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Mobiles Kinderhospiz zieht Bilanz

Bisher konnte das mobile Kinderhospiz MOMO über 50 Familien mit schwerstkranken Kindern professionell begleiten. Das Team besucht diese Familien und ermöglicht den Betroffenen – mit medizinischer Betreuung sowie psychologischer, sozialarbeiterischer und seelsorgerischer Begleitung – gemeinsame Zeit zu Hause.

Palliative Versorgung: Hoher Bedarf, keine öffentliche Finanzierung
In Wien und Umland leiden etwa 800 Kinder und Jugendliche an einer lebensbedrohlichen oder lebensverkürzenden Krankheit. „Die laufenden Betreuungsanfragen zeigen uns, dass der Bedarf an Kinderhospizarbeit noch sehr groß ist. Unser multiprofessionelles Angebot ist für betroffene Familien kostenlos und derzeit rein spendenfinanziert. Statt eine Diskussion über Tötung auf Verlangen zu führen, muss vielmehr eine flächendeckende und öffentlich geförderte palliative Versorgung für Kinder und Jugendliche geschaffen werden“, so Dr. Martina Kronberger-Vollnhofer, Leiterin & Kinderärztin des mobilen Kinderhospizes MOMO.

Wie MOMO zu Hause hilft
Seit Juni 2013 ist das mobile Kinderhospiz MOMO gemeinsam mit MOKI-Wien auch für die 16jährige Netti und ihre Familie da. „Ich habe durch MOMO kompetente, freundliche und herzensgute Menschen kennen gelernt, welche ich nicht mehr missen möchte. Es ist wichtig, dass schwerstkranke Kinder zu Hause betreut werden können, dort wo sie sich am wohlsten fühlen. Dort wo sie GELIEBT werden“, sagt Mutter Michaela Pöltl über die Begleitung ihrer Tochter Netti.
Die ehrenamtliche Hospizbegleiterin Dr. Renate Müller besucht Familie Pöltl nun bereits seit 8 Monaten einmal wöchentlich. „Durch ihre schönen blauen Augen, ihre Haltung, ihre Körpersprache, ihr Lachen, ihr Lautieren zeigt Netti mir, was sie gerade in diesem Moment von mir erwartet. Ich lerne viel von ihr und die Gespräche mit ihrer Mama bereichern mein Leben“, antwortet die pensionierte Kinderärztin auf die Frage, warum sie sich ehrenamtlich bei MOMO engagiert.

Kristina Sprenger ist MOMO-Freundin 2014
Damit die Idee von MOMO noch weiter in die „Welt“ getragen wird, wurde die „FreundInnen“ Idee geboren. 2014 übernimmt diese Aufgabe die Schauspielerin und Regisseurin Kristina Sprenger: "Ich habe keine Sekunde gezögert MOMO-Freundin zu werden. Hier wird den Kindern auf so positive, lebensbejahende Art und Weise geholfen, das hat mich tief beeindruckt! Ich freue mich sehr darüber, auch einen kleinen Beitrag dazu leisten zu dürfen. Es ist ganz wichtig, dass der MOMO-Freundeskreis weiter wächst und sich noch viele Menschen für schwerstkranke Kinder und deren Familien engagieren, entweder durch eine Spende, durch ehrenamtliches Engagement oder einfach, in dem sie darüber berichten und erzählen.“

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