Schnupfen Kopie

Pflanzen gegen Schnupfennasen

Der ungezielte Einsatz dieser Medikamente verursacht jedoch – neben anderen potenziellen Risiken – eine globale Zunahme von Resistenzen. Im Gegensatz dazu bieten standardisierte Pflanzenheilmittel wie in der Behandlung von grippalen Infekten viele Vorteile: Sie sind häufig besser wirksam, ausgezeichnet verträglich und bewirken keine Resistenzen.

Lange Zeit wurden Antibiotika zu häufig und ungezielt verordnet – auch bei harmlosen Erkältungskrankheiten, die überwiegend viral bedingt sind. „Während noch vor wenigen Jahrzehnten die meisten fieberhaften Infekte, Entzündungen des Halses, der Nasennebenhöhlen, des Mittelohres sowie der unteren Atemwege speziell bei Kleinkindern nahezu routinemäßig ‚zur Sicherheit antibiotisch abgedeckt‘ behandelt wurden, werden Breitbandantibiotika heute mit deutlich mehr Zurückhaltung verordnet“,  erklärt Prim. Dr. Waltraud Emminger, Allergologin, Fachärztin für Kinder- und Jugendheilkunde, Allergie-Ambulatorium Rennweg, Wien.
 
Globale Zunahme von Resistenzen
Eine wesentliche Ursache für die sich verändernden Verschreibungsgewohnheiten liegt in der weltweit zu beobachtenden Zunahme von Resistenzen. „So ist bereits ein Prozent der Kinder gegen alle Antibiotika resistent, die Hälfte der Erwachsenen auf Penicillin – das bedeutet: das jeweilige Antibiotikum wirkt gegen bestimmte Bakterien nicht mehr“, betont Doz. DDr. Andreas Schapowal, Facharzt für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Allergologie und klinische Immunologie, Landquart, Schweiz. „In den Zeiten der Massenhysterie um Vogel- und Schweinegrippe wurden auch antiviral wirkende Substanzen wie Neuraminidasehemmer viel zu häufig und fälschlich auch bei harmlosen Erkältungskrankheiten eingesetzt. Das ist nicht nur wirkungslos und teuer, sondern auch riskant: Mittlerweile sind bereits etwa vier Prozent der Erwachsenen und 18 Prozent der Kinder gegen Neuraminidasehemmer resistent“, so Doz. Schapowal.
 
Vorteile von Pflanzenextrakten
Da antibakteriell oder antiviral wirksame Medikamente in der Regel aus einer einzigen oder nur sehr wenigen wirksamkeitsbestimmenden Substanzen bestehen, können Krankheitserreger relativ leicht dagegen Resistenzen bilden. Pflanzenextrakte sind jedoch Vielstoffgemische mit unzähligen wirksamkeitsbestimmenden Substanzen, wodurch Resistenzbildungen weitestgehend verhindert werden. Doz. Schapowal: „Diese verschiedenen Stoffe entfalten auch unterschiedlichste Effekte.“ Beispielsweise wird die Tätigkeit der respiratorischen Flimmerzellen gesteigert, die sowohl in der Nase als auch in den Bronchien den Abtransport von Sekreten (Sekretomotorik) fördert. Weiters lassen sich im Reagenzglas (in vitro) direkte antivirale Wirkungen nachweisen. Es wird die Interferonproduktion gefördert und somit zusätzlich die Virusvermehrung gehemmt. Dies gilt analog in abgeschwächter Form auch für Bakterien. Darüber hinaus wird im Infekt das Immunsystem aktiviert. Die Einnahme eines Pflanzenextraktes wie beispielsweise Kaloba ist daher in vielen Fällen wesentlich effizienter als der Einsatz von Antibiotika oder Neuraminidasehemmern, ohne jedoch deren Risiken und potenziellen Nebenwirkungen zu besitzen.
 
Pflanzenheilmittel aus der Apotheke
Pflanzenheilmittel aus heimischen Heilpflanzen sind zur Behandlung von Atemwegsinfekten rezeptfrei in den österreichischen Apotheken erhältlich. Dieses breite Angebot wird vom Großteil der Österreicher bei Erkältungskrankheiten gerne in Anspruch genommen. „So nehmen nur zehn bis 30 Prozent der Bevölkerung – je nach Symptomatik – bei einer Erkältung ein ärztlich verordnetes Medikament“, erklärt Dr. Walter Wintersberger, SPECTRA Marktforschungsges.m.b.H. „Die meisten behandeln ihre Erkältung mit rezeptfreien Arzneimitteln, Tees oder altbewährten Hausmitteln, wobei sie sich beim Gebrauch von rezeptfreien Mitteln durchaus von Ärzten und Apothekern beraten lassen.“ Antibiotika sind nach Meinung der Österreicher bei Erkältungen in den meisten Fällen nicht erforderlich – weder bei Erwachsenen noch bei Kindern. „In vielen Fällen reichen pflanzliche Arzneimittel schon allein zur Milderung oder Behebung der Beschwerden aus. Je früher eine Behandlung einsetzt, desto größer die Erfolgsaussichten!“, bestätigt Univ.-Prof. Mag. pharm. Dr. Wolfgang Kubelka, Dept. f. Pharmakognosie, Universität Wien, Vizepräsident der Österreichischen Gesellschaft für Phytotherapie. „Aber auch wenn eine Medikation mit synthetischen Arzneimitteln oder Antibiotika notwendig ist, sollte man jedoch auf eine adjuvante, unterstützende Anwendung von Phytopharmaka nicht verzichten.“
 
Das ideale rezeptfreie Arzneimittel
Die wichtigsten Anforderungen, die an ein rezeptfreies Erkältungsmittel gestellt werden, sind eine rasche, zuverlässige und Krankheit verkürzende Wirkung bei guter Verträglichkeit und dass es einfach anzuwenden ist. Und im Idealfall enthält es ausschließlich pflanzliche und/oder sonstige natürliche Inhaltsstoffe. Ein Erkältungsmittel auf einer pflanzlichen Basis erfüllt für 80 Prozent der Verwender rezeptfreier Erkältungsmittel weitgehend die wichtigsten Anforderungen an ein ideales Erkältungsmittel.

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