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Wohin mit Hund und Katz?

Julia, 8, freut sich schon wahnsinnig auf ihren Sommerurlaub. Drei Wochen lang wird sie sich in Griechenland die Sonne auf den Bauch scheinen lassen und im Wasser plantschen. Der einzige Wermutstropfen: ihre geliebten Katzenkinder muss sie zu Hause lassen. Ihre Freundin Bianca, 7, hat es da besser: Sie nimmt ihren Hund in ihren Badeurlaub am Klopeinersee einfach mit. Wenn der Urlaub vor der Türe steht, stellen sich Haustierbesitzer in ganz Österreich die gleiche Frage: Was tun mit Rex, Mitzi & Co? Dabei ist die Antwort darauf ganz einfach: Bei rechtzeitiger Organisation alles kein Problem!

Wenn Tiere zu Hause bleiben

Manchmal bedeutet Urlaub auch eine Auszeit von den alltäglichen Verpflichtungen, das kann auch den Hund oder die Katze betreffen. Da Katzen äußert ortsbezogene Tiere sind, eignen sie sich ohnehin nicht besonders zum Verreisen und leiden eher unter dem ungewollten Ortswechsel. Hunde kann man zwar prinzipiell überall hin mitnehmen, will das aber vielleicht nicht immer. Besonders Flugreisen mit Hunden sind eher mühevoll – nämlich für den Hund – und so manche Mitbringsel in Form von Krankheiten und Parasiten können noch nach dem Urlaub für ein langes Nachspiel sorgen. Da ist es nur  verständlich, dass viele Heimtierbesitzer ihre Liebsten lieber in guter Obhut zu Hause lassen. Die erste Wahl sind sicherlich die Verwandten, die das Tier schon lange kennen und wissen, wie es zu betreuen ist. Auch Freunde und Nachbarn können einspringen, solange sie gut eingewiesen werden. Prinzipiell
gilt: Katzen sollten in ihrem gewohnten Umfeld betreut werden, Hunden kann man einen Ortswechsel mühelos zumuten. Wobei Hund aber nicht gleich Hund ist. „Es gibt so genannte Allerweltshunde wie z.B. Labrador-Retriever, die gerne unter Menschen und anderen Hunden sind. Dann gibt es aber auch Einmannhunde wie Chao- Chaos oder Afghanen, die eher schwierig jemandem anzuvertrauen sind. Schwierige Rassen sollte man am besten jemandem im Freundeskreis geben, der mit dem Tier umgehen kann“, meint Dr. Eva Berger, Tierärztin an der Tierklinik Döbling. Was Tiermamis und -papis auch bedenken sollten: Je jünger das Tier, desto mehr Betreuung ist notwendig. Bei Katzenkindern und Hundebabys ist es sicherlich nicht damit getan, dass sie
regelmäßig gefüttert werden, sie brauchen auch jemanden zum Spielen und schlichtweg Aufsicht, da sie erfahrungsgemäß noch so allerlei anstellen. Schließlich soll die lang ersehnte Erholung nicht dadurch zunichte gemacht werden, dass danach das Wohnzimmer neu tapeziert und das Sofa  ausgetauscht werden muss.

Tierpensionen und Tiersitter

Wer selbst keine Betreuung auf die Beine stellen kann, wendet sich am besten an eine Tierpension oder einen Tiersitter. Da die Plätze und Kapazitäten begrenzt sind, sollten sich Herrchen und Frauerl rechtzeitig um eine Unterbringung oder Betreuung kümmern. Tierpensionen und –sitter findet man zwar zuhauf im Internet, wirklich verlässliche Informationen bekommt man bei Tierärzten, Tierheimen oder Tierschutzorganisationen, die gerne   weitervermitteln. Vor der Wahl einer Pension sollte man sich unbedingt vor Ort ein Bild machen. 1 Und auch der Tiersitter sollten genau unter die Lupe genommen werden: Hat er Erfahrung und Kompetenz? Gibt es ein polizeiliches Führungszeugnis (schließlich lässt man jemanden in die eigenen vier Wände)? Interessiert er sich für das Tier und seine Gewohnheiten und schreckt auch nicht vor einem Tierarztbesuch zurück? Egal ob Tierpension oder Tiersitter: Wichtig ist, sich im Vorfeld Zeit zu nehmen, damit sich Betreuer und Tier kennen lernen können, die Betreuung genau geregelt werden kann und alle wichtigen Informationen über Gewohnheiten, möglichen Krankheiten, Nahrung etc. weitergegeben werden können.

Mit Hund und Katz in den Urlaub

Auch wenn Katzen generell als sehr revierbezogen gelten, heißt das nicht, dass nicht manche von ihnen auch auf Reisen gehen können. Es spricht also nichts dagegen, eine Katze mit ins Sommerhaus am See zu nehmen – es hängt vielmehr vom Charakter der Katze ab. Es gibt auch richtig reiselustige Katzen, die alles mitmachen. Eine Strapaze bedeutet eine Reise natürlich schon, daher sollte gut abgewogen werden, ob sich die Mühe lohnt. „Für eine Woche Urlaub lass ich das Tier lieber daheim, das ist eine einzige Belastung für Tier und Besitzer“, meint die Tierärztin Dr. Eva Berger. Das gilt auch  für die Mitnahme eines Hundes, der ja an sich reisefreudiger ist. Alleine für die Umstellung braucht es ein paar Tage Zeit, das zahlt sich für einen Kurztrip nicht aus. Und so ganz ungefährlich sind Klimaumstellung und neue Umgebung auch nicht: Hunde können sich Krankheiten und Parasiten einfangen oder vertragen die Hitze nicht. Und leider sind sie auch nicht überall gern gesehene Gäste. Klar ist: Wer seinen Hund mitnehmen will, muss gut und langfristig planen. Flugreisen stellen die größte Strapaze dar, aber auch eine lange Autofahrt kann es in sich haben. Hier muss man für den Hund mitdenken: mindestens alle zwei Stunden pausieren, genügend Trinkwasser an Board haben, nicht während der größten Hitze fahren etc. Für das Reisen innerhalb  der EU braucht der Hund zudem einen europäischen Heimtierpass und eine Tierkennzeichnung. 2 „Gewohntes Futter und Medikamente  sollten unbedingt mitgenommen werden“, rät Dr. Eva Berger. Gegen Parasitenbefall und andere Bedrohungen helfen prophylaktische Medikamente. Deshalb ist der Tierarztbesuch vor der Reise unerlässlich: Hier bekommt das Tier alle nötigen Impfungen, den Heimtierpass und alle wichtigen Medikamente.

Urlaubsziel Tierheim

Am Weg in den Urlaub landet mancher Hund leider nach wie vor am Straßenrand. Gerade während der Ferienzeit werden Haustiere vermehrt ausgesetzt, weil jetzt offensichtlich wird, was jeder Haustierbesitzer wissen sollte: Tiere bedeuten Verantwortung, brauchen Zeit und Betreuung. „In der Regel landen
Hunde im Sommer bei uns, doppelt so viele wie in den übrigen Monaten mit Ausnahme des Jänners. Nach Weihnachten ist es immer am stärksten“,  erzählt Renate Bauer, Geschäftsführerin des Linzer Tierheims. Abgegebene Hunde finden hier gar keinen Platz mehr, denn die Kapazitäten reichen nur noch für Findlinge. „Wenn wir Hunde an neue Besitzer abgeben, reden wir sehr lange mit ihnen und sagen ihnen, dass Hunde Zeit brauchen und Geld  kosten“, so die Tierheimleiterin. Manche landen aber dann doch wieder bei ihr. Dass der Urlaub dafür ein Grund sein könnte, gibt keiner gerne zu,  Allergien sind da eine beliebte Ausrede. Pensionstiere nimmt man im Linzer Tierheim nicht, vermittelt aber gerne an bewährte Tierpensionen. Und mit der „Austauschbörse“ hat das Land Oberösterreich nach deutschem Vorbild eine tolle Aktion ins Leben gerufen. Nach dem Motto “Nimmst Du meinen Hund, nehm’ ich Deinen Hund“ werden über das Linzer Tierheim Hundebetreuer vermittelt. Eine Aktion, die österreichweit wünschenswert wäre.

 

Checklist für die Wahl der Tierpension

• Gibt es Empfehlungen von Bekannten oder Verwandten?
• Können Sie die Anlage besuchen und alles besichtigen?
• Wirken die anvertrauten Tiere zufrieden und gepflegt? Wird viel gebellt oder gewinselt?
• Wie sieht es mit der Hygiene und Sauberkeit aus? Stimmen Belüftung und Temperatur?
• Wirkt das Pflegepersonal kompetent? Wie geht man mit den Tieren um?
• Wie viele Tiere werden von einem Betreuer versorgt?
• Wie oft wird mit einem Hund spazieren gegangen? Haben die Tiere genügend Auslauf?
• Was wird gefüttert? Sind die Wasserschüsseln mit frischem Wasser gefüllt?
• Wie werden die Tiere gehalten? In Gruppen? Einzeln? Wenn Sie mehrere Tiere bringen: Dürfen diese zusammenbleiben? Gibt es Hundezwinger?
• Sind für Katzen Kratzbäume und Verstecke vorhanden?
• Was passiert mit Ihrem Tier im Krankheitsfall? Werden Tierarztbesuche erledigt?
• Was will man über Ihr Tier wissen? Werden Sie über seine Gewohnheiten gefragt? Werden Impfpass und Gesundheitszeugnis verlangt?

Info: Tierpensionen werden von Tierheimen und Tierärzten empfohlen. Eine Liste gibt es auch bei den Vier Pfoten: www.vier-pfoten.at

Tiere auf Reisen

Am häufigsten werden Hunde, aber auch Katzen auf Reisen mitgenommen. Seit 2004 benötigen Hunde, Katzen und Frettchen, da alle zu den Tollwutüberträgern zählen, für Reisen innerhalb der EU einen EU-Heimtierausweis (Pet Pass), der auch für die Reise aus Drittländern anerkannt wird. Voraussetzung für die Ausstellung eines Heimtierpasses sind der Nachweis einer Tollwutimpfung und eine eindeutige Tierkennzeichnung (bevorzugt Chip). Der Ausweis ist ein offizielles EU-Dokument, das ausschließlich von Tierärzten ausgestellt werden darf. In einigen EU-Ländern gelten zudem noch Zusatzbestimmungen. Infos über die Einreiseländer finden Sie unter www.tierinwien.at. Weitere Informationen: www.tieraerztekammer.at

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