aufmacher allergie

Pollen: Wenn die Nase juckt

Hautausschlag, schwere Atemnot und schlimme Hustenanfälle – was für Eltern und Kinderärzte seit Jahren klar ist, wird auch durch zahlreiche Studien belegt: Immer mehr Kinder leiden unter Allergien. Die größte bisher durchgeführte Allergiestudie, bei der im Vorjahr die Daten von 40 Millionen Deutschen ausgewertet wurden, belegt, dass mindestens dreißig Prozent der Menschen einmal im Leben von Allergien betroffen sind. Bedenklich: Nur bei sieben Prozent der Heuschnupfenpatienten und fünf Prozent der Asthmatiker warden gemäß den offiziellen Leitlinien behandelt.

Hygiene als Allergie-Auslöser
Das Auftreten von Allergien wird vor allem von zwei Faktoren bestimmt:  Der genetischen Vorbelastung und den Lebensumständen bzw. den Hygiene-Verhältnissen. Für das Ansteigen der Allergien machen die meisten Experten einige grundlegende Elemente des so genannten „modernen westlichen Lebensstils“ verantwortlich. Wächst ein Kind zu behütet und zu keimfrei auf ist der Entwicklung von Allergien Tür und Tor geöffnet. Es muss nicht jeder Schnuller ausgekocht werden der einmal auf den Boden gefallen ist. Untersuchungen zeigen auch, dass der einfache bäuerliche Lebensstil einen ausgezeichneten Schutz gegen Allergieentwicklung bietet. Auf Bauernhöfen fehlt die übertriebene Hygiene, deswegen leiden Kinder, die dort aufwachsen, auffallend weniger oft an Allergien. Der Kontakt mit Keimen ist eben ein wichtiges Training für das Immunsystem. Kinder spielen gerne am Boden und nehmen verschiedenste Dinge in den Mund. Dieser Trieb ist von der Natur angelegt um das Immunsystem mit verschiedenen Stoffen bekannt zu machen. Die im Schmutz enthaltenen Substanzen regen das Immunsystem an, das erzeugt einen Schutz gegen Allergien. Außerdem werden laut Expertenmeinung heute auch zu viele „banale“ Infekte mit Antibiotika behandelt. Dabei benötigt das Immunsystem – besonders im frühen Kindesalter – bestimmte Reize, um sich entwickeln zu können. Wird das Immunsystem immer wieder „unnötig“ entlastet, kann dies eine Allergie-Neigung fördern.

Frühe Diagnosen helfen den Patienten
Kleinkinder leiden vor allem unter Nahrungsmittelallergien, vor dem Schuleintritt machen vor allem Hausstaub- und Milben-Allergie den Kids zu schaffen, nach dem Schuleintritt treten verstärkt Pollenallergien auf. Um das Allergie-Risiko bei Kindern zu senken, wird, vor allem bei genetisch vorbelasteten Risikokindern und Verdachtsmomenten, zu regelmäßigen Kontrollen geraten. Durch frühzeitige Diagnosen und rechtzeitige eingeleitete Gegenmaßnahmen kann man sein Kind vor Allergien schützen und die Symptome besser bekämpfen. Immer mehr Experten sind sogar davon überzeugt, dass Mütter ihre ungeborenen Kinder bereits während der Schwangerschaft vor Allergien schützen können. Wissenschaftlich erwiesen ist noch keine Methode, allerdings nimmt man an, dass eine ausgeglichenen Ernährung – wenig Fisch, wenig Ei, viel Obst und Gemüse – dem Ungeborenen auch im Bezug auf das Allergierisiko helfen. Nach der Geburt sollte dann zumindest sechs Monate lang gestillt werden.

Allergietest für die Kleinsten
Prinzipiell gibt es laut Expertenmeinungen für eine Allergietestung altersmäßig keine Untergrenze. Wenn Allergieverdacht besteht, sollte eine entsprechende Diagnostik erfolgen. Natürlich wird man bei Säuglingen und Kleinkindern nicht eine große Palette an belastenden Untersuchungen durchführen, aber eine Blutanalyse und Hauttests auf ausgewählte Allergieauslöser sind fast immer möglich. Schließlich werden durch eine Testung sehr wichtige Fragen beantwortet, beispielsweise ob ein Nahrungsmittel gemieden werden muss oder nicht. Die Testung gibt zusätzlich Auskunft über das Ausmaß der Allergiebereitschaft und ist somit die Basis für eventuell notwendige vorbeugende Maßnahmen.

Allergie oder Infektion?
In den ersten Lebensjahren leiden Kinder im Durchschnitt acht bis zehn Mal pro Jahr unter Infektionskrankheiten. Aber auch Allergien reizen die Schleimhäute, lösen Nies- oder Hustenanfälle aus oder führen zu laufenden oder verstopften Nasen – kein Wunder, dass vor allem in der Grippezeit viele Eltern Allergien mit Verkühlungen oder Infektionskrankheiten verwechseln. Oft ist die Lösung eindeutig: Wenn zum Husten auch noch Fieber dazukommt, handelt es sich in der Regel um eine Verkühlung bzw. Infektionskrankheit. Manche Kinder reagieren sofort bei Kontakt mit Felltieren mit Schnupfen oder Atemnot. Häufig sind die Zusammenhänge jedoch nicht offensichtlich, dann muss in Zusammenarbeit mit dem Allergiearzt in detektivischer Kleinarbeit der Allergieauslöser entdeckt werden. Ein Allergietest besteht meistens aus einem ausführlichen Gespräch, einem Hauttest und einer Blutuntersuchung. Im Zweifelsfall raten die meisten Experten, lieber einmal zu oft den Arzt zu kontaktieren.

Schnupfen oder Allergie – so erkennen Sie den Unterschied
Allergiebeschwerden werden oft mit Infektionen der Atemwege verwechselt. Bei Kindern mit einem – z.B. genetisch bedingtem - Allergierisiko sollte bei längerem Anhalten einer „Verkühlung“ immer die Möglichkeit einer Allergie in Betracht gezogen werden. Eine weitere Entscheidungshilfe ist auch die Beobachtung des Sekrets: Ein grünliches/gelbliches Sekret spricht für eine bakterielle Infektion, ein eher glasiges/durchsichtiges Sekret ist bei Allergien charakteristisch. Außerdem führen Infekte oft zu erhöhter Temperatur, bei Allergien tritt kein Fieber auf. Im Zweifelsfalle sollte ein Allergietest durchgeführt werden.





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