rustuntersuchung Tyler Olson - Fotolia.com Kopie

Keine Angst vor Brustkrebs

In den letzten Jahren machten prominente Betroffene wie Moderatorin Sylvie van der Vaart, Schauspielerin Christina Applegate oder Musikerin Kylie Minogue ihre Erkrankung öffentlich, gaben ihr damit ein Gesicht und überwanden sie unter großer öffentlicher Anteilnahme.
Allerdings gibt es neben glimpflich endenden Fällen auch jene, in denen der Krebs viel zu spät erkannt wird und die Patientinnen in der Folge das Leben kostet. Dr. Eva Rothe, Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe, Kinder- und Jugendgynäkologie sowie Sexualmedizin in Wien und Baden erklärt: „Das wichtigste für die Prognose der Erkrankung ist die frühzeitige Diagnosestellung – je früher ein Krebs entdeckt wird, desto besser ist die Prognose.“ Die einmal jährlich stattfindende Untersuchung beim Frauenarzt, der eine genaue Anamnese erhebt, sei unumgänglich, so die Medizinerin. „Der Gynäkologe führt ein Gespräch mit der Patientin über ihre Vorgeschichte, die familiäre Situation, um herauszufinden, ob es in der Familie Belastungen gibt bzw. ob Mutter, Schwester, Tante oder Großmutter Brustkrebs hatten. Des Weiteren gehören sowohl die Anleitung zur Selbstuntersuchung als auch die Abtastung beider Brüste inklusive der dazugehörigen Lymphknotenregionen zum Standard einer gynäkologischen Untersuchung.“, erklärt Frau Dr. Rothe. Habe eine Frau selbst etwas ertastet, was in ca. 80% der Fälle vorkomme, führe der Frauenarzt selbst noch einmal eine Untersuchung durch.

Unter 40. Jahren ist Brustkrebs selten
In Österreich werden Frauen ab 40 routinemäßig ein Mal jährlich zur Mammographie (radiologisches Verfahren zur Brustdiagnostik) geschickt, weshalb bei ihnen auch jene Tumoren, die beispielsweise brustwandnah (am Muskel) sitzen, frühzeitig erkannt werden können: „Unter dem 40. Lebensjahr ist Brustkrebs selten und hat oft familiäre Ursachen. Bestehen Vorerkrankungen innerhalb der Familie, werden diese Patientinnen herausgefiltert und ohnehin ein Mal jährlich zum kompletten radiologischen Screening geschickt. Die familiäre Entstehung betrifft nur einen ganz geringen Anteil, höchstens 5-10% von der Gesamtsumme. Von 100 Brustkrebspatientinnen haben ihn maximal 10 familiär.“, erläutert Dr. Eva Rothe.
Warum manche Frauen an Brustkrebs erkranken, während andere niemals damit konfrontiert werden, ist von verschiedenen Faktoren abhängig, die aber keine hundertprozentige Sicherheit darstellen, wie Frau Dr. Rothe erklärt: „Es gibt einiges, was die Entstehung eines Mammakarzinoms beeinflussen kann, allerdings lässt sich nicht alles bestimmen. Wir wissen, dass vor allem Frauen gefährdet sind, die lange mit dem zyklischen Auf und Ab von Östrogenen und Gestagenen leben, sprich, die eine frühe erste Regel bekommen haben und eine späte Menopause, also eine späte letzte Regel. Hormone wirken fördernd auf Brustkrebs und je mehr hormonelle Zyklen im Leben einer Frau stattfinden, desto höher ist das Risiko, dass sie an Brustkrebs erkrankt, unabhängig von ihrer erblichen Konstellation, denn durch das längere Wirken der Hormone wird das Risiko erhöht. Je mehr Kinder eine Frau bekommen hat und je länger diese Kinder gestillt wurden, desto niedriger ist das Risiko, weil die Frau in der Stillzeit geschützt wird. Eine Hormonersatztherapie gegen Wechseljahrbeschwerden kann Brustkrebs auch begünstigen, allerdings nur in einem sehr geringen Maß. Lebensstil und Ernährung spielen eine große Rolle, Rauchen, regelmäßiger Alkoholmissbrauch, all das kann als brustkrebsfördernd bezeichnet werden, was aber nicht bedeutet, dass jede Frau mit einem bestimmten Lebenswandel an Brustkrebs erkranken wird.“


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