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Reisen mit Kindern

Oberitalien, Kroatien, aber auch Österreich stehen bei den heimischen Urlaubern nach wie vor hoch im Kurs. Zumeist erfolgt die Anreise mit dem eigenen Auto, da die Wegstrecken in überschaubarer Zeit zurückgelegt werden können und Mobilität Flexibilität bedeutet. Zudem können „Kind und Kegel“ problemlos verstaut und transportiert werden. Unvorhersehbare Ereignisse wie Staus oder schlechtes Wetter können die Fahrt jedoch speziell für Kinder zur Tortur werden lassen. Sorgen Sie deshalb für Abwechslung und Unterhaltung. Wenn die Kids auf der Rückbank vor Langeweile zu nörgeln beginnen, helfen simple Such- und Ratespiele, die Laune zu steigern. Auch Märchen-CDs und – falls die nötigen finanziellen Mittel vorhanden sind – DVDs lassen die Mühen der Anreise vergessen. Wenn Ihr Kind ein Lieblingskuscheltier hat, sollte dieses unbedingt dabei sein. Scharfkantige Spielzeuge haben im Fond hingegen nichts verloren. Auch Bücher sollten im Koffer bleiben, denn Lesen während der Fahrt kann sehr schnell zu Übelkeit führen. Diese wird auch durch ruckartiges Bremsen und Anfahren verstärkt. Wenn Ihrem Kind leicht schlecht wird, sollten sie entsprechend ausgerüstet sein. Plastiktüten und Kaugummis gegen Reiseübelkeit sollten griffbereit sein.

Bewegung muss sein

„Mama, ich muss aufs Klo“ – wer kennt diesen Satz nicht. Nutzen Sie die Fahrtunterbrechung für Pausen. Speziell Kinder brauchen Bewegung, aber auch der Fahrer profitiert von der Rast, denn die Konzentrationsfähigkeit verbessert sich nach Zwischenstopps merklich. Sind Sie mit Kleinkindern unterwegs, sollten Sie jede Stunde Halt machen, etwas größeren Kids sei alle zwei Stunden Auslauf vergönnt. Vergessen Sie Stress und Zeitdruck – Sie sind im Urlaub. Statt an öden und zumeist verschmutzen Autobahnparkplätzen zu halten, empfehlen sich Stopps abseits von Schnellstraßen. Spielen Sie mit Ihrem Nachwuchs ein bisschen Ball oder Frisbee, ausreichend Bewegung bringt den Kreislauf in Schwung und tut allen gut. Genießen Sie die Natur, und denken Sie nicht darüber nach, ob Sie ein oder zwei Stunden später Ihr Reiseziel erreichen.

Keine Nachtfahrten

Erinnern Sie sich noch an Ihre eigene Kindheit? Wenn eine Meerreise bevorstand, stieg die Spannung von Tag zu Tag. Die Fahrt startete zumeist in der Nacht oder in unchristlich frühen Morgenstunden, um nur ja kein bisschen Urlaub zu versäumen. Für Erwachsene hat der zeitige Aufbruch einen weiteren
Vorteil: Der Lärmpegel im Wagen ist zumeist äußerst gering, da die lieben Kleinen noch schlafen. Experten warnen jedoch davor, die Fahrt zu früh zu beginnen, denn zwischen zwei und vier Uhr nachts steigt das Unfallrisiko erheblich, weil die Leistungskurve ihren Tiefstpunkt erreicht hat. Im Interesse
der Sicherheit Ihrer Familie sollten Sie daher erst am Morgen losfahren. Und sollte Ihr Kind noch klein und an den Mittagsschlaf gewöhnt sein, dann starteten Sie um diese Zeit. Dann sind Sie auf jeden Fall ruhig und sicher unterwegs.

Ausreichend Flüssigkeit

Da es zur Hauptreisezeit bekanntlich meist sehr warm ist, müssen Sie für ausreichend Flüssigkeitszufuhr sorgen. Stark gesüßte Softdrinks sind keinesfalls gute Durstlöscher für Kinder. Bereiten Sie Alternativen vor, wie zum Beispiel kühle Früchtetees und mit Wasser verdünnte Fruchtsäfte. Vergessen Sie keinesfalls einen Blendschutz für die Seitenfenster. Flugreisen können besonders für Kleinkinder angenehmer als Autofahrten sein.

Mit Kindern abheben

Um die Freiheit über den Wolken genießen zu können, sollten Sie rechtzeitig einen entsprechenden Sitzplatz mit viel Beinfreiheit – vielleicht sogar einen Fensterplatz – buchen, damit Ihr Schatz am Boden herumgehen bzw. herumkrabbeln kann. Informieren Sie sich auch darüber, ob Sicherheitssitze erforderlich sind und die gewählte Fluglinie über solche verfügt. Damit der Abflugtag entspannt beginnt, empfiehlt es sich, dass Gepäck bereits am Vortag einzuchecken und die Bordkarte abzuholen. Dadurch ersparen Sie sich Warteschlangen und können mit dem Handgepäck direkt zur Passkontrolle gehen.

Baby an Bord

Lassen Sie sich Zeit mit dem Einsteigen, Ihr Sitzplatz ist ja reserviert. Gönnen Sie Ihrem Kind noch ein bisschen Zeit zum Herumkrabbeln, denn seine Bewegung ist ohnehin bald eingeschränkt. Im Handgepäck sollten Sie unbedingt einen Vorrat an Windeln, Reinigungstüchern und speziellen Lebensmittel
für Ihr Kind haben, damit kann nämlich fast keine Fluglinie der Welt dienen. Da am Bord die Klimaanlage auf Hochtouren läuft, müssen Sie dafür sorgen, dass Ihr Kind nicht friert und am Urlaubsort gleich zu schwitzen beginnt. Die altbewährte Zwiebeltechnik (mehrere Kleidungsschichten) sorgt garantiert
für Wohlbefinden. Wenn der Flieger abhebt oder landet, sollten Sie Ihrem Kind etwas zu trinken geben. Durch Schlucken stellt sich der Druckausgleich im Ohr her. Bei älteren Kindern tut es auch ein Kaugummi. Viel trinken ist während des Fluges nötig, da die Luft in der Kabine sehr trocken ist. Auch 10.000 Meter über dem Boden gilt: keine überzuckerten Softdrinks, stattdessen lieber Mineralwasser (ohne Kohlensäure, denn diese bläht) oder Tee. Gegen Langeweile helfen Spielsachen, diese bringen aufmerksame Stewardessen selbstverständlich vorbei.

Fernreise mit Kids

Der Traumurlaub mit weißen Sandstränden und türkisfarbenem Wasser kann für mitreisende Kinder leicht zur Strapaze werden. Zeitumstellung und die fremde Umgebung bedeuten Stress für die Kleinen. Auch für Infektionskrankheiten sind sie aufgrund ihrer schwächeren Immunabwehr anfälliger als
Erwachsene. Deshalb sind gründliche Vorbereitung und umsichtiges Verhalten vor Ort wichtig. Sprechen Sie mit Ihrem Kinderarzt über Ihre Reiseplanung, bevor Sie sich entscheiden. Manche Ziele eignen sich gut für den Familienurlaub, andere jedoch bergen ein zu hohes gesundheitliches Risiko.

Piks gegen Infektionskrankheiten

Im Idealfall beginnt die Reisevorbereitung schon gut sechs Wochen vor Abflug: Fragen Sie Ihren Arzt nach notwendigen Schutzimpfungen für Sie und Ihr Kind. Oft sind für ferne Länder Impfungen empfohlen, die man in Österreich nicht unbedingt benötigt, beispielsweise der Schutz vor Hepatitis A. Was viele nicht wissen: Schon wer am Mittelmeer Muscheln isst oder verunreinigtes Wasser trinkt, kann sich infizieren.

Montezumas Rache

Die häufigste Erkrankung auf Fernreisen ist Durchfall. Experten zufolge leiden je nach Urlaubsziel 20 bis 70 Prozent aller Reisenden unter der sogenannten Rache Montezumas. Ausgelöst wird dies vor allem durch bakteriell verunreinigte Nahrungsmittel und Wasser. Während Erwachsene meist nach wenigen
Tagen wieder fit sind, sind Durchfallerkrankungen für den Nachwuchs eine ernst zu nehmende Gefahr: Kinder verlieren im Verhältnis zu ihrem Gewicht relativ schnell viel Flüssigkeit und damit auch wichtige Nährstoffe. Wenn die Beschwerden nicht nach einem Tag besser werden, sollten Sie zum Arzt gehen. Spezielle Lösungen, die den Flüssigkeits- und Elektrolytverlust wieder ausgleichen, sind in Apotheken erhältlich.

Kein Leitungswasser

Leitungswasser ist im Urlaub nur zum Waschen da. Es sollte nicht getrunken und auch nicht zum Zähneputzen verwendet werden. Durchfall auslösende
Bakterien verbergen sich zudem häufig in Eiswürfeln oder Speiseeis. Auch bei exotischem Essen ist Vorsicht geboten. Auf rohe Lebensmittel wie Salat, Fleisch oder Fisch sollte man verzichten – frisch gekochte Speisen hingegen können bedenkenlos genossen werden. Obst immer schälen!

Sonne ohne Reue

Wer Kinder im Sommer am Strand spielen sieht, kann sich kaum vorstellen, dass sie in späteren Jahren dafür vielleicht mit Hautkrebs bezahlen müssen. Doch Kinderhaut reagiert auf Sonne ganz besonders empfindlich. Ihr fehlt noch die nötige Hornschichtdicke – auch Lichtschwiele genannt –, die die Haut vor den Sonnenstrahlen schützt. Die Strahlen können so tiefer in die Haut eindringen als bei Erwachsenen und dort Gesundheitsschäden verursachen, deren Wirkung sich erst später zeigt. Babys bis sechs Monate sollten daher überhaupt nicht der prallen Sonne ausgesetzt werden. Sie gehören immer in den Schatten.

Hoher Lichtschutzfaktor

Auch Kleinkinder bis zu drei Jahren sollten möglichst wenig Sonne abbekommen. Sie müssen für ihren Aufenthalt im Freien immer gut eingecremt werden. Experten empfehlen wasserfeste Lotion mit einem Lichtschutzfaktor von mindestens 20. „Wasserfest“ bedeutet allerdings nur, dass eine Creme nach zweimal 20 Minuten Baden noch zu 50 Prozent vorhanden sein muss. Darum sollte auch wasserfester Sonnenschutz nach dem Baden erneuert werden. Wer das Allergierisiko senken will, sollte von vornherein parfüm- und konservierungsstofffreie Mittel kaufen. Kinder, die auf Emulgatoren allergisch reagieren, können mit fettfreien Gelen aus der Apotheke eingecremt werden. Eine Allergie sollte in keinem Fall ein Grund sein, die Kleinen ungeschützt in die Sonne zu lassen. Für Kinder wie Erwachsene gilt, die Creme schon eine halbe Stunde vor dem Sonnenbad aufzutragen, erst dann kann
sich der Lichtschutz voll entfalten.

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