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Angstfrei abheben

Eine weit schlimmere Auswirkung ist aber: Flugangst kann ansteckend sein und überträgt sich häufig von den Eltern auf die Kinder. Die gute Nachricht: Mit professioneller Hilfe kann man die Flugangst meist relativ schnell in den Griff bekommen.

Die Fähigkeit, hoch über den Wolken durch die Luft zu rasen gehört nicht zu den Gaben, die Mutter Natur den Menschen in die Wiege gelegt hat. Diese Tatsache ist auch im Zeitalter der hypermodernen Jumbojets immer noch spürbar. Fliegen ist etwas Besonders. Bei den meisten Menschen äußert sich dieser Umstand in vorfreudiger Erregung beim Flug-Buchen, die besonders bei jungen Passagieren und Gelegenheitsfliegern im bangen Hoffen auf einen der begehrten Fensterplätze oft noch um ein zusätzliches Spannungsmoment erweitert wird. Etwa ein Drittel aller Passagiere hat allerdings ganz andere Probleme. Auch für sie ist Fliegen etwas Besonderes. Und zwar etwas besonders Schreckliches.

„Ja, ich leide unter Flugangst!“
Herzrasen, Schweißausbrüche, Zittern, schwere Atemnot, Magen- und Darmkrämpfe, Schwindel, Kopfschmerzen, Übelkeit. Wer unter Flugangst leidet und dennoch den Mut für eine Reise über den Wolken aufbringt, erlebt sogar den Flug in den Traumurlaub als Höllentrip. An Bord befinden sich sehr oft Menschen, die unter Flugangst leiden, wissen Flugprofis. Der persönliche Kontakt zu dem Piloten erweist sich in den meisten Fällen als wahres Beruhigungs-Wundermittel, weil die Barriere zwischen Cockpit und Kabine übersprungen wird und sich dadurch auch das Gefühl, unbekannten Menschen und mysteriösen Maschinen hilflos ausgeliefert zu sein, in Luft auflöst. Zumindest bis zum nächsten Flug. Die betroffenen Passagiere outen sich meistens nicht selbst, sondern sitzen verkrampft und schwitzend in ihrem Sitz, bis die Stewardessen nachfragen, ob etwas nicht in Ordnung ist. Erst dann kommt meistens das Bekenntnis: Ja, ich habe Flugangst.

Höhenflüge und das Unterbewusstseins
Bei einigen Betroffenen sorgt der Umstand, dass sie komplizierten technischen Geräten ausgeliefert sind, die nur von einigen wenigen Spezialisten bedient werden können, für ein mehr als mulmiges Gefühl. Fliegen bedeutet für viele aber auch die Angst vor dem Verlust der eigenen Entscheidungs- und Handlungsfähigkeit. Auch unangenehme Flugerlebnisse wie eine unvorhergesehene Zwischenlandung oder ein „Horror“-Flug mit wilden Turbulenzen können Flugangst auslösen. Flugangst hat ihren Ursprung mitunter aber auch in bestehenden Ängsten wie Klaustrophobie, oder kommt aus den Tiefen des Unterbewusstseins. So können zum Beispiel Todesfälle, oder auch die als Kind erlebte Scheidung der Eltern Flugangst auslösen. Phobien sind nämlich meistens eine Projektion von Ängsten in ein anderes Problemfeld. Dabei wird erlebte Instabilität auf andere Bereiche übertragen. Beim Thema Fliegen heißt das: Was in der Luft ist, kann runterfallen und – wie auch die Ehe der Eltern – zerbrechen. Die gute Nachricht: Mit professioneller Hilfe kann man die Flugangst in der Regel relativ schnell hinter sich lassen.

Techniken gegen Angst
Spezielle Seminare von Psychotherapeuten versprechen Besserung. Besiegt oder vollständig eliminiert wird die Flugangst in diesen Kursen allerdings kaum. Die Angst bleibt, die Teilnehmer erhalten jedoch Instrumentarien und Strategien vermittelt, um mit der Angst fertig zu werden. Zu den Bewältigungsstrategien gehören auch kognitive Techniken wie das Testen von Hypothesen oder die Nutzung des „außerbewussten“ Sinnessystems. Bei manchen Teilnehmern hilft auch die positive Aktivierung des visuellen Kanals. So stellte sich eine Frau im Gang des Flugzeugs einen großen Frosch mit rosa Tupfen vor, der das Gesicht einer Freundin hatte. Dieses Bild, das sie natürlich auch sehr belustigte, half ihr, die Flugangst schließlich hinter sich zu lassen. Immer mehr Menschen sind bereit, ihre Phobie aktiv zu bekämpfen, anstatt sie zu verheimlichen und ein Leben lang mitzuschleppen. Schließlich soll jede (Flug-)Reise schon zum Start Freude machen.

Kinder an Bord
Nehmen Eltern ihre Kinder mit auf Reisen, sollten sie mit gutem Beispiel vorangehen: Sind die Eltern entspannt, ist ihr Nachwuchs es auch. Sprechen Sie vorher mit Ihren Kindern über den Flug. Das gilt vor allem, wenn sie zum ersten Mal ins Flugzeug steigen. Die Kinder sollten zum Beispiel wissen, dass es beim Start laut wird und das Flugzeug etwas wackeln kann. Da die kleinen Passagiere lange sitzen müssen, sollten Eltern sie noch etwas toben lassen, bevor es an Bord geht. Problematisch werden kann es beim Starten und Landen, da hier Druck auf den Ohren entsteht. Vermehrtes Gähnen und häufigeres Schlucken gleichen den Druck wieder aus. Bei Babys hilft es, ihnen bei Start und Landung den Schnuller oder etwas zu trinken zu geben. Etwas ältere Kinder können beispielsweise ein Bonbon lutschen oder Kaugummi kauen. Das regt den Speichelfluss an, und so schlucken die Kinder automatisch mehr und gleichen damit den Druck aus. Wichtig ist, dass für einen guten Druckausgleich die Nase frei ist.

 

 

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