obst

So gut schmecken Vitamine?!

Äpfel, Bananen, Kiwis, Birnen, Litschis, Mangos,... Wer vom Einkauf auch ein paar wohlschmeckende Vitamine für sich und seine Lieben mit nach Hause bringen möchte, kann aus einer breiten Palette wählen. Experten empfehlen, vor allem bei heimischen Obstsorten der Saison zuzugreifen. Das fällt in unseren Breiten naturgemäß im Sommer besonders leicht: Einige der delikatesten und gesündesten Leckereien, die heimische Obstgärten zu bieten haben, kommen jetzt zur Reife.

Provitamin A: Wer bietet mehr?

Da sind zum Beispiel die bei vielen Kindern besonders beliebten Marillen, die nicht nur einen unvergleichlichen Geschmack, sondern auch viele gesunde Inhaltsstoffe zu bieten haben. Kaum eine Obstsorte enthält das im Sommer besonders wichtige Provitamin A (Carotin) im selben Ausmaß wie eine gute Marille, auch Vitamin B1, B2, C und Mineralstoffe sind in den aromatischen Früchten reichlich zu finden. Zwei nahe Verwandte der Marille, Pfirsiche und Nektarinen, geizen ebenfalls nicht mit Provitamin A. Die saftigen Früchte sind außerdem wahre Durstlöscher und eignen sich sehr gut für Fruchtsalate.

Multivitamin-Bomben aus dem Garten

Auch auf einigenheimischen Garten-Sträuchern reifen im Sommer wahre Multivitamin-Bomben: Himbeeren enthalten – ähnlich wie die ebenfalls demnächst frisch erhältlichen Früh-Birnen – hauptsächlich Kalium, Calcium, Magnesium und Vitamin C. Ribisel sind vor allem im Bezug auf ihren Vitamin C-Gehalt kaum zu übertreffen. Ende Juli gibt es dann auch schon die ersten frischen Sommeräpfel, die besonders viel Vitamin C enthalten, wenn sie frisch und sonnengereift in den Obstkorb kommen. Auch frische Erdbeeren sind im Juli noch erhältlich. Um diese wohlschmeckende Frucht ranken sich allerdings auch wenig schmeichelhafte Gerüchte...

Es brodelt in der Gerüchteküche

„Erdbeeren sind kaum gesund.“ Dieses Gerücht hält sich hartnäckig und wird von vielen Eltern immer wieder diskutiert. „Erdbeeren haben einen sehr hohen Vitamin C Gehalt,“ erklärt die Ernährungswissenschafterin Dr. Petra Bareis. Auch Folsäure und die Mineralstoffe Calcium, Magnesium sowie Mangan, Eisen und Kalium sind in Erdbeeren reichlich enthalten. „Allerdings ist Vitamin C auch ein sehr instabiles Vitamin und wird vom Luftsauerstoff zerstört. Daher gilt auch hier: je kürzer die Transportwege sind, umso höher werden die Vitamingehalte sein. Und je kleiner die Früchte sind, umso besser  schmecken sie. Meist haben kleine Erdbeeren auch mehr Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe pro Gewichtseinheit.“ Auch die Frage nach dem Sinn oder Unsinn des Schälens von Äpfeln sorgt immer wieder für Gesprächsstoff. „Äpfel sollten nur dann für Kinder geschält werden, wenn die Belastung an Schadstoffen größer ist als der Nutzen an Vitaminen und sekundären Pflanzeninhaltsstoffen,“ meint die Expertin. „Und natürlich für die ganz Kleinen, denen möglicherweise noch ein paar Zähne fehlen...“

„Obst und Gemüse, das lange Transportwege zurücklegen muss, wird unreif geerntet, dementsprechend haltbar gemacht und weist somit eine höhere Belastung an unterschiedlichsten Chemikalien auf. Saisonalem und heimischem Obst und Gemüse sollte der Vorzug gegeben werden, am Besten aus
biologischem Anbau, weil hier die Belastung mit Chemikalien am Geringsten ist.“
Dr. Petra Bareis, Ernährungswissenschafterin

WAS SOLLTE EIN KIND ESSEN, UM DEN TÄGLICHEN VITAMINBEDARF ZU DECKEN?
Zwei Portionen Obst und drei Portionen Gemüse pro Tag reichen aus, um die von den internationalen Gesellschaften für Ernährung definierten Referenzwerte zu erreichen. Dabei gilt folgende Faustregel: Eine Portion ist die Menge, die in zwei Hände der jeweiligen Person passt.

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