunya-Fieber in Italien

So hat es im vergangenen Sommer im Raum Ravenna, Italien, rund 200 Fälle von Chikungunya-Fieber gegeben, einer Viruserkrankung aus Südafrika und Südostasien, die von Mücken übertragen wird und Gelenksbeschwerden hervorruft. Ein Rückkehrer aus Indien hatte das Virus eingeschleppt.

Krim-Kongo-Fieber in Antalya

In der Türkei und Russland erkrankten im gleichen Zeitraum mehrere Hundert Menschen am Krim-Kongo-Fieber, das vor allem in Afrika und Asien verbreitet ist und durch Zecken übertragen wird. Die Symptome reichen von Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen bis hin zu Darmblutungen und Bluterbrechen, in vielen Fällen verläuft die Infektion sogar tödlich. In der Türkei sind in den vergangenen 18 Monaten insgesamt 56 Menschen an Krim-Kongo-Fieber gestorben. Das lebensgefährliche Krim-Kongo-Fieber wurde nun auch erstmals in der Gegend um die Urlauberstadt Antalya am Mittelmeer festgestellt. Eine 26-jährige Frau wird wegen des Verdachts auf die Krankheit behandelt und schwebt in Lebensgefahr. Jener Mediziner, der mit ihr in Kontakt kam, dürfte sich ebenfalls infiziert haben. Seit Sommerbeginn haben sich die Fälle von Zeckenbissen in der Türkei dramatisch erhöht. „Diese Krankheit wird vor allem durch relativ engen Kontakt mit Infizierten übertragen. Urlauber brauchen aber keine Angst zu haben, es besteht kein Risiko“, beruhigt Univ. Prof. Dr. Heinrich Stemberger, Leiter des Instituts für Tropen und Reisemedizin.

Infektionskrankheiten im Vormarsch

Auch aus anderen klimatisch gemäßigten Regionen der Welt werden durch Mücken übertragene Erkrankungen gemeldet, die dort bisher fremd waren. Es müsse also damit gerechnet werden, dass Infektionskrankheiten, die bislang nur in den Tropen und Subtropen verbreitet waren, zukünftig auch in Europa auftreten können. Eine Chikungunya- Epidemie sei aber nicht zu befürchten. Es hat sich auch noch keine dieser Krankheiten in Europa festgesetzt. Vielmehr als Europa würden die Entwicklungsländer in Zukunft mit diesen Tropenkrankheiten zu kämpfen haben.

Impfen schützt

Die Ausbreitung der durch Zecken übertragenen Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) gen Norden sei dagegen ein Fakt. Hier kann man sich aber einfach mittels einer Impfung schützen. Bei Reisen nach Süditalien, die Türkei oder die afrikanischen Mittelmeeranrainerstaaten sollte man sich im Vorhinein in jedem Fall gegen Hepatitis A impfen lassen und darauf achten, welche Nahrungsmittel man im Urlaub zu sich nimmt. In diesen Regionen ist das Hepatitis A-Virus, das eine infektiöse Leberentzündung verursacht, teils noch weit verbreitet. „Viele Erkrankungen von Touristen in diesen Ländern treten deshalb auf, weil einfach nicht an eine Gelbsucht-Impfung gedacht wurde“, sagt Tropenmediziner Univ. Prof. Dr. Thomas Löscher, Leiter des Tropeninstituts München.

Was ist Krim-Kongo Fieber?

Das Krim-Kongo-Fieber erhielt seinen Namen, weil es erstmals auf der Krim und im Kongo festgestellt worden war. Die Krankheit wird von Zecken übertragen und verläuft in vielen Fällen tödlich. Die Symptome setzen relativ schnell ein: Charakteristisch ist eine Gesichtsrötung und ein Gesichtsödem, Bindehaut- und Rachenrötung. Bei einem Teil der Patienten kommt es zu schweren gesundheitlichen Komplikationen verbunden mit Darmblutungen, Hautblutungen und Bluterbrechen. Die Sterblichkeitsrate beträgt zwischen zwei und 50 Prozent und ist vom Virusstamm abhängig. Die Inkubationszeit schwankt zwischen drei bis zwölf Tagen. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist unter anderem durch Speichel möglich.

Was ist Chikungunya-Fieber?

Das Chikungunya-Fieber wird durch Mückenstiche übertragen. Derzeit gibt es noch keine Schutzimpfung. Die Symptome: Kopfschmerzen, schneller Fieberanstieg und Gelenksbeschwerden. Die Gelenke sind zumeist geschwollen und sehr berührungsempfindlich, aber nicht gerötet. Manchmal kann
ein nicht juckendes Exanthem auftreten. Nach Abklingen der Erkrankung kann es bräunliche Hautflecken hinterlassen. Nur selten kommt es zu einer höheren Blutungsneigung des Körpers. Die Prognosen der Krankheit sind gut. Nur sehr wenige Patienten leiden unter monatelangen Gelenksbeschwerden. Das Fieber ist im östlichen und südlichen Afrika sowie in Indien verbreitet. Chikungunya heißt „gekrümmt Gehender“.

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