Sonnenschutz © olegator1977 - Fotolia.com Kopie

Die Schattenseiten der Sonne

Gebräunte Haut? Das war in unseren Breiten für die High Society jahrhundertelang ein absoluter Faux Pas. Vor allem für die gehobene Damenwelt war die noble Blässe auch im Hochsummer ein Muss. Direkte Sonnenexposition war etwas für den Pöbel, der im Freien im Schweiße seines Angesichts seine niedere Arbeit verrichten musste und seinen Frauen trotzdem nicht einmal einen kleinen, tragbaren Sonnenschirm kaufen konnte. Einfach undenkbar.

Traurig, aber wahr: Vom Sonnenbad in die Dermatologie

In der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts hat sich der Trend umgekehrt: Plötzlich war es schick, seine Hautfarbe von der Sonne periodisch um einige Nuancen dünkler färben zu lassen. Ein sonnengebräunter Body wirkte jetzt besonders attraktiv, weil er von Spaß und Erholung, von Meer und Urlaub erzählte. Und er verriet, dass seine Besitzer über das nötige Kleingeld verfügen, ihre Körper an der Mittelmeerküste goldbraun braten zu lassen. Auch, wenn es in Wahrheit nur für den Baggersee oder „Balkonien“ gereicht hat. Welchen Preis viele der Sonnenanbeter von damals zahlen müssen, zeigt sich aber vielfach erst heute. Und zwar in den dermatologischen Stationen der Krankenhäuser.

30 Jahre danach: Der Schock

„Es gibt heute deutlich mehr sonneninduzierte Melanome (=bösartiger Hautkrebs, Anm.) als früher,“ sagt Prim. Dr. Wolf Pachinger. Er leitet seit rund 20 Jahren die Dermatologie am LKH Klagenfurt und führt den Anstieg an Hautkrebspatienten vor allem darauf zurück, dass „die Leute vor 30, 40, 50 Jahren begonnen haben, sich extrem der Sonne auszusetzen. Auch die Forschung hat gezeigt, dass die Sonnenexposition das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken, steigert. Das Sonnenbad als solche ist unsinnig. Wer sich stundenlang in die Sonne legt, tut sich nichts Gutes.“ Sein Tipp: Sonnenexposition sollte nur dann stattfinden, wenn es unvermeidlich ist. Sprich: Beim Sport, Wandern, Segeln, etc. Und dabei sei es sehr wichtig, wirksame Sonnenschutzmittel zu verwenden.

Kinder sind besonders gefährdet

Experten stimmen überein: Der vernünftige Umgang mit der Sonne ist der wesentlichste Faktor in der Hautkrebsvorsorge. Dazu gehört: Viel Schatten, die pralle Sommersonne zwischen 11 und 15 Uhr nach Möglichkeit meiden, und natürlich auch die richtige Sonnencreme. Tipp: Setzen Sie Sonnencremes ein, die einen „fotostabilen“ UVA- und UVB-Schutz bieten und daher besonders lange Schutz bieten. Und lassen Sie beim Eincremen auch die Zehen oder die Stelle hinter den Ohren nicht links liegen. Besonders wichtig ist der Schutz übrigens für Kinder: Bei ihnen kann ein Sonnenbrand besonders viel Schaden anrichten. Zur Sonnencreme sollten Sie Ihre Kinder daher am besten auch mit UV-Schutz-bietender Kleidung gegen die Sonnenstrahlen wappnen. Tipp: Fragen Sie beim Mode-Shoppen nach Kleidung, die über UV-Schutz- verfügen – und das auch mit einem Prüfzertifikat beweisen können. Sonnenschutz ist übrigens auch beim Autofahren ratsam: Nicht alle Seitenfenster sind getönt und verfügen über UV-Filter. Tipp: Auch hier eincremen bzw. „sonnenfeste“ Kleidung anziehen.

Prim. Dr. Wolf Pachinger, Leiter der Dermatologie am LKH Klagenfur: „Es ist Aufgabe der Eltern, dafür zu sorgen, dass ihre Kinder auf keinen Fall einen Sonnenbrand bekommen. Kinder und Jugendliche, die Sonnenbrände bekommen, haben später nämlich ein deutlich erhöhtes Risiko, an Hautkrebs zu erkranken.“ 

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