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Winterurlaub mit Familien

Sylvia, 32, ist aufgeregt. Diesmal ist es mehr als das übliche Reisefieber. Sylvia wird demnächst die Rückkehr zu Altbekanntem und eine Neuentdeckung

gleichzeitig erleben. Sie fährt mit ihrer Familie nach Altenmarkt am Zauchensee. In jenes Skigebiet, in dem sie als Kind mit ihren Eltern immer wieder Winterurlaub gemacht hat. Hier wurden ihr im Skikindergarten zum ersten Mal die zwei Bretter auf die Füße geschnallt. Hier hat sie sich auf der Babypiste
über ihren ersten Pflugbogen gefreut, hier ist sie mit jugendlichem Übermut über die Buckelpiste gewedelt. Hier sollen auch ihre Kinder Skifahren lernen. Beim Winterurlaub zeigen sich viele Österreicher von ihrer treuen Seite: Informationen der Österreich Werbung zufolge beträgt der Anteil der Stammgäste in den Wintersportregionen 53 %, laut Angaben des Instituts für Freizeit- und Tourismusforschung (IFT) ist der Stammgästeanteil im Winter mindestens doppelt so hoch wie im Sommer. Die Gründe dafür finden sich vor allem in den Erwartungen, die an den Urlaub gestellt werden.

Auf die Berg’ da gibt’s viel Treue

Während beim meist zweiwöchigen Sommerurlaub für die meisten Touristen Entdeckung, Entspannung und Sightseeing wichtig sind, zählt beim kürzeren,
aber kostenintensiven Winterurlaub Verlässlichkeit mehr als Abwechslung. Wer mit der Schneesicherheit und dem Pistenangebot einer Wintersportregion
zufrieden ist, kommt in der Regel lieber wieder, als in einem unbekannten Wintersportgebiet einen Flop zu riskieren. Dieser Treuebonus, den  Wintersportgebiete bei zufriedenen Gästen genießen, kann noch viele Jahre später nachwirken. Dann nämlich, wenn Familien in jenen Skigebiete urlauben, in denen sie als Kinder mit ihren Eltern waren. „Was man als Kind positiv erlebt hat, möchte man auch seinen eigenen Kindern bieten“, erklärt Prof. Peter Zellmann, Psychologe und Leiter des IFT Wien. „Vor allem in den ersten Familienwinterurlauben fahren deshalb viele in Regionen, wo sie selbst als Kind mit ihren Eltern waren.“ Dazu komme auch noch das Gefühl, sich vor Ort auszukennen, ein Insider zu sein und keine Zeit in lästige Erkundungen investieren zu müssen.

Wie entwickelt sich der Lieblingswintersportort?

Dennoch beinhaltet ein derartiges Comeback nach jahrelanger Absenz auch jede Menge Überraschungen und Aha-Effekte. Wo man in den 70er und 80er Jahren mit den legendären Einsersesselliften – oft nach quälend langen Wartezeiten – den Berg hinauftransportiert worden ist, sorgen heute meist komfortable Gondeln oder Viererbeziehungsweise Sechsersessellifte, teils mit beheizten Sitzflächen, für einen flotten und bequemen Transfer zur nächsten Abfahrt. „Diese kontinuierliche Veränderung, Weiterentwicklung und Modernisierung ist eine zusätzliche Motivation für Wintersporturlauber, immer wieder in dieselben Regionen zurückzukehren“, sagt Zellmann. „Die Leute wollen wissen, was sich getan hat, was es Neues gibt. Das ist ähnlich spannend wie Verwandte zu besuchen, die man jahrelang nicht gesehen hat.“ Auch Mag. Eleonore Gudmundsson, Unternehmenssprecherin bei der Österreich Werbung, hat mit ihrer Familie die Wintersporterinnerungen der eigenen Kindheit aufgefrischt. „Selbstverständlich habe ich meinem kleinen Sohn Magnus gezeigt, wo es mich – jung an Jahren – aus dem Schlepplift gehoben hat“, schmunzelt Gudmundsson. „Er kennt auch schon einige Schauplätze historischer ‚Bretzen‘ seiner Mutter.“ Auch sie hat aber die Skiregionen von damals nur bedingt wiedererkannt. „Eine der größten Errungenschaften des österreichischen Winterangebots liegt in der permanenten Verbesserung der Infrastruktur.“

Spurensuche im Schnee

Dennoch zahlt es sich auch beim Skiurlaub aus, neue Regionen auszuprobieren – schließlich kann es ja sein, dass man das Beste sonst versäumt. Welche Geheimtipps kann Frau Gudmundsson für den Familienwinterlaub empfehlen? „Mit Kindern ist es in Mühlbach/Dienten am Hochkönig sehr schön“, verrät die Expertin. „Der Katschberg ist ein ebenfalls ein gutes Ziel für Familien mit Kindern, Serfaus Fiss Ladis und der Hochficht im Böhmerwald ebenso.“ Ideal für Kinder, die zum ersten Mal auf Skiern stehen, seien wenig überlaufene Skigebiete mit vielen Anfängerpisten wie etwa Damüls im Bregenzerwald oder Karlstift im Waldviertel. Für Eltern, die sich aufgrund jahrelanger Pistenabsenz ihr skifahrerisches Können von Profis updaten lassen wollen, gibt es heuer einige neue Angebote. So haben die Skilehrer in der Wintersportregion Dachstein-West ein ausgefeiltes „Rückholprogramm“ für erwachsene Skianfänger und Wiedereinsteiger erarbeitet, am Mölltaler Gletscher wartet das „Wiedereinsteigerpaket“ auf Spätberufene, auch in Bad Kleinkirchheim gibt es einen Spezialkurs für die neue Karriere am Ski. „Österreich ist die Mutter, die neun schöne Bundesländer hat“, lobt Gudmundsson alle Bundesländer, „wenn wir
zum Wochenende in ein kleines Skigebiet wie Sankt Corona fahren, ist das auch toll.“

Winterurlaub im Jahr 2030

Wenn die Kinder von heute erwachsen geworden sind und mit ihren eigenen Familien an jene Orte zurückkehren, an denen sie einst – in den Jahren um 2008 – über die Baby- und Anfängerpisten gebrettert sind, werden sie stark veränderte Strukturen und Rahmenbedingungen vorfinden. Die Entwicklung des Pistenspaßes vom Breitensport zum Luxusvergnügen wird sich weiter verschärfen, aus Mangel an Schneesicherheit wird Skifahren und Boarden nur an den höher gelegen Destinationen ohne Einschränkungen möglich sein. „Winterurlaub in den Bergen wird aber populär bleiben, er wird nur anders gestaltet sein“, erklärt Andreas Reiter vom ZTB Zukunftsbüro. Das Pistenvergnügen, dem nicht nur mit Skiern und Boards, sondern auch mit neuen, heute noch unbekannten Fun-Tools gefrönt werden wird, wird nur mehr ein Teil des winterlichen Bergurlaubs sein. „Beim Winterurlaub werden verschiedene Freizeitangebote miteinander verschmelzen“, sagt Reiter. „Wer eine Woche dort ist, wird vielleicht zwei, drei Tage auf der Piste verbringen.“ Die restliche Zeit wird zum Teil in Thermen zugebracht werden, „viel wird sich aber auch in neuen Erlebniswelten abspielen“, so Reiter. Auch dabei würden die Berge die Hauptrollen spielen, und zwar in Form von Schneeerlebniswelten, Eispalästen oder Hotels in den Bergen. Da werden die Eltern von heute nicht schlecht staunen, wenn sie als Großeltern mit ihren Kindern und Enkelkindern Urlaub machen. Und die Kleinen werden ihnen vielleicht kein Wort glauben, wenn Oma und Opa erzählen, wie es früher einst war, als man im Winterurlaub eine Woche lang mit zwei Brettern ein paar Hänge hinuntergefahren ist.

"Selbstverständlich habe ich meinem kleinen Sohn Magnus gezeigt, wo es mich – jung an Jahren – aus dem Schlepplift gehoben hat. Er kennt auch schon einige Schauplätze historischer ‚Bretzen‘ seiner Mutter.“ Mag. Eleonore Gudmundsson Österreich Werbung

„Wenn die Kinder von heute als Erwachsene Winterurlaub machen, wird die Piste nur eine von mehreren Attraktionen sein. Skifahren wird sich weiter vom Breiten- zum Luxussport entwickeln, das wird aber nicht das Ende für den Winterurlaub in den Bergen sein.“ Andreas Reiter ZTB Zukunftsbüro

Warum sollen Familien in Ihrem Bundesland Winterurlaub machen, Herr Landesrat?

„Leistbarer Familienurlaub in Oberösterreich“
„Das Wintersportland Oberösterreich positioniert sich ganz klar als Familienurlaubsland. Die sieben Snow&Fun Top-Skigebieten haben spezielle, preisfaire Familienund Tagesangebote konzipiert. Zielsetzung ist, dass Skiurlaub auch für Familien leistbar bleibt und Kinder weiterhin diesen Sport erlernen können. Am Hochficht im Böhmerwald fahren Kinder bis zehn Jahre beim Kauf einer Elternkarte um einen Euro. Im Skigebiet Hinterstoder und Wurzeralm fahren
beim Kauf einer Elternkarte Kinder bis zehn Jahre komplett gratis. Einzigartig in Österreich: Jugendliche bis 19 Jahre zahlen beim Kauf von Tages- und Mehrtageskarten nur den Kindertarif! Überdachte Förderbänder, Kinderindoor-Spielbereiche mit kostenloser Kinderanimation wie etwa am Kasberg oder Chairkid- Förderbänder für den sicheren Einstieg von Kleinkindern bei Sesselliften, zum Beispiel am Hochficht, sind nur einige der kinderfreundlichen Infrastrukturbeispiele, die Familienurlaub in Oberösterreich so besonders machen.“ Viktor Sigl, Wirtschafts- und Tourismuslandesrat, Oberösterreich

„Wir haben sogar Windelskischulen“
„Der sonnige Süden Österreichs ist zu jeder Jahreszeit ein Urlaubsparadies. Es wurden enorme Investitionen in die Winterinfrastruktur und damit in die Schneesicherheit getätigt. Die Sport- und Freizeitangebote, speziell für Familien und Kinder, sind sehr zahlreich und vielseitig – vom Glockner bis zur Koralpe, von Katschberg und Turrach bis zur Petzen. Im Süden des Landes locken herrliche Wintersportregionen für Jung und Alt, für Profis und Anfänger.
Kärnten hat viele familien- und kinderfreundliche Betriebe und insgesamt ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Sogar Windelskischulen gibt es, dazu Tausende perfekte Pistenkilometer, Entspannung in Thermen, jede Menge Spaß, Gemütlichkeit und Events. Sehr begehrt ist unser Top-Skipass für alle
Kärntner und Osttiroler Skigebiete. Kärnten mit seinen Schönheiten bietet Urlaub wie im Märchen.“ Gerhard Dörfler, Landehauptmann und Tourismusreferent, Kärnten

„Freiraum für die Eltern zum Relaxen und Skifahren“
„Salzburg bietet gerade im Winter zahlreiche Angebote für die ganze Familie. Das zeigt sich in einem großen Angebot an Skikindergärten, bestens qualifizierten Skilehrern und günstigen Familienangeboten. In vielen Hotels in unseren Salzburger Skigebieten steht der Urlaub mit Kindern sogar im Mittelpunkt des Geschehens. Mit eigenen Kinderprogrammen und Familienpauschalen werden die Familienhotels den großen Ansprüchen der kleinen
Gäste gerecht und geben den Eltern dabei den Freiraum zum Skifahren und Relaxen.“ Wilfried Haslauer, Landeshauptmann-Stellvertreter und Tourismusreferent, Salzburg

„Zauberteppich, Skirennen und perfektes Preis-Leistungs-Verhältnis“
„Im grünen Herzen Österreichs ist das schneesichere Angebot für Familien sehr breit aufgestellt: vom Zauberteppich für die kleinen Anfänger bis zu den Skirennen für die künftigen Skiprofis unter den Jugendlichen, sanftere Wintersportregionen für Familien mit Sportanfängern und der hochalpine Bereich für die bereits Geübteren. Gerade für Familien ist die Steiermark auch durch das perfekte Preis-Leistungs-Verhältnis ein weißgrüner Urlaubsmagnet!“
Hermann Schützenhöfer, Vizelandeshauptmann und Tourismusreferent, Steiermark

„Wir haben als Familiendestination eine Vorreiterrolle“
„Tirol nimmt als Familiendestination in Österreich eine Vorreiterrolle ein. Spezialisierte Betriebe mit den Family Tirol Hotels und ganze Regionen mit den Family Tirol Dörfern bieten eigene qualitätsgeprüfte Kinderprogramme für Familien mit Kindern an. Die Tirol Werbung ist seit 2001 mit diesen Initiativen für die Familien aktiv und erleichtert den Zugang zum einzigartigen Bergerlebnis im Herz der Alpen. Die Abenteuerberge werden in Zusammenarbeit mit den Tiroler Angebotsträgern im Sommer wie im Winter inszeniert. Im Winter leisten die 196 Tiroler Skischulen mit ihren 6.285 Skilehrern ihren Beitrag für die Förderung des Skinachwuchses. Tirol ist bekannt als familienfreundliche Destination und verfügt mit seinem spezialisierten Angebot über ein Alleinstellungsmerkmal in Österreich.“ Günther Platter, Landeshauptmann und Tourismusreferent, Tirol

„Fast ein Viertel unserer Gäste sind Familien mit Kindern“
„Fast ein Viertel der Wintergäste in Vorarlberg sind Familien mit Kindern unter 14 Jahren. Was die große Zahl unserer Familienurlauber aus aller Welt besonders schätzt, sind vorteilhafte Angebote wie Gratis-Kinderskikurse, Sonderkonditionen bei den Liften und all-inclusive Urlaubspakete. Eine zentrale Rolle spielen die familiäre Atmosphäre und das aufmerksame Service unserer Gastgeber. Die Vorarlberger Familienspezialisten sind zum Teil international
ausgezeichnet. Einige Destinationen sind besonders für Familien geeignet, so zum Beispiel die Alpenregion Bludenz, der Bregenzerwald, das Kleinwalsertal
und auch das Montafon.“ Manfred Rein, Landesrat für Wirtschaft und Tourismus, Vorarlberg

Kommentare   

0 #1 Amparo 2017-06-28 03:36
Toller Artikel, gefällt mir gut. Ich habe diesen auf Social Media geteilt und manche Likes hierfür bekommen.
Weiter so!

Also visit my web blog; pralinen selber
machen: http://www.beersbackhaus.de/
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