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Bist du schwanger, Papa?

Natascha, 2 1⁄2 , scheint großen Hunger zu haben. „Bitte, Papa, mach mir ein Toastbrot mit Erdnussbutter und Himbeermarmelade.“ Manfred, 32, erfüllt  seiner Tochter diesen Wunsch gerne. „Danke“, sagt Natascha, und beißt einmal in das Toastbrot. Dann sagt sie „mag nicht mehr“ und läuft ins  Wohnzimmer. Das Toastbrot mit Erdnussbutter und Himbeermarmelade bleibt einsam auf dem Küchentisch liegen. Wäre schade drum, denkt Manfred, und verspeist den kalorienreichen Snack, obwohl er eigentlich überhaupt keinen Hunger hat. Dann streicht er über seinen Bauch. Seit der Geburt seiner Tochter hat er ganz schön zugelegt, das muss er sich eingestehen. So wie ihm geht es vielen Eltern auf der ganzen Welt. Die Gründe dafür sind vielfältig. Das „Restlessen“, wie es auch Manfred praktiziert, ist dabei nur eine der Kalorienfallen, die speziell auf Eltern lauern. Viele dieser Kalorienfallen wirken auf den ersten Blick   harmlos. Dennoch können sie für immer neue Rekorde auf der Waage sorgen. So wie das Restlessen. Wer es sich zum Beispiel angewöhnt, zusätzlich zum eigenen Essen oder ohne Hunger auch das zu verspeisen, was die Kinder übrig lassen, kann ziemlich bald ziemlich rund ausschauen. Tipp: Auch wenn Sie Verschwendung hassen und es Ihnen leid tut, das angebissene Toastbrot wegzuwerfen oder im Restaurant die übrig gebliebene Hälfte des Kinder-Wieners abservieren zu lassen, obwohl Sie ja für das ganze Schnitzel bezahlt haben – lassen Sie lieber öfter die Finger von den Restln.

Kein Babysitter? Dann joggen Sie mit dem Kinderwagen!

Erschwerend kommt zu den möglicherweise durch die Kinder veränderten Ernährungsgewohnheiten nämlich noch hinzu, dass besonders Eltern von Kleinkindern häufig darüber klagen, keine Zeit mehr für regelmäßigen Sport zu haben. Tipp: Wenn Sie zu selten einen Babysitter haben oder wenn Sie an den Wochenenden lieber Zeit mit Ihren kleinen Lieblingen verbringen, als stundenlang einsam schwitzend Kalorien zu verbrennen, dann sporteln Sie eben mit den Kids. So kann mit dem Kinderwagen auf ebenem Untergrund hervorragend gejoggt werden, auch eine Radtour mit dem kleinen Liebling im   Kindersitz macht Spaß – und ist ganz schön anstrengend. Und weil für einen knackigen Body regelmäßiger Sport wichtig ist, empfiehlt es sich, täglich den Puls auf Touren zu bringen. Wer sich zum Beispiel jeden Tag in der Früh und abends je 20 Minuten für Bauchmuskel- Training, Liegestütze oder  Ähnliches gönnt, bleibt nicht nur fit, sondern fühlt sich danach auch schön entspannt. Und diese 20 Minuten sollten in der Regel zumindest an einigen Tagen pro Woche auch für Eltern zu haben sein. Die Kinder können ja bei den Übungen von Mama und Papa zuschauen oder sogar selbst mitturnen. Dann erfüllen die Eltern auch gleich ihre Vorbildfunktion. Die sollten sie aber auch beim Essen nicht unter den Tisch fallen lassen. Eine aktuelle   amerikanische Studie zeigt, dass Eltern fetter essen als kinderlose Erwachsene. Die Forscher der Universitäten von Iowa und Michigan haben die  Ernährungsgewohnheiten von 6.600 Erwachsenen untersucht. Das Ergebnis: Die Mamis und Papis unter den Testpersonen verdrücken im Durchschnitt jeden Tag 4,9 Gramm mehr Fett als Erwachsene ohne Kinder. Dieser Wert wird vor allem durch den vermehrten Genuss von Eis, Käse, Snacks und  Naschereien erreicht. Warum aber greifen Frauen und Männer mit Kindern öfter zu Kalorienbomben, als Erwachsene, die keine Kinder haben? Zum einen kann das den Autoren der Studie zufolge daran liegen, dass Werbung für Fettes und Süßes oft auf Familien beziehungsweise Kinder abzielt. Außerdem scheinen viele Eltern den Eindruck zu bekommen, dass ihre Kids am liebsten Üppiges á la Nudeln, Käse oder Würstel essen. Und wenn es dann öfter Würstel mit Pommes statt Sushi gibt, zeigt natürlich auch die Figur der Erwachsenen eine Reaktion.

Heißhunger wird oft mit Kalorienbomben bekämpft

Ein wichtiger Aspekt scheint hier aber auch der Zeitdruck zu sein, mit dem viele Eltern von Kleinkindern fertig werden müssen. Für sie gehört es oft zum Alltag, dass sie zum Beispiel am Abend hungrig sind, aber vor dem Essen noch die Kinder baden, wickeln und zu Bett bringen müssen. Wenn sie endlich Zeit zum Abendessen haben, ist aus dem Hunger ein Heißhunger geworden, der dann oft zu später Stunde mit fett- und kalorienreichen Speisen gestillt wird. Tipp: Gönnen Sie sich hin und wieder eine gesunde Zwischenmahlzeit wie etwa ein Stück Obst, sobald Sie merken, dass der Hunger kommt. Und wenn dafür eigentlich keine Zeit ist – dann nehmen Sie sich diese nach Möglichkeit. Es bringt nämlich nichts, zugunsten seiner Kinder die eigene Figur komplett zu opfern. Die lieben Kleinen sagen ja nicht einmal „Danke“ dafür. Eher bekommt man von den Kids dann später vorwurfsvoll zu hören: „Warum
bist du eigentlich so dick?“

 

Kalorienfallen, die es auf Eltern abgesehen haben

Das Problem: Aus Sportlern werden Couch-Potatoes

Gerade Eltern von Kleinkindern haben oft zu wenig Zeit für regelmäßigen Sport. Und beim Kinder-zu-Bett-bringen verbrennt man naturgemäß weniger Kalorien als in langen Sessions im Fitness-Studio. Außerdem sind viele Sportarten nicht Kleinkind-kompatibel. So wird mit den Babys im Hallenbad im Planschbecken gespielt, anstatt sportliche Runden zu drehen.

Die Lösung: Machen Sie Sport mit Ihren Kleinkindern!

Mit dem Kinderwagen kann man nicht nur spazieren gehen, sondern auch joggen. Und bei einer sportlichen Radtour mit den Kids im Kindersitz kommen
Mami und Papi ganz schön ins Schwitzen. Tipp: Gönnen Sie sich auch zu Hause regelmäßig 20–40 Minuten/Tag für Bauchmuskeltraining & Co – da können Ihre Kids zuschauen oder spielerisch mitmachen.

Das Problem: Plötzlich backen alle Torten, wenn wir kommen

Besucht man mit den Kindern die Verwandten, wollen alle den lieben Kleinen eine große Freude machen. Dieses Bedürfnis manifestiert sich dann oft in einem üppigen Kuchen-, Torten- und Keksangebot. Und wenn Omas und Tanten ihre frisch und mit viel Liebe gebackenen süßen Spezialitäten servieren, können dann oft auch Mama und Papa nicht widerstehen.

Die Lösung: Das gibt es ab sofort nur mehr am „Naschtag“

Der „Naschtag“ ist die Lösung: Wenn es Eis, Schoko & Co z. B. nur an Sonntagen gibt, freuen sich Zähne und Figur von Kindern und Eltern. Wichtig ist, dass sich auch die Verwandtschaft daran hält – und die netten Gäste gar nicht erst gefragt werden, ob sie „etwas Süßes“ wollen. Ausnahmen sollte es wirklich nur selten (z. B. an Geburtstagen) geben.

Das Problem: Essens-Einladung statt Disco-Action

Ein Wochenend-Treffen mit Freunden. Für Teens und Tweens bedeutet das Bummeln, Kino und schweißtreibende Disco-Action. Erwachsene bevorzugen
Gemütlichkeit mit kulinarischen Genüssen und edlen Tropfen. Eltern bringen diese Treffen gerne zu Hause über die Bühne, wo sie keine Babysitter brauchen. Und daheim gibt es oft Essen ohne Ende. Schließlich will man ja ein guter Gastgeber sein.

Die Lösung: Gebratenes Gemüse statt Schweinsbraten

Oft arten Einladungen und Gegeneinladungen zu kulinarischen Wettbewerben aus: Wer hat die besseren Torten, wessen Dinner hat mehr Gänge? Tipp: Gutes Essen muss nicht kalorienreich sein! Bewirten Sie Ihre Gäste mit Salaten und frischem Gemüse, und verzichten Sie darauf, nach dem Essen noch fette Knabber-Klassiker á la Salzgebäck zu servieren. Ihre Gäste werden es Ihnen danken.

Das Problem: Essen wegwerfen verboten: Papa wird‘s schon essen ...

„Ich mag nicht mehr. Fertig!“ Kleinkinder können den eigenen Appetit beziehungsweise den eigenen Gusto noch nicht richtig einschätzen. Deshalb bleibt
immer wieder ein halbes Brot oder ein halbes Wienerschnitzel über. Und weil man Essen ja nicht wegschmeißen soll bzw. will, „opfern“ sich oft die Eltern,
und verspeisen die Reste.

Die Lösung: Aufheben, einfrieren, im Lokal zurückschicken

Kinder kosten Geld, das karenzbedingt vielleicht nur von einem Erwachsenen verdient wird – vielleicht ist das mit ein Grund, warum viele Eltern  Verschwendung hassen. Tipp: Schärfen Sie Ihrem Unterbewusstsein ein: Im Grunde haben Sie mehr davon (nämlich kein Übergewicht), wenn Sie Restl
einfrieren, aufheben beziehungsweise im Wirtshaus abservieren lassen.

Das Problem: Wohin nur mit all den Süßigkeiten?

Bekommen die Kinder zu viele Naschereien geschenkt, kann das nicht nur der Gesundheit der lieben Kleinen abträglich sein. Oft attackieren süße Nikoläuse, das Heer der Schoko-Osterhasen & Co auch die Figur der Eltern, wenn diese helfen, die Familien-Vorratskammer zu leeren, und fleißig mitnaschen.

Die Lösung: Das schenken wir bedürftigen Menschen!

Auch in Österreich leben viele Menschen, die sich Süßigkeiten nicht leisten können. Bestimmt gibt es auch in Ihrer Nähe Menschen oder eine Institution
mit bedürftigen Menschen, die sich über Schokolade und andere Leckereien freuen. Und Ihre Kinder lernen dabei, wie schön es ist, zu teilen und andere glücklich zu machen.

Das Problem: Stress führt zu Frust- Essen und Heißhungerattacken

Kleinkinder können Mami und Papa ganz schön auf Trab halten. Manchmal bleibt dabei nicht einmal Zeit fürs Abendessen. Wenn zuerst nämlich die Kinder gewickelt, gebadet und ins Bett gebracht werden müssen, kann aus dem Hunger leicht ein Heißhunger werden. Und das kann die Lust auf Kalorienbomben und sehr fetthaltiges Essen steigern.

Die Lösung: Zeit für ein Stück Obst muss einfach sein

Damit es zu Heißhungerattacken erst gar nicht kommt, sollten Sie immer wieder einen kleinen, gesunden Snack wie etwa ein Stück Obst essen, wenn Sie spüren, dass sich der Hunger meldet. Die Zeit dafür muss einfach sein! Auf keinen Fall aber sollte man in Stress-Situationen den Magen und die Nerven regelmäßig mit einem Stück Schokolade beruhigen.

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