Köpfler nur mit Köpfchen

Bei steigenden Temperaturen erfreuen sich zahlreiche Menschen an einer Abkühlung in einem See, Bach oder Flussarm. Dabei unterschätzen viele das Gesundheitsrisiko bei einem Sprung in unbekannte Gewässer. Die Konsequenzen eines unüberlegten Sprungs reichen von Traumata über Lähmungserscheinungen bis hin zu Todesfällen aufgrund von gebrochenen Wirbeln. Die Folgen bei einem Aufprall werden dann unter Umständen wochen- und monatelang an der Landes- Nervenklinik Wagner-Jauregg behandelt.

Knochenbruch bis Querschnittslähmung

Vier bis fünf PatientInnen werden jährlich mit schweren Verletzungen nach unüberlegten Kopfsprüngen in der Landes-Nervenklinik behandelt. Die Diagnose lautet nicht selten Querschnittslähmung. „Ein Sprung in Gewässer oder auch Pools, deren Wassertiefen nicht einschätzbar sind, kann fatale Folgen haben“, sagt Univ.-Prof. Dr. Kurt Holl, Neurochirurg an der Landes-Nervenklinik Wagner-Jauregg, „besonders junge Menschen überdenken die Konsequenzen nicht. Aber bei einem Köpfler – selbst wenn die Arme vorne sind – kann ein Aufprall mit dem Kopf am Boden im besten Fall zu einer Gehirnerschütterung, im schlimmsten Fall aber zum Genickbruch führen. Es ist ein Irrglaube, dass ein Sprung mit den Beinen voran, einen möglichen Aufprall abfedern kann. Im Gegenteil, die Verletzungsmöglichkeiten beginnen bei der einfachen Prellung des Fersenbeines, des Sitzbeines und der Lendenwirbelsäule, bis hin zu Trümmerfrakturen im Bereich der Fersenbeine, aber auch des Schienbeinkopfes und der Oberschenkelknorren. Hier reichen die Verletzungen vom so genannten Bone bruce, das ist ein Mikrotrauma, mit einer Ödembildung im Knochen bis zum stark verschobenen Primärbruch dieser Knochen.“

Immer auf die Wassertiefe achten

Der Verletzungsgrad und das Risiko einer lebenslangen Lähmung sowie die Dauer der Behandlung stehen in keiner Relation zu dem Spaß, den Springern vielleicht dabei haben. Selbst Gewässer, die den Schwimmern vertraut sind, können sich ändern. Stellen, die immer tief genug waren, um schadlos einzutauchen, können durch angeschwemmte Wurzeln, Holz oder auch Kies seichter werden. Unabhängig von der Sprungart, das Verletzungsrisiko ist enorm. Deshalb sollten Sprünge ins Wasser nur an Stellen erfolgen, an denen die Wassertiefe gekennzeichnet ist, wie bei Schwimmbecken mit Sprungbrettern. Seen, Teiche, Flussarme oder sonstige Bademöglichkeiten aber auch übermütige Partyspiele am Pool bergen ein Risiko, das nicht zu unterschätzen ist. „Besonders schmerzhaft ist die Diagnose für einen jungen Menschen, der nach einer Partynacht plötzlich querschnittsgelähmt erwacht und ein Leben lang mit den Folgen einer unüberlegten Handlung zu kämpfen hat, daher warnen wir eindringlich vor einem Sprung in unbekannte Gewässer“, sagt Univ.-Prof. Dr. Kurt Holl. 

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