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Auf die Berge, fertig, los...

Wir verraten Ihnen, wie Sie selbst kleine Couch-Potatos dazu bringen, in den Bergen Spaß zu haben.

„Ich mag nicht mehr! Müssen wir noch weit gehen?“ Eine Bergwanderung ist kein Spaziergang. Und das ist auch gut so. Schließlich ist „Spazierengehen mit den Eltern“ eine Freizeitaktivität, die bei den meisten Kindern und Jugendlichen ziemlich unbeliebt ist. Und da kommen dann sehr oft Beschwerden wie „Ich mag nicht mehr. Müssen wir noch weit gehen?“ Beim Wandern in den Bergen werden in der Regel weit größere Distanzen zurückgelegt, als beim gemütlichen Sonntagsspaziergang. Beschwerden oder hoffnungsvolle Fragen nach einem baldigen Ende der Tour bekommen Eltern beim Wandern aber nur vergleichsweise selten zu hören. Schließlich ist eine Wanderung in den Bergen kein langweiliger Spaziergang, sondern eine Freizeitaktivität, die der ganzen Familie meist ziemlich viel Spaß macht.

Drachen, Wilderer und befreundete Familien
Für die Kinder ist die Bergnatur ein riesiger Abenteuerspielplatz, in dem es sehr viel zu entdecken und ausprobieren gilt. Wenn beim Nachwuchs die Freude am Gehen doch etwas nachlassen sollte, hilft alles, was die Fantasie anregt: Die Geschichte vom Drachen etwa, der hier angeblich lebt(e), vom Yeti, oder vom verwegen Wilderer. Für Jugendliche ist „nur“ Wandern dagegen oft langweilig oder uncool. Bei Kindern kann der Anblick eines riesigen Waldameisenhaufens oder einer Kuhherde Begeisterung auslösen, die lange anhält und auch die folgenden Wander-Kilometer versüßt. Bei Teenagern verfehlen derlei Attraktionen aber oft ihre Wirkung. Hier zählen andere Faktoren: Den Jugendlichen ist besonders wichtig, mit wem sie unterwegs sind. Am besten ist es, wenn auch Freunde dabei sind, mit denen sie viel Spaß haben. Tipp: Ein Bergurlaub mit einer befreundeten Familie inklusive gleichaltriger Kids hebt auch den Coolness-Faktor einer Bergtour. Eine Nächtigung auf einer Hütte oder unter freiem Himmel, ein interessantes oder anspruchsvolles Ziel sind ebenfalls Faktoren, die bei Teenagern für Abenteuerlust sorgen und den Spaßpegel in die Höhe schnellen lassen.

In den Bergen wachsen die Soft Skills
Das Beobachten von „exotischen“ Tieren wie Bergvögeln oder Steinböcken, imposante Bäume und wild-zerklüftete Berghänge regen nicht nur die Fantasie der Kids an. Die jungen Bergfexe können dabei auch harte Fakten lernen - vorausgesetzt, Mami und Papi haben genug Wissen zur gerade erlebten Fauna und Flora im Kopf bzw. in schlauen Büchern mit dabei. Der direkte Kontakt zur Natur ist aber auch der beste Weg, damit die Kinder echtes Verständnis und eventuell sogar Engagement für die Notwendigkeit eines vernünftigen Umgangs mit der Natur und ihren Ressourcen entwickeln. Beim Bergsteigen können die jungen Abenteurer außerdem nicht nur ihren Unternehmungslust und Bewegungsdrang ausleben – sie lernen dabei auch sich selbst besser kennen. Warum? Weil sie beim Wandern auch ihre körperliche Leistungsfähigkeit, ihre Stärken und Schwächen neu entdecken können. Aber auch die im Berufsleben zunehmend wichtiger werdenden Soft Skills werden bei Bergtouren gefördert. Wandern ist Teamwork. Dabei lernt man zum Beispiel, auf schwächere Personen Rücksicht zu nehmen. Wenn der kleine Bruder eine Pause braucht, dann wird Pause gemacht – auch dann, wenn alle anderen noch topfit und voller Tatendrang sind. Für die Familie bedeutet eine gemeinsame Wanderung, dass gemeinsam viel Zeit verbracht wird. Dabei sorgen gemeinsame, intensive Erlebnisse für eine Stärkung des Zusammenhalts – egal, ob zusammen ein „Gipfelsieg“ gefeiert wird, oder ob vorher noch Unangenehmes wie ein plötzlich auftretender alpiner Regenguss gemeinsam überstanden werden muss.

Mit den Kindern planen
Wer beim Wandern mit Kindern den höchsten Spaßfaktor erreichen will, sollte sich aber nicht nur auf die von der Natur beziehungsweise den Veranstaltern zur Verfügung gestellten Attraktionen verlassen. Wichtig für die gute Stimmung bei einer Familienwanderung ist unter anderem auch, ganz selbstverständlich Rücksicht auf das Tempo der Kinder zu nehmen. Die kümmern sich in der Regel nämlich kaum um ehrgeizige Ziele, die zum Erringen von Trophäen wie der sprichwörtlichen „Goldenen Wandernadel“ erreicht werden müssen. Kinder wollen den Moment genießen, was auch mit ein Grund ist, warum eine Wanderung mit den Kleinen im Durchschnitt etwa zwei bis drei Mal so lange dauert. Das gilt es bei der Planung zu berücksichtigen! Apropos Planung: Die Routen sollten im Vorfeld nicht nur für die Kinder, sondern auch gemeinsam mit den Kindern geplant werden. Das steigert nämlich die Vorfreude und kann für eventuell notwendige zusätzliche Motivations-Schübe sorgen. Beim Wandern selbst gilt dann: Kinder brauchen nur relativ wenig Zeit, um sich zu erholen. Dafür haben sie öfter das Bedürfnis nach einer Pause. Und darauf sollten die „großen“ Bergsteiger auf jeden Fall Rücksicht nehmen. Im Idealfall bietet eine Wanderroute kurze Etappenziele, sodass beim Erreichen eines Zieles bzw. einer „Attraktion“ gleich automatisch eine kurze Pause eingelegt werden kann.

Wichtig: Die richtige Ausrüstung
Experten betonen immer wieder: Funktionelle und gut passende Ausrüstung und Bekleidung ist beim Bergsteigen ganz wichtig. Es ist eine Unart, von schlechter Ausrüstung zu meinen, „für die Kinder genüge das schon“. Ganz besonders gilt das für die Schuhe, die über die Knöchel gehen müssen und eine rutschfeste Sohle brauchen! Zu bedenken ist auch, dass ein Kinderkörper, etwa bei nasskaltem Wetter, viel schneller auskühlt und daher besonderen Schutz, vielleicht auch Geborgenheit durch Körperwärme braucht. Auf die Ausrüstungsliste gehören auf jeden Fall ein Rucksack (auch für jedes Kind), Wind- bzw. Regenschutz, eine warme Fleecejacke, Wechselwäsche, Sonnencreme, Sonnenbrille, Mütze, eventuell auch Handschuhe, Wanderkarte, Erste Hilfe Set, Proviant und viel zu Trinken. Wie wichtig eine wirklich gute Ausrüstung ist, das zeigt sich nicht nur im gesteigerten Wanderkomfort, sondern auch im Sicherheitsaspekt. Eine Top-Ausrüstung – und hier vor allem gute, möglichst rutschfestes Schuhwerk, sind für Bergfexe und Wanderer entscheidende Hilfen, um das Sturz-Risiko zu minimieren. Laut Unfallexperten nimmt der „Sturz auf Wegen und Steigen, etwa durch Ausrutschen oder Stolpern, mit etwa 70 Prozent den ersten Platz ein. Beim Wandern mit Kindern empfiehlt es sich übrigens auch, ein Sicherungsseil mitzunehmen. Das kann zum Beispiel bei abschüssigen Wegen oder beim Durchqueren einer Klamm eingesetzt werden. Auf jeden Fall wirkt so ein Seil auch motivierend für die Kids und sorgt für einen gehobenen Action-Faktor. So ein Seil ist nämlich der beste Beweis dafür, dass eine Bergwanderung kein Spaziergang ist.


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