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Steuer und Recht

Arbeit

■ Mutterschutz
Ab dem Zeitpunkt, an dem die Schwangerschaft und der voraussichtliche Geburtstermin dem Arbeitgeber gemeldet werden, ist dieser verpflichtet, das Arbeitsinspektorat in Kenntnis zu setzen. Auch muss über die Tätigkeit, die die Arbeitnehmerin an ihrem Arbeitsplatz verrichtet, Auskunft gege ben werden. Damit die Arbeitnehmerin sicher sein kann, dass die Arbeitsinspektion verständigt wurde, ist der Arbeitgeber verpflichtet, ihr eine Kopie der Meldung auszuhändigen. Ist in einem Be trieb ein Arzt anwesend, ist der Arbeit geber verpflichtet, auch diesen über die Schwangerschaft der Arbeitnehmerin zu informieren. Der Arbeitgeber hat auch dafür zu sorgen, dass die Arbeitnehmerin von jenen Arbeiten, die für sie oder das Kind schädlich sein können, abgezogen wird.

■ Beschäftigungsverbote
Während der Stillzeit Für werdende Mütter und stillende Mütter ist – von bestimmten Ausnahmen abgesehen – Nachtarbeit sowie Sonn- und Feiertagsarbeit untersagt. Überstundenarbeit ist für werdende und stillende Mütter generell verboten. Keinesfalls darf die tägliche Arbeitszeit neun und die wöchentliche Arbeitszeit 40 Stunden überschreiten. Für den Verdienstentgang durch Überstunden gibt es keinen Fortzahlungsanspruch.

■ Wochengeld
Arbeitnehmerinnen, die während eines Arbeitsverhältnisses schwanger werden, erhalten auch Wochengeld, wenn dieses vor Beginn der Schutzfrist endet und mindestens drei Monate un un terbrochen gedauert hat. Diese Regelung gilt allerdings nicht, wenn das Arbeitsverhältnis durch die Arbeitnehmerin gekündigt, durch unberechtigten vorzeitigen Austritt, verschuldete Entlassung oder einvernehmliche Lösung beendet wird. Die Voraussetzung der dreimonatigen Mindestdau er entfällt dann, wenn die Schwangere in den letzten drei Jahren vor Ende des Arbeitsverhältnisses bzw. des Leistungsbezugs 12 Monate Pflichtversicherung aufweisen kann. Wochengeld erhalten auch Arbeitnehmerinnen, die auf Grund eines freien Dienstvertrages pflichtversichert sind, oder gering fügig Beschäftigte, die von der Möglichkeit der Selbstversicherung in der Kranken- und Pensionsversicherung Gebrauch machen.

Karenz

■ Elternkarenz
Für frischgebackene Eltern gibt es einen Rechtsanspruch auf Karenz (= Anspruch auf Freistellung von der Arbeitsleistung gegen Entfall des Entgeltes) längstens bis zur Vollendung des 24. Lebensmonats des Kindes, unabhängig davon, ob nur ein Elternteil oder beide abwechselnd die Karenz in Anspruch nehmen. Der damit verbundene Kündigungs- und Entlassungsschutz endet vier Wochen nach der Karenz. Tipp: Die Inanspruchnahme der Karenz ist dem Dienstgeber bekannt zu geben, der Antrag auf Kinderbetreuungsgeld gilt nicht als Bekanntgabe der Karenz gegenüber dem Dienstgeber.

■ Beschäftigung während der Karenz
Während der Karenz kann bis zur Geringfügigkeitsgrenze dazu verdient werden (349,01 Euro brutto monatlich) – sowohl beim eigenen als auch bei einem
anderen Arbeitgeber. Weiters kann während der Karenz bis zu 13 Wochen im Kalenderjahr eine Beschäftigung über der Geringfügigkeitsgrenze mit dem bisherigen Arbeitgeber vereinbart werden, wobei der Kündigungs- und Entlassungsschutz im karenzierten Arbeitsverhältnis voll aufrecht bleibt. Bei einer Beschäftigung über der Geringfügigkeitsgrenze handelt es sich um ein zweites, befristetes Arbeitsverhältnis zum selben Arbeitsgeber. Die 13-Wochen-Grenze ist ausschließlich im Arbeitsrecht von Bedeutung und hat keine Auswirkungen auf den Anspruch von Kinderbetreuungsgeld.

Finanzen

■ Kinderbetreuungsgeld
Seit 1.1.2008 besteht die Möglichkeit aus drei verschiedenen Bezugsvarianten zu wählen. Die Wahl der Variante ist bei der erstmaligen Antragstellung zu treffen und kann nicht mehr abgeändert werden. Die Wahl bindet auch den 2. Elternteil. Variante 30 + 6 Bezugshöhe: 14,53 Euro täglich Bezugsdauer:
Bis zur Vollendung des 30. Lebensmonats des Kindes, wenn nur ein Elternteil Kinderbetreuungsgeld (KBG) bezieht. Bei Inanspruchnahme durch beide Elternteile verlängert sich die Bezugsdauer um jenen Zeitraum, den der andere Elternteil beansprucht hat, max. aber gebührt Kinderbetreuungsgeld bis zur Vollendung des 36. Lebensmonats des Kindes (ein Elternteil kann nie mehr als 30 Monate KBG beziehen). Variante 20 + 4 Bezugshöhe: 20,80 Euro täglich Bezugsdauer: Bis zur Vollendung des 20. Lebensmonats des Kindes, wenn nur ein Elternteil Kinderbetreuungsgeld (KBG) bezieht. Bei   Inanspruchnahme durch beide Elternteile verlängert sich die Bezugsdauer um jenen Zeitraum, den der andere Elternteil beansprucht hat, max. aber gebührt Kinderbetreuungsgeld bis zur Vollendung des 24. Lebensmonats des Kindes (ein Elternteil kann nie mehr als 20 Monate KBG beziehen).

Variante 15 + 3 Bezugshöhe: 26,60 Euro täglich
Bezugsdauer: Bis zur Vollendung des 15. Lebensmonats des Kindes, wenn nur ein Elternteil Kinderbetreuungsgeld (KBG) bezieht. Bei Inanspruchnahme
durch beide Elternteile verlängert sich die Bezugsdauer um jenen Zeitraum, den der andere Elternteil beansprucht hat, max. aber gebührt    Kinderbetreuungsgeld bis zur Vollendung des 18. Lebensmonats des Kindes (ein Elternteil kann nie mehr als 15 Monate KBG beziehen).

Mehrlingsgeburten
Für das jüngste Mehrlingskind gebührt Kinderbetreuungsgeld – je nach gewählter Variante – in der vollen Höhe. Für jedes weitere Mehrlingskind wird  unabhängig von der gewählten Variante jeweils ein einheitlicher Zuschlag in der Höhe von 7,27 Euro täglich gewährt.

Wechsel
Die Eltern können sich – unabhängig von der gewählten Variante – beim Bezug des Kinderbetreuungsgeldes 2 x abwechseln, somit können sich max. 3 Blöcke ergeben, wobei ein Block mind. 3 Monate dauern muss. Ein gleichzeitiger Bezug von Kinderbetreuungsgeld durch beide Elternteile ist nicht möglich.

Zuverdienst
Pro Kalenderjahr darf der Gesamtbetrag der Einkünfte 16.200 Euro (ab 2008) nicht übersteigen.

Zuschuss
Eltern mit nur geringem Einkommen bzw. Alleinerzieher/innen können einen Zuschuss zum Kinderbetreuungsgeld in der Höhe von ca. 181 Euro monatlich beantragen. Es handelt sich dabei um eine Art Kredit.

Mutter-Kind-Pass
5 Untersuchungen der werdenden Mutter und 5 Untersuchungen des Kindes in den vorgeschriebenen Zeiträumen sind Voraussetzung für den Bezug von Kinderbetreuungsgeld in voller Höhe, ansonsten wird das Kinderbetreuungsgeld gekürzt.

Ruhen
Das Kinderbetreuungsgeld ruht während des Wochengeldbezuges nach der Geburt, sodass die Auszahlung erst nach dem Ende der Schutzfrist beginnt. Ist aber das Wochengeld geringer als das Kinderbetreuungsgeld, gebührt eine Differenzzahlung.

■ Kinderbeihilfe
Unabhängig von Beschäftigung und Einkommen haben Eltern, die einen Wohnsitz in Österreich haben, Anspruch auf Familienbeihilfe. Vorrangig anspruchsberechtigt ist dabei die Mutter. Für Kinder, die für einen Beruf ausgebildet oder in einem erlernten Beruf in einer Fachschule fortgebildet werden, sowie für StudentInnen wird die Familienbeihilfe längstens bis zur Vollendung des 26. Lebensjahres gewährt. Die Familienbeihilfe beträgt pro Monat und Kind:
Ab Geburt € 105,40
Ab 3 Jahren € 112,70
Ab 10 Jahren € 130,90
Ab 19 Jahren € 152,7
Der Zuschlag für ein erheblich behindertes Kind beträgt € 138,30 pro Monat. Wird für zwei Kinder die Familienbeihilfe bezogen, erhöht sich der  Gesamtbetrag an Familienbeihilfe um monatlich € 12,80 und für das dritte Kind um weitere € 35,- pro Monat. Ab dem 4. Kind und jedem weiteren Kind erhöht sich der Gesamtbetrag an Familienbeihilfe pro Monat um zusätzliche € 50,-.

■ Krankenversicherungsschutz
Während des Bezugs von Kinderbetreuungsgeld besteht ein Krankenversicherungsschutz z.B. über die Gebietskrankenkasse. 24 Monate des Bezugs von
Kinderbetreuungsgeld gelten darüber hinaus als Beitragszeiten in der Pensionsversicherung, d.h. diese Zeiten werden gleich bewertet wie  Beschäftigungszeiten und zählen zu den 180 Monaten, die für eine Alterspension nach dem ASVG mindestens erforderlich sind. Nach dem allgemeinen Pensionsgesetz gelten sämtliche Bezugszeiten von Kinderbetreuungsgeld als Beitragszeiten.

■ Pension
Das Kinderbetreuungsgeld hat auch Auswirkungen auf den Pensionsanspruch: Pro Kind werden vier Pensionsbeitragsjahre mit einer  Bemessungsgrundlage von 1.350 Euro pro Monat gutgeschrieben.

■ Kinderabsetzbetrag
Jedem Steuerpflichtigen, dem Familienbeihilfe gewährt wird, steht im Wege der gemeinsamen Auszahlung mit dieser ein Kinderabsetzbetrag zu, der die Unterhaltsbelastung abgelten soll. Mit Wirksamwerden der Reform der Familienbesteuerung ab 1.1.2000 beträgt der Kinderabsetzbetrag einheitlich für
jedes Kind € 50,90 monatlich. Der Kinderabsetzbetrag wird in jedem Fall, auch im Fall keiner oder nur geringer Steuerleistung, ausbezahlt. Empfänger des Kinderabsetzbetrages ist jener Elternteil, der auch die Familienbeihilfe bezieht, das ist in der Regel die Mutter. Ein gesonderter Antrag ist nicht nötig. Für Kinder, die sich ständig im Ausland aufhalten, steht kein Kinderabsetzbetrag zu.

■ Außergewöhnliche Belastungen
Das Einkommensteuergesetz zählt auch bestimmte Ausgaben auf, die dann steuerlich zu berücksichtigen sind, wenn sie außergewöhnlich sind, zwangsläufig erwachsen und die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit wesentlich beeinträchtigen (d.h. wenn der individuelle Selbstbehalt überschritten wird). Als außergewöhnliche Belastungen können – als Freibetrag – bei der jährlichen Arbeitnehmerveranlagung geltend gemacht werden: Krankheitskosten (auch für die unterhaltsberechtigten Angehörigen): z.B. Arzthonorare, Kosten für Medikamente, Krankenhauskosten, Zahnbehandlung, Zahnregulierung, Brillen, Kontaktlinsen, Entbindungskosten, Aufwendungen für eine auswärtige Berufsausbildung eines Kindes (Pauschalbetrag von € 110 pro Monat, auch während Schulund Studienferien), Kosten für die Kinderbetreuung oder eine Haushaltshilfe aufgrund von Berufstätigkeit von Alleinerziehenden, jeweils unter Berücksichtigung eines Selbstbehalts. Ohne Selbstbehalt sind Behinderungen von Erwachsenen und Kindern mittels Pauschalbeträgen steuerlich zu berücksichtigen (nicht bei Bezug von Pflegegeld bei Erwachsenen), außerdem können Behandlungskosten steuerlich geltend gemacht werden;  Alleinverdiener können auch die Mehraufwendungen aufgrund der Behinderung des (Ehe-)Partners geltend machen. Für erheblich behinderte Kinder gebührt neben der erhöhten Familienbeihilfe ein mtl. Pauschalbetrag, der um das erhaltene Pflegegeld zu kürzen ist; außerdem sind Behandlungskosten und Schulgeld zu berücksichtigen. Auskünfte zur Arbeitnehmerveranlagung erteilt das zuständige Finanzamt. Ausführlichere Informationen sind über das Bundesministerium für Finanzen in Erfahrung zu bringen.

■ Sonderausgaben
Das Einkommensteuergesetz zählt bestimmte private Ausgaben auf, die steuerlich begünstigt werden. Diese sind z.B. freiwillige Weiterversicherungen in der gesetzlichen Pensionsversicherung, Nachkauf von Versicherungszeiten (Schulzeiten), Versicherungsprämien für freiwillige Personenversicherungen, Kosten für Wohnraumbeschaffung und Wohnraumsanierung, Kirchenbeiträge u.Ä. Sonderausgaben werden bei der Arbeitnehmerveranlagung geltend gemacht und vermindern das steuerpflichtige Einkommen. Der Höchstbetrag beträgt jährlich allgemein € 2.920,-. Dieser Betrag erhöht sich um: € 2.920,-, wenn dem Steuerpflichtigen der Alleinverdienerabsetzbetrag oder der Alleinerzieherabsetzbetrag zusteht und/ oder € 1.460,- bei mindestens drei Kindern.
Ab dem Veranlagungsjahr 1996 können 25% der tatsächlichen Sonderausgaben max. 25% des Sonderausgabenhöchstbetrages)  ls Freibetrag ab einem Gesamtbetrag  er Einkünfte von € 36.400,- einschleifend  abgesetzt werden, sodass sich ab einem Gesamtbetrag der Einkünfte von € 50.900,- kein  absetzbarer Betrag mehr ergibt. Pro Person sind also höchstens € 730,- ährlich absetzbar, wenn der Alleinverdiener- oder Alleinerzieherabsetzbetrag zusteht, € 1.460,-.

■ Alleinerzieherabsetzbetrag
Dieser Absetzbetrag in der Höhe von €364,- jährlich steht jenen Steuerpflichtigen zu, die mehr als 6 Monate im Jahr nicht in einer Ehe- oder  Lebensgemeinschaft leben und denen während dieses Zeitraumes ein Kinderabsetzbetrag zusteht. Der ab 1.1.2004 neu eingeführte Kinderzuschlag zum Alleinverdiener(erzieher) absetzbetrag ist nach der Kinderanzahl gestaffelt: Für das 1. Kind: 130 € Für das 2. Kind: 175 € Für das 3. und jede weitere Kind: 220 € Ist die errechnete Einkommenssteuer aber so niedrig, dass sich der Alleinerzieherabsetzbetrag nicht auswirkt, kommt es zu einer Gutschrift in Höhe des Absetzbetrages inkl. Kinderzuschlag. Anträge sind im Rahmen der Arbeitnehmerveranlagung nach Ablauf des Kalenderjahres beim Wohnsitzfinanzamt zu stellen, dieses erteilt auch weitere Auskünfte.

■ Unterhaltsabsetzbetrag
Wer für ein nicht haushaltszugehöriges Kind nachweislich gesetzlichen Unterhalt leistet und dafür keine Familienbeihilfe bezieht, hat Anspruch auf einen Unterhaltsabsetzbetrag in folgender Höhe: 1. Kind: € 25,50 2. Kind: € 38,20 3. und jedes weitere Kind: € 50,90

■ Alleinverdienerabsetzbetrag
Dieser Absetzbetrag in Höhe von €364,- jährlich steht jedem Alleinverdiener zu. Als Alleinverdiener gilt ein Steuerpflichtiger, der entweder mehr als 6 Monate im Kalenderjahr verheiratet ist und vom Ehegatten nicht dauernd getrennt lebt, oder mehr als 6 Monate im Kalenderjahr mit einem (Ehe-)Partner
zusammenlebt und mindestens 1 Kind, für das Familienbeihilfe gewährt wird, vorhanden ist. Während der kinderlose Ehepartner nur Einkünfte von höchstens € 2.200,- jährlich beziehen darf, können bei mindestens 1 Kind die Einkünfte bis zu € 6.000,- jährlich betragen, wobei ab 2000 das Wochengeld dabei eingerechnet wird. Der ab 1.1.2004 neu eingeführte Kinderzuschlag zum Alleinverdiener(erzieher) absetzbetrag ist nach der Kinderanzahl gestaffelt:
Für das 1. Kind : 130 € Für das 2. Kind : 175 € Für das 3. und jede weitere Kind : 220 € Ist die errechnete Einkommensteuer aber so niedrig, dass sich der Alleinverdienerabsetzbetrag bei mindestens einem Kind nicht auswirkt, kommt es zur Gutschrift des Absetzbetrages inkl. Kinderzuschlag. Anträge sind im Rahmen der Arbeitnehmerveranlagung nach Ablauf des Kalenderjahres beim Wohnsitzfinanzamt zu stellen, dieses erteilt auch weitere Auskünfte.

■ Mehrkindzuschlag
Ab 1. Jänner 2002 steht ein Mehrkindzuschlag von € 36,40 monatlich für jedes im Bundesgebiet lebende (Ausnahme EURaum) dritte und weitere Kind, für das Familienbeihilfe gewährt wird, zu. Es besteht nur dann ein Anspruch, wenn das zu versteuernde Familieneinkommen im Kalenderjahr, das vor dem Kalenderjahr liegt, für das der Antrag gestellt wird, eine bestimmte Höhe nicht überschritten hat. Der Mehrkindzuschlag ist für jedes Kalenderjahr gesondert bei dem für die Erhebung der Abgaben vom Einkommen zuständigen Finanzamt im Rahmen der (Arbeitnehmer-) Veranlagung zu beantragen. Die Druck-, Ausfüll- und Speicheversion der entsprechenden Antragsformulare erhalten Sie auf der Homepage des Bundesministeriums für Finanzen: Dort ist auf der Seite „Steuerformulare“ im Rahmen der Einkommensteuererklärung (Formular E1) bzw. der Arbeitnehmerveranlagung (Formular L1) und – sofern keine Veranlagung erfolgt – mit dem Formular E4 die Beantragung möglich.

■ Familienhospizkar nz- Härteausgleich
Durch diese Begleitmaßnahme zu der im Jahr 2002 eingeführten Familienhospizkarenz wird die Inanspruchnahme dieser Karenzierungsmöglichkeit auch für Familien mit geringerem Einkommen, die einen vollständigen Einkommensausfall nicht verkraften würden, möglich. Danach kann, wer zum Zwecke der Betreuung und Begleitung sterbender Angehöriger oder schwerst erkrankter Kinder eine vollständige Arbeitsfreistellung mit arbeitsund sozialrechtlicher Absicherung (Familienhospizkarenz) in Anspruch nimmt, bei daraus resultierender finanzieller Notlage einen Zuschuss aus dem Familienhospiz-  Härteausgleich erhalten. Dabei darf – ab 1.1.2006 – das gewichtete Monatseinkommen des Haushaltes (ausgenommen Familienbeihilfe, Wohnbeihilfe,  Pflegegeld und  Kinderbetreuungsgeld) den Betrag von € 700,- nicht überschreiten (bis 31.12.2005: € 500,-). Die monatliche Zuwendung ist mit der Höhe des aufgrund der Familienhospizkarenz weggefallenen Einkommens begrenzt. Im Jahr 2006 wurden aus diesem Titel 320 Zuwendungen von insgesamt € 651.572,41 geleistet. Die durchschnittliche monatliche Zuwendungshöhe betrug € 674,77 (in einer Bandbreite von € 25,48 bis € 1.876,24 pro Monat in Abhängigkeit vom jeweiligen Haushaltseinkommen), wobei in 45% der Fälle aufgrund des niedrigen Familieneinkommens der gesamte Einkommensausfall ersetzt werden konnte.

■ Familienhärteausgleich
Finanzielle Überbrückungshilfen zur Beseitigung oder Milderung einer Notsituation wenn
eine unverschuldete finanzielle Notsituation vorliegt, die durch ein besonderes reignis (Krankheit, Behinderung, Todesfall ...) ausgelöst wurde,      -Familienbeihilfe bezogen wird,
- österreichische Staatsbürgerschaft gegeben ist (Zuwendungen sind unter bestimmten Voraussetzungen auch an EU-Bürger, Flüchtlinge und Staatenlose
möglich),
- alle anderen Möglichkeiten nicht ausreichen (Unterhaltsanspruch, Sozialhilfe, Wohnbeihilfe, ...).
Formloses Ansuchen an: Bundesministerium für Gesundheit, Familie und Jugend Abteilung II/4, Familienhärteausgleich Franz-Josefs-Kai 51, 1010 Wien
Tel. Auskünfte: (01) 71100, Auskünfte sind gebührenfrei auch über das Familienservice (0800/240 262, Mo–Do 9–15 Uhr, Fr 8–12 Uhr) möglich.

■ In-vitro-Fertilisation
In Österreich gibt es etwa 30.000 Paare mit unerfülltem Kinderwunsch. Für viele sind die mit den Methoden der künstlichen Befruchtung verbundenen Kosten eine extreme finanzielle Belastung, für andere waren sie überhaupt unfinanzierbar. Die Hoffnung, ihren Kinderwunsch über diesen Weg realisieren zu können, sollte nicht länger allein Paaren mit ausreichendem Einkommen vorbehalten bleiben. Seit 1. Jänner 2000 (zuletzt geändert durch die IVF-Fonds-Gesetz-Novelle 2004) können aus dem aus Mitteln des Familienlastenausgleichsfonds und der Sozialversicherung gespeisten IVF-Fonds 70% der Kosten einer IVF oder einer ICSI bezahlt werden. Information über Anspruchsvoraussetzungen, Vorgangsweise, Behandlungen und durchführende Vertragskrankenanstalten: Abt. II/6, Mag. Manuela Marschnig E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

■ Schulbuchaktion
Die familienpolitische Sachleistung Schulbuchaktion hat die unentgeltliche Ausstattung aller Schüler mit den notwendigen Unterrichtsmitteln zum Ziel. Die
Schulbuchaktion trägt damit zu einem gleichmäßigen Zugang zur Bildung für alle Schüler und zur finanziellen Entlastung der Eltern bei. Anspruch auf unentgeltliche Schulbücher haben alle ordentlichen Schüler, die eine Schule im Inland besuchen bzw. im Inland ihre Schulpflicht erfüllen sowie  außerordentliche Schüler für eine Einstufungsprüfung. Die Kosten für die Schulbücher pro Schüler werden durch die je nach Schulform differenzierten und vom BMGFJ festgesetzten Schulbuch-Limits bestimmt; sie reichen von € 38,01 pro Schüler und Schuljahr in der Volksschule bis zu € 211,55 pro Schüler und Schuljahr in manchen Zweigen der berufsbildenden höheren Schulen. Die Eltern haben für die Schulbücher einen 10-prozentigen Selbstbehalt
zu bezahlen.

 

Info Hotlines in Österreich

Wien: 01/40 00 8011
Burgenland: 02682/600 23 28
Niederösterreich: 02742/9005 134 68
Oberösterreich: 0732/77 20 118 30
Salzburg: 0662/80 42 54 21
Steiermark: 0316/877 39 19
Kärnten: 050/536 40 641
Tirol: 0512/508 35 72
Vorarlberg: 05574/511 241 27

Kommentare   

0 #1 Rein 2015-03-18 10:27
Ich bin unter 40 und mein Partner über 60. Wir möchten eine künstliche Befruchtung machen und dies ist mit hohen Kosten verbunden da wir die Kriterien einer Förderung leider nicht erfüllen.
Können wir die Kosten steuerliche trotzdem absetzen oder gilt dies nur für Paare die eine Förderung erhalten?
MfG
Frau Rein
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