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Hausmittel gegen Schnupfennasen

Wenn die Tage kühler werden, steigt die Erkältungsgefahr. Kinder sind in dieser Zeit besonders anfällig für grippale Infekte. Wir verraten Ihnen, wie Sie Ihre Kleinen vor Halsschmerzen und Husten schützen können. Und stellen Ihnen altbewährte Hausmittel vor, die im Akutfall garantiert helfen.

Sie hat uns bald wieder im Griff, die kalte Jahreszeit mit ihren geradezu epidemisch auftretenden Erkältungen. Leider ist trotz aller Fortschritte im Pharmabereich gegen grippale Infekte noch immer kein Kraut gewachsen. Doch Eltern können vorbeugen und ihren Kindern quälenden Husten,   schmerzhaftes Halskratzen und schlaflose Nächte ersparen. Wie? Durch ein fittes, gestärktes Immunsystem. Und so funktioniert es. „Zufriedene Kinder sind gesunde Kinder”, sagt Univ. Prof. Dr. Zsolt Szepfalusi von der Wiener Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde am Wiener AKH. Deshalb ist für den Nachwuchs eine harmonische Umgebung besonders wichtig. Mütter, die Stress haben, übertragen diesen auf ihre Kinder und tun ihnen damit nichts Gutes. Der Experte weiß: „Kinder, die glücklich sind, gerne und viel lachen, sind gesünder.” Auch eine gesunde, ausgewogene Ernährung und ausreichend Bewegung an der frischen Luft spielen in der Grippezeit eine wichtige Rolle. Stubenhocker und Fastfood-Kids werden statistisch gesehen viel öfter krank. Deshalb gilt: Kinder im Schulalter sollten auch im Winter im Freien herumtollen und in Absprache mit einem Arzt täglich mindestens zwei Gramm Vitamin C (Anm.: entspräche der Menge von 50 Stück Obst) einnehmen. Kommt es dennoch zu einer Erkältung, werden die Symptome durch das Vitamin merklich gelindert und der Krankheitsverlauf verkürzt.

Ausreichend Schlaf ist gesund

Ihr Kind sitzt abends stundenlang vor dem Fernseher und kann gar nicht genug kriegen von Zeichentrickfilmen? Auch wenn Sie sich kurzfristig wie ein Spaßverderber fühlen, achten Sie darauf, dass Ihr Kind genügend Schlaf bekommt. Nicht nur die Konzentrationsfähigkeit wird dadurch gesteigert, auch die Abwehrkräfte verbessern sich. Mediziner empfehlen eine Schlafzeit von acht bis zehn Stunden. Sie haben alle Ratschläge befolgt, trotzdem machen
sich die ersten Anzeichen einer Erkältung bemerkbar? Stürmen Sie nicht gleich in die nächste Apotheke, sondern versuchen Sie es zuerst mit altbewährten Hausmitteln, die schon viele Müttergenerationen erfolgreich angewandt haben. Unser erster Tipp: Helfen Sie Ihrem Kind mit „Wickeln”. Sie haben bis heute nichts von ihrer Wirksamkeit verloren. Und so geht es: Wickel bestehen aus mindestens zwei Tüchern. Dem Innentuch und dem umhüllenden Wolltuch. Vom Innentuch ausgehend, sollte jedes weitere Tuch etwas größer als das vorherige sein. Achten Sie darauf, dass die Tücher aus Naturfasern bestehen. Vor dem Wickeln vergewissern Sie sich, dass das Zimmer gut gelüftet ist und der kleine Patient schon auf der Toilette war. Feuchtwarme Wickel
sollten generell eine halbe Stunde angewendet werden, anschließend sollte eine Stunde Nachruhe einkalkuliert werden. Mit dieser alternativen Behandlungsform wird der natürliche Heilungsprozess sanft angeregt. Der gesamte Organismus wird, anders als bei eingenommenen Medikamenten, über die Haut und somit das Nerven-Sinnes-System zu einer heilenden Reaktion veranlasst.

Der Halswickel

Er tut gut, wenn der Hals brennt und kratzt. Tauchen Sie ein längsgefaltetes Tuch in warmes Wasser. Wringen Sie es gut aus und wickeln Sie es nicht zu locker um den Hals des Kindes. Darüber kommt ein trockenes Woll- oder Flanelltuch. Auch ein Wollschal erfüllt in diesem Fall einen guten Zweck. Der Halswickel darf bis zu einer Stunde getragen werden. Nach der Anwendung den Hals mit einem trockenen Tuch bedecken.

Der Brustwickel

Schnelle Hilfe gegen Erkältungen mit Husten oder Bronchitis. Tauchen Sie ein größeres Handtuch in etwa 40 Grad warmes Wasser. Wringen Sie es aus und falten Sie es entsprechend der Größe der kindlichen Brust von den Achseln bis zum unteren Rippenbogen zusammen. Dann wickeln Sie das trockene Tuch fest um den Brustkorb. Auch dieser Wickel kann eine Stunde angewendet werden. Sollte der Wickel schon vorher auskühlen, muss er entfernt werden.Vorsicht: Bei Fieber sollte der Brustwickel nicht zum Einsatz kommen.

Der Wadenwickel

So sinkt das Fieber rasch. Die Wickel werden in etwa 22 Grad kühles Wasser getaucht, eventuell mit einem Zusatz von Zitronensaft oder Obstessig. Vom Fuß aus wird das Bein mit dem feuchten Tuch bis unterhalb des Knies umwickelt und mit einem Wolltuch straff befestigt. Alternative: Wollene Strümpfe
über die Wickel ziehen. Bei hohem Fieber können die Wickel alle zehn Minuten erneuert werden. Nach dreimaligem Wechsel eine halbstündige Pause einlegen und erneut Temperatur messen. Sofort abbrechen, wenn die Füße während der Behandlung kalt werden. Steigt das Fieber trotz der Behandlung weiter, unbedingt einen Arzt rufen. Wadenwickel dürfen nicht bei kalten Füßen oder Frösteln angewendet werden, auch nicht dann, wenn gleichzeitig hohes Fieber besteht.

Bio-Drink gegen Halsschmerzen

Geben Sie in ein Glas warmes Wasser (etwa 35 Grad) zwei Esslöffel Apfelessig und einen Teelöffel Honig – fertig ist der Bio-Drink gegen unangenehme Halsschmerzen. Der Apfelessig wirkt antiseptisch, gleichzeitig sorgt er dafür, dass sich die Rachenschleimhaut zusammenzieht. Der Honig wirkt ebenfalls antiseptisch und beruhigt die gereizte Schleimhaut. Salzwasser gurgeln Gut gegen Heiserkeit und Halsweh. Einen schwach gehäuften Teelöffel Kochsalz in einem Glas mit lauwarmem Wasser auflösen und damit mehrmals täglich gurgeln. Die Infektion kann durch die antiseptische, reinigende Wirkung des Salzes aufgehalten werden.

Salzwasser-Dampfbad

Macht verstopfte Nasen wieder frei. Einen Teelöffel Salz in einem Liter Wasser aufkochen. Dann die Dämpfe einatmen. Kein Jodsalz verwenden, kann in den Augen brennen).

 

„Kinder sollten auch im Winter viel Bewegung im Freien machen und sich gesund ernähren. So stärken sie ihr Immunsystem“ Ao. Univ.-Prof. Dr. Zsolt Szepfalusi, Klin. Abteilung für Allgemeine Pädiatrie, Uniklinik für Kinder- und Jugendheilkunde AKH Wien

Wissenswertes

Wenn ein Kind Schnupfen, Halsweh oder Husten hat, spricht man gewöhnlich von einer Erkältung. Diese Erscheinungen sind aber nicht die direkte Folge einer Abkühlung, sondern die Symptome einer Infektion, meist verursacht durch eine der zahlreichen Virusarten. Allerdings können durch Kälteeinwirkung die Abwehrkräfte des Körpers so geschwächt werden, dass sich eine Erkrankung leichter einstellen kann. Die Bezeichnung „Grippe” für einen Katarrh der oberen Luftwege ist falsch, denn mit der echten Virusgrippe haben diese relativ harmlosen Infekte nichts zu tun. Mediziner wählen daher den  Fachausdruch „banaler” oder „grippaler” Infekt für die bei weitem häufigste Gesundheitsstörung des Kindesalters. Symptome: Angeschlagenheit, Frösteln,
Nasennebenhöhlenentzündung, Niesen, Kratzen im Hals. Dann Schnupfen und Husten, Bei Säuglingen kommt meist Fieber hinzu, manchmal auch Durchfall. Komplikationen: Schlechter Allgemeinzustand, eitriger Ausfluss aus der Nase, Ohrenschmerzen, Kopfschmerzen, Atembeschwerden, starke Schluckbeschwerden, bellender Husten, Erbrechen, hohes Fieber (über 39 Grad), geschwollene Halslymphknoten. Bei Komplikationen unbedingt Arzt  aufsuchen. Wann zum Arzt? Bei Komplikationen. Bei Säuglingen, wenn auch am zweiten Tag noch erhöhte Temperatur besteht.

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