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Fett macht geistig fit

Foschungsstudien aus den USA kommen zu erstaunlichen Ergebnissen über die enorme Bedeutung der Fettsäure Omega-3 für Mütter und Babys. So hat ein Forscherteam Hinweise gefunden, dass Omega-3 für den Aufbau des emotionalen Gehirns im sich entwickelnden Kind extrem wichtig ist. „Diese notwendige Fettsäure sorgt für ausgeglichene Babys und schafft die Voraussetzungen für eine emotionale Stabilität im Erwachsenenalter“, verdeutlicht der Omega-3-Experte und Buchautor Dr. Armin Grunewald.
Die amerikanische Studie fand herauss, dass die Omega-3-Fettsäure Docosahexaensäure (DHA) bei Embryonen und Säuglingen das Wachstum der die Nervenzellen verbindenden Neuriten fördert. Ein Mangel an DHA verringert indes die Signalweitergabe in die Zelle und verkürzt damit die Lebenszeit der Neuronen. In diesem Zusammenhang entscheidend ist die Tatsache, dass die Ausbildung von Neuronen und Neuriten ausschließlich bis zur zwölften Entwicklungswoche möglich ist und später nicht mehr nachgeholt werden kann.

Mitteleuropäer brauchen mehr Omega-3
"Vor dem Hintergrund, dass wir eine Omega-3-Versorgungslücke haben, sehe ich hier dringenden Informationsbedarf für die Bevölkerung“, sagt Dr. Grunewald. So nimmt in Mitteleuropa der Durchschnittsbürger statt der von den Ernährungsgesellschaften empfohlenen 0,5 bis 1,5 Gramm Omega-3 durchschnittlich täglich weniger als ein Zehntelgramm auf. „Dabei haben Schwangere noch einen weit höheren Bedarf“, warnt der Mediziner, der sich als Neffe der mehrfach für den Nobelpreis nominierten Fettforscherin Dr. Johanna Budwig seit Jahren für die gesunden Öle starkmacht. „In den letzten Wochen vor der Geburt und während der Stillzeit kommt es oft zu einem regelrechten Defizit.“

Baby-Blues ist vermeidbar
Auch andere wissenschaftliche Studienergebnisse aus den vergangenen Jahren unterstreichen, wie wichtig eine hohe Omega-3-Aufnahme während der Schwangerschaft und Stillzeit für das Kind aber auch für die Mutter ist. So zeigen Studien, dass in Ländern mit hohem Fischkonsum Frauen bis zu 30-mal seltener postnatale Depressionen bekamen. In Mitteleuropa leidet hingegen fast jede zehnte Frau an dem sogenannten „Baby-Blues“. Die Erklärung ist auch hier im Omega-3-Vorkommen zu suchen. „Der Körper versorgt zuerst das sich entwickelnde Kind mit den essenziellen Fettsäuren“, so Dr. Grunewald, „die Mutter wird bei einem Omega-3-Mangel förmlich ausgesaugt.“

Gehirn muss gut geölt werden
Wie ein Mangel an DHA auf die Stimmung schlagen kann, zeigt eine weitere Untersuchung: Ratten mit Omega-3-Mangel wurden innerhalb weniger Wochen auffällig aggressiv und depressiv. „Der Omega-3-Gehalt unseres Essens spiegelt sich im Hirn wider“, so Dr. Grunewald. Das verwundert kaum, denn das menschliche Gehirn, in dem unsere Emotionen entstehen, besteht zu zwei Dritteln aus Fettsäuren. Diese sind wesentlicher Bestandteil der Zellmembranen. Über diese „Häute“ werden sämtliche Signale zwischen Körper- und Nervenzellen ausgetauscht. Zellmembranen, die vorwiegend gesättigte Fette enthalten, sind dabei träger und steifer als Zellhüllen mit hohem Omega-3-Anteil. „Was wir heute essen, bildet unsere Zellen von morgen“, so der Arzt.

Nicht jeden Tag Fische
Dabei muss es längst nicht immer Kaltwassermeeresfisch sein. Auch ausgewählte Pflanzenöle enthalten Omega-3. Vier bis zehn Prozent dieser essenziellen Fettsäure werden im Körper zu DHA umgewandelt. Dabei liegen wir mit ein bis zwei Esslöffeln gutem Leinöl also bereits bei der empfohlenen Dosis von 0,5 bis 1,5 Gramm.

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